Rund 4000 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich pro Tag. Dabei landen nur 130 Liter täglich im Haushalt. Doch wo bleibt der Rest? Fakten zum Wasserverbrauch.
Jedes Jahr am 22. März feiern die Vereinten Nationen den Weltwassertag - um auf die Bedeutung der Ressource aufmerksam zu machen. Sauberes Trinkwasser ist seit drei Jahren ein Menschenrecht, doch noch immer haben 900 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang dazu, kritisiert die UN. 2,5 Milliarden Menschen müssen ohne sanitäre Anlagen auskommen.
Wasserknappheit ist hierzulande kein Problem. Doch unser Verbrauch ist ungemein hoch, wenn man das sogenannte virtuelle Wasser miteinbezieht. Darunter versteht man die Wassermenge, die während der gesamten Produktionskette eines bestimmten Produktes verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird - der sogenannte Wasserfußabdruck. Knapp 4000 Liter Wasser gehen demnach pro Tag auf das Konto eines Westeuropäers. Dabei wird nur der geringste Teil getrunken oder im Haushalt benutzt - über 90 Prozent verschlingt die Landwirtschaft.
Der niederländische Forscher Arjen Y. Hoekstra beschäftigt sich seit Jahren mit dem Prinzip des virtuellen Wassers
und den Folgen der internationalen Landwirtschaft. In seinem neuen Buch "Der Wasserfußabdruck der modernen Konsumgesellschaft" hat neue Zahlen zum weltweiten Wasserverbrauch veröffentlicht.
Wie viel Wasser wird für ein Kilogramm Rindfleisch fällig? Für eine Jeans? Oder für ein Kaiserbrötchen beim Bäcker um die Ecke? stern.de gibt einen Überblick, wie viel Wasser in gängige Konsumgüter fließt.