Audi Pikes Peak quattro Peak Ass


Ein Name, der verpflichtet. Pikes Peak – der Berg der Berge. 4.300 Meter ragt er in den Rocky Mountains in die Höhe und ist das alljährliche Ziel begnadet-verrückter Rallye-Piloten. Drei Siege holte Audi beim legendären „Pikes Peak International Hill Climb Race“. Den letzten 1987 mit dem Audi Sport quattro S1, den Walter Röhrl in 10 Minuten und 47 Sekunden über die knapp 21 Kilometer jagte.

Ein Name, der verpflichtet. Pikes Peak – der Berg der Berge. 4.300 Meter ragt er in den Rocky Mountains in die Höhe und ist das alljährliche Ziel begnadet-verrückter Rallye-Piloten. Drei Siege holte Audi beim legendären "Pikes Peak International Hill Climb Race". Den letzten 1987 mit dem Audi Sport quattro S1, den Walter Röhrl in 10 Minuten und 47 Sekunden über die knapp 21 Kilometer jagte.

Mit dem Pikes Peak quattro erinnert man sich nun bei Audi der erfolgreichen Vergangenheit – ohne dabei an diese anknüpfen zu wollen. Der lang gestreckter Soft-Offroader (SUV) mit Platz für 4+2 Passagiere kann von den brachialen Einsätzen seiner Vorfahren nur träumen. Um ganz tief im Matsch zu wühlen, fehlt es der Studie einfach am passenden Equipment.

Kein Gelände-Schnickschnack
So teilt sich der Pikes Peak zwar die Bodengruppe mit VW Touareg und Porsche Cayenne – muss aber beinahe alles verzichten, was den beiden Geschwistern im Geländeeinsatz das Vorankommen vereinfacht. Eine Geländeuntersetzung und mechanische Differentialsperren sucht man vergebens. Der große Audi soll vor allem auf der Straße eine gute Figur machen. Dafür muss eine elektronische Differentialsperre und die bewährte adaptive Luftfederung reichen.

Markanter Kühlergrill


Optisch verzichtet die zukünftige Trumpf-Karte der Ingolstädter Autobauer beinahe völlig auf übertriebene Effekthascherei. Die klassische SUV-Form wurde von den Designern lediglich den Audi-Ansprüchen angepasst und überarbeitet. Vor allem das kuppelförmige Dach sorgt dafür, dass Audis Klettermaxe wesentlich kompakter wirkt als der Rest der SUV-Sippe. Einzig der Doppel-Kühlergrill mit den auffälligen Verstrebungen darf selbstbewusst protzen.

Ansonsten entziehen sich die interessantesten Technik-Spielereien dem Auge des Betrachters beinahe völlig. In den Heckleuchten musste die gute alte Glühbirne helleren LEDs Platz machen, und die Türgriffe sind nur sichtbar, wenn sich der Fahrer seinem Fahrzeug nähert – natürlich mit dem passenden Schlüssel in der Tasche.

Fahrerassistent


Während der Fahrt wacht ein optischer Sensor darüber, dass sich der Pseudo-Offroader möglichst nie mit den Gegebenheiten abseits der Piste auseinandersetzen muss. Verlässt das Fahrzeug die Spur und nähert sich der Fahrbahnmarkierung, tut der Fahrerassistent seinen Unmut darüber mittels eines Warntons und vibrierendem Lenkrad kund.

Blickt man unter die stark profilierte Motorhaube, macht ein solcher Fahrerassistent durchaus Sinn. 500 PS oder 368 Kilowatt schöpft der Achtzylinder mit Biturbo-Aufladung aus dem ihm zur Verfügung stehenden Hubraum. Der Treibsatz ist aus dem Audi RS6 einschlägig bekannt und wurde zwecks Einbau in die Studie lediglich mit der Benzindirekteinspritzung FSI verheiratet. Die Leistungsausbeute ist beträchtlich. In fünf Sekunden knackt der Audi die 100er-Marke. Erst bei 250 Sachen setzt die Elektronik der Beschleunigungsorgie ein Ende. Dass bei 630 Newtonmetern durchaus Spielraum für mehr wäre, versteht sich von selbst.

Jochen Knecht

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