Forscher der TU Berlin arbeiten an einem speziellen Lasergerät, das die Tierart und den Frischegrad von Fleisch erkennen kann. In der Zukunft wäre das sogar als App denkbar.
Das Video im Wortlaut: Welches Fleisch kommt beim Verbraucher auf den Teller? Nach der Umdeklarierung von Pferd zu Rind oder auch nach den Gammelfleischskandalen der Vergangenheit trauen viele Menschen ihrem Braten nicht mehr. Mehr...
Forscher der Technischen Universität in Berlin arbeiten derzeit an einer Methode, mit der man dem Schwindel schon im Supermarkt auf die Schliche kommen kann. Mit einem speziellen Lasergerät können sie Fleisch verschiedener Tiersorten erkennen und gleichzeitig feststellen, wie frisch das Fleisch ist. Gemessen wird die nach ihrem indischen Entdecker benannte Raman-Streuung. Sie entsteht, wenn Licht auf ein Molekül trifft. Das Spektrum ergibt ein charakteristisches Bild, eine Art Fingerabdruck, sagt der Leiter der Arbeitsgruppe Laserspektroskopie, Heinz-Detlef Kronfeldt. O-ton Kronfeldt ("Und so können wir die meisten Sorten anhand dieses Musters, dieses Schemas, des Raman-Spektrums unterscheiden.") Python, Kamel oder Krokodil konnten die Forscher bereits problemlos unterscheiden. O-ton ("Und jetzt anlässlich des Pferdeskandals haben wir dann halt auch Pferdefleisch versucht und auch da die Rotspektren festgestellt im Vergleich zum Zebra. Und wenn ich jetzt an der Ladenkasse bin und ich habe nur Rindfleisch, dann sehe ich nur das Rindfleischspektrum. Wenn es vermischt ist, mit zum Beispiel Pferdefleisch, dann sehe ich diese Verunreinigungen, und dann muss ich die identifizieren und sagen: OK, das entspricht dem Muster des Pferdefleisches.") Und der neueste Laser ist soweit verkleinert, dass er überall einsetzbar wäre. O-ton ("Ja, man könnte sich vorstellen, dass man solch ein Gerät an jeder Ladenkasse hat. Und genau wie so ein Barcodescanner wird halt das Fleisch auch über dieses Raman-Laser gefahren. Dann kann vielleicht der Kunde sehen: grün, das Fleisch ist gut, gelb, das Fleisch sollte jetzt verzehrt werden, und ja bei rot dann ist es halt schlecht und vergammelt.") Kronfeldt sagt, dass es in vielleicht zehn Jahren Fleischscanner-Apps in Telefonen geben könnte. O-ton Kronfeldt ("Also so fern ist es nicht, von der Idee. Die Frage ist dann wieder, wer hat ein Interesse daran, dass Jeder das sofort nachprüfen kann an der Ladentheke.") Kronfeldt ist etwas überrascht, dass die von Fleischskandalen geplagte Lebensmittelindustrie noch nicht nach der Lasertechnologie nachgefragt hat. Er vermutet, dass der Einzelhandel und Konsumenten zuerst auf die neue Messtechnik zurückgreifen werden. ORT: BERLIN (DEUTSCHLAND) Schließen
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