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Golf von Mexiko: "Top Kill" laut BP gescheitert

Der Ölkonzern BP hat die "Top Kill"-Aktion zum Verschließen des Öllecks im Golf von Mexiko als gescheitert erklärt. Das Abdichten des beschädigten Bohrkopfs mit Schlamm und Zement habe nicht funktioniert, teilte das Unternehmen mit.

Heftiger Fehlschlag im Kampf gegen die Ölpest: Der Ölkonzern BP ist mit dem Versuch gescheitert, die sprudelnde Ölquelle im Golf von Mexiko zu verschließen. Die "Top Kill" genannte Operation, bei der Schlamm in das Bohrloch gepumpt wurde, habe den Austritt von Öl und Gas ins Meer nicht stoppen können, sagte BP-Manager Doug Suttles am Samstag. Die Arbeiten wurden abgebrochen.

BP wolle nun umgehend mit einer andere Methode beginnen, um das ausströmende Öl zumindest auffangen zu können. Bei dem neuen Verfahren werde das bestehende Steigrohr zur Quelle am Meeresgrund abgesägt. Auf die Öffnung wird eine Kuppel gestülpt, die einen Großteil des ausströmenden Öls und Gases auffangen und durch eine Leitung zu einem Schiff an der Meeresoberfläche leiten soll. Das könne vier Tage dauern oder auch länger, sagte Suttles. "Wir können nicht garantieren, dass es klappt".

Scheitert auch diese Methode, könnten bis August weiter täglich zwischen 1600 und 3400 Tonnen Rohöl ins Meer strömen. Schon jetzt ist es die größte Ölpest in der US-Geschichte. Mehr als 240 Kilometer Küste sind bereits verschmutzt, Hunderte Vögel, Schildkröten und Meeressäuger verendet.

DPA / DPA