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Ölpest an der US-Küste: BP - ratlos vor dem schwarzen Loch

Seit fünf Wochen scheitert der Energiekonzern BP daran, das Ölleck im Golf von Mexiko zu schließen. Heute soll der nächste Versuch folgen. Warum ist das eigentlich so schwer?

Von Lea Wolz

Es verschlingt Unsummen an Geld und Vertrauen und zerstört die Umwelt: Seit fünf Wochen sprudelt Öl aus dem Leck im Golf von Mexiko. Seit fünf Wochen versuchen der britische Ölkonzern BP und die US-Regierung, die Ölquelle mit unterschiedlichen Methoden zu stopfen. Seit fünf Wochen scheitern sie damit grandios. Mit jedem unerfüllten Versprechen, eine neue Methode bringe Hoffnung, wächst die Wut auf den Konzern. Und die Frage taucht auf: Warum ist es eigentlich so schwer, ein 18 Zentimeter großes Loch zu versiegeln?

"Tiefseebohrungen sind technologisch eine große Herausforderung", sagt Carl-Diedrich Sattler von der Abteilung für Erdölgeologie am Institut für Geologie und Paläontolgie der Universität Clausthal. Die steigende Nachfrage der Welt nach Öl und Erdgas treibt die Ölfirmen in immer tiefere Gewässer. Zwar bohren Menschen schon seit fast hundert Jahren unter Wasser auf der Suche nach immer neuen Ölvorkommen, doch zu Beginn ging es nur wenige Meter tief. Mittlerweile sind es mehrere Kilometer, und je tiefer sich die Konzerne wagen, umso schwieriger wird es, das Öl zu fördern. Und desto größer werden die Risiken. Auf diese, das zeigen die vergangenen Wochen, war weder die Ölfirma BP noch die US-Regierung ausreichend vorbereitet.

Ein Fehlschlag reiht sich an den nächsten

Die Ingenieure der "Deepwater Horizon" haben etwa eineinhalb Kilometer unter der Wasseroberfläche gebohrt. "Von dort mussten sie etwa weitere drei Kilometer tief durch Schlamm und Gestein dringen, um auf die Erdölquelle zu stoßen", sagt Sattler. Das sei zwar keine ungewöhnliche Tiefe. "Doch die Bohrungen und alle Versuche, das Leck zu schließen, müssen aus der Ferne gesteuert werden", sagt Catalin Teodoriu, Bereichsleiter Tiefbohrtechnik am Institut für Erdöl- und Erdgastechnik an der TU Clausthal. Dass dies schwierig ist, zeigen die zahlreichen Fehlschläge.

Schon kurz nach dem Untergang der Ölplattform setzte BP Unterwasserroboter ein, um das Ventilsystem des toten "Blow-Out Preventer" (BOP) wieder zu aktiveren - vergeblich. "Die Roboter sind zwar immer noch im Einsatz, doch die Chance, dass sie das Ventil noch schließen können, ist äußerst gering", sagt Teodoriu. Das tonnenschwere Sicherheitsventil soll eigentlich im Fall einer Katastrophe das Bohrloch abdichten und so verhindern, dass unkontrolliert Öl austritt. Wenig erfolgreich war auch der Versuch, eine riesige Stahlglocke über dem Leck zu platzieren und das Öl wie mit einem umgekehrten Trichter aufzusaugen und an die Oberfläche zu leiten. Eisähnliches Methanhydrat bildete sich an der Innenseite der Kuppel und verstopfte die Leitungen.

Kalt und dunkel

Zu schaffen machen den Experten dabei die unwirtlichen Bedingungen am Meeresgrund. "Dort herrscht ein großer Druck, es ist dunkel und kalt", sagt Sattler. Das Öl, das aus dem Bohrloch tritt, ist allerdings kochend heiß. "Die Materialien müssen daher extreme Bedingungen aushalten", sagt der Geologe. Auch die Entlastungsbohrung ist alles andere als einfach. In ein bis zwei Kilometer Entfernung von dem jetzigen Loch soll dabei ein zweites gebohrt werden. "Die Sicht unter Wasser ist dabei fast null", sagt Teodoriu. Und es kann noch Monate dauern, bis es fertig gestellt ist. Dann könne mit einer zähen Spezialflüssigkeit versucht werden, die leckende Leitung zu verstopfen und das Öl nach unten zu drücken. "Im Prinzip ist das alles ein Stochern im Nebel", kritisiert Sattler.

Nebulös ist weiterhin, wie viel Öl tatsächlich aus dem Leck am Meeresboden austritt. BP geht bisher von 800.000 Litern täglich aus. Doch der Ölkonzern musste bereits in der Vergangenheit die eigenen Angaben korrigieren, nachdem die US-Wetterbehörde erste Schätzungen veröffentlicht hatte. Selbst diese basieren allerdings lediglich auf Satellitenbildern. Wissenschaftler vermuten, dass die zehn- bis zwanzigfache Menge austritt. In diesem Fall würde auch das Absaugrohr wenig bringen, das BP in die defekte Steigleitung eingebracht hat, um das Öl abzupumpen. Dem Konzern zufolge werden so zwischen 220.000 und 480.000 Liter Öl pro Tag abgefangen. Weit weniger als selbst nach konservativen Schätzungen täglich austritt.

BP setzt auf "Top Kill"

In seinem verzweifelten Kampf gegen das Öl setzt BP nun auf eine weitere Methode. Bei dem "Top Kill" genannten Verfahren sollen tausende Liter Schlamm pro Minute in die Ölquelle am Meeresboden gepumpt und so das Bohrloch verstopft werden. "Das muss mit hohem Druck passieren, um das austretende Öl und Gas zurückzuhalten", sagt Teodoriu. Die Gefahr dabei ist allerdings, dass der Abdichtkopf noch weiter beschädigt und das Leck sogar größer wird. Der Ölkonzern will gegen 13 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (7 Uhr Ortszeit) mit dem Verstopfen anfangen. "Sobald die Teams wach sind, werden sie mit ihrer Arbeit beginnen", sagte BP-Sprecher Robert Wine am Mittwoch in London. Auf Druck der US-Regierung will BP die Aktion in einem Video live übertragen.

Ist "Top Kill" erfolgreich, wollen die Experten die Quelle anschließend mit Zement versiegeln. BP-Chef Tony Hayward dämpfte allerdings bereits zu große Hoffnungen. Er räumte der Methode, die noch nie in 1500 Meter Tiefe angewendet wurde, eine "60- bis 70-prozentige" Erfolgschance ein. Schlage sie fehl, gebe es aber noch weitere Optionen, das Bohrloch zu schließen. Welche sagte Hayward allerdings nicht.

"Im Prinzip müsste langfristig auch der Druck von selbst abnehmen", sagt Sattler. Je mehr Öl ausströme, desto geringer werde dieser. Dann würde die Ölquelle gleichsam von selbst versiegen. "Da die Größe der Lagerstätte nicht bekannt ist, weiß aber niemand, wie lange dies noch dauern wird", gibt Teodoriu zu bedenken. "Und wie viel Öl bis dahin noch austritt."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(