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Schlechtes Vorbild Kim Kardashian: Ihr hoher Wasserverbrauch ist nicht nur für die Umwelt problematisch

Kim Kardashian auf dem roten Teppich.
Kim Kardashian auf dem roten Teppich.
© Asatur Yesayants/Shutterstock
Kim Kardashian verbraucht in ihrer Villa mehr als 800.000 Liter Wasser. In einem Monat. Deutlich mehr als der Durchschnitt. Dabei scheint sie zu vergessen: Promis sind Vorbilder – und sollten sich auch wie welche verhalten. 

Kim Kardashian ist mal wieder in den Schlagzeilen. Allerdings nicht mit einer Outfit-Kreation oder Beauty-News – sondern mit ihrem Wasserverbrauch. In ihrer Villa hat sie einen Verbrauch von mehr als 800.000 Litern Wasser – in einem Monat, wie die Zeitung "Los Angeles Times" berichtet. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Deutsche kommt auf knappe 4000 Liter im Monat, wie "Statista" zeigt. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft "entfällt der größte Anteil des täglichen Wassergebrauchs auf Baden, Duschen und Körperpflege. An zweiter Stelle folgt mit 27 Prozent die Toilettenspülung".

Kim Kardashian verbraucht aber mehr als 200 Mal so viel. Besonders heikel: Dort, wo sie lebt – in Los Angeles, Kalifornien – ist der Wasserverbrauch aufgrund der anhaltenden Dürre streng limitiert. Schon Kinder lernen in der Schule, was es mit Kalifornien und seinem Wasserproblem auf sich hat, wie auf dem Hamburger Bildungsserver nachzulesen ist. Auch in den Nachrichten hierzulande wird darüber berichtet. "Tagesschau.de" etwa schrieb im Juni noch: "Kalifornien hat gerade einen der trockensten Frühlinge seit Jahrzehnten hinter sich. Die Landwirtschaft muss Wasser sparen und auch die Bevölkerung ist dazu aufgerufen."

Doch für Kim Kardashian scheint das nicht zu gelten. Auch ihre Schwester Kourtney sowie Sylvester Stallone, Dwyane Wade und Kevin Hart werden in dem Artikel angeprangert: Die Promis gehörten zu den mehr als 2000 Kunden, denen vom städtischen Wasserbezirk "Überschreitungsmitteilungen" ausgestellt wurden, weil sie mehrfach in Folge zu viel Wasser verbraucht hatten.

Kim Kardashian: Auch andere Promis sind Umweltsünder

Vor Kurzem erntete auch Kylie Jenner einen Shitstorm: Sie wurde ertappt, wie sie für eine Strecke von 60 Kilometern den Privatjet nutzte. Fans zeigten sich in den sozialen Medien empört. "Sie scheint sich weder für unseren Planeten zu interessieren noch für uns Menschen, die darauf leben", beschwerten sich etwa User auf Twitter. Dabei gibt sich die 25-Jährige mit ihrer veganen, tierversuchsfreien Kosmetiklinie "Kylie Cosmetics" stets umweltschonend und klimafreundlich. Auch Prominente wie Taylor Swift und Jay-Z wurden kritisiert, weil sie ihre Jets sehr oft und für kurze Strecken nutzten.

Dieses maßlose Verhalten ist nicht nur für die Umwelt problematisch. Denn Promis sind vor allem Vorbilder für ihre Fans. Die kaufen nach, was die Promis tragen oder konsumieren. Und überspitzt gefragt: Warum sollten die Menschen weniger konsumieren, wenn ihnen von ihren Vorbildern etwas anderes vorgelebt wird? Überkonsum und Maßlosigkeit sind okay, lautet die Botschaft. Und das ist problematisch. 

Die Stars sollten sich nicht nur wegen des Umweltschutzes mäßigen, sondern auch wegen ihrer Vorbildwirkung. Die Klimakrise ist ein Problem, das die gesamte Gesellschaft nur durch Zusammenhalt angehen kann. Da kann es nicht sein, dass sich einige wenige, die über große finanzielle Ressourcen verfügen, nicht daran halten (müssen). 

Quellen: "Statista", "Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft", "Hamburger Bildungsserver", "Los Angeles Times", "n-tv" "Tagesschau.de"

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