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AUTO: Der Überraschungs-Porsche

Einen Porsche mit einem Überraschungs-Ei zu vergleichen zeugt nicht von einem respektvollen Umgang mit der Traditionsmarke, trifft die Eigenschaften des Cayenne aber ziemlich genau.

Einen Porsche mit einem Überraschungs-Ei zu vergleichen zeugt vielleicht nicht gerade von einem respektvollen Umgang mit der Traditionsmarke, trifft die Eigenschaften des neuen Porsche aber ziemlich genau. Der Cayenne soll, verrät uns das Porsche-Marketing-Deutsch, gleich mehrere Vorzüge in sich vereinen: sportlich, geländetauglich und erfolgreich. Wie das berühmte Schokoladen-Ei eben (was zum Spielen, und zum Basteln und Schokolade ...).

Umkämpfter Markt

Verlässt man sich auf die ersten, offiziellen Bilder, könnte der neue Porsche tatsächlich zu einer Art »Über-SUV« aufsteigen. Alles andere als die Spitzenposition in diesem Segment könnte sich Porsche auch gar nicht erlauben. Die Zuffenhausener haben sich, in Zusammenarbeit mit Volkswagen, reichlich spät auf das Abenteuer »Freizeit-Offroader« eingelassen. Die schicken Asphalt-Wühler von Mercedes und BMW haben sich längst etabliert. Dementsprechend sorgfältig vorbereitet erscheint nun auch die Porsche-Offensive.

Mutiges Design

Zwei Versionen des Cayenne wird Porsche ab Herbst bei den Händlern stehen haben, den Cayenne S sowie den Cayenne Turbo. Von außen sehen beide aus, wie ein explodierter 911er, der sich kurz vorher noch mit einem Boxster gepaart hat. Irgendwie Porsche, aber auch irgendwie anders.

Kraft pur

Unter der langen Motorhaube schlummern zwei nagelneue Achtzylinder. Als Einstiegsmodell tritt der Cayenne S mit 340 PS (250 kW) Leistung an, muss aber im Vergleich zum Top-Modell ohne Turbolader auskommen. Die aufgeladene Cayenne-Version bringt es auf happige 450 PS (331 kW) und ein Drehmoment von 620 Newtonmeter. Den Sprint von 0 auf 100 km/h soll der Turbo in nur 5,6 Sekunden hinter sich bringen.

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Wer nach der Arbeit gerne mal durch leichtes Gelände nach Hause pflügen möchte, wird den Porsche-Entwicklern sicherlich für den permanenten Allrad-Antrieb, die Längs-Sperre und das Reduktionsgetriebe dankbar sein.

Um 70.000 Euro

Wer bereit ist, in einen Zwitter aus Sportwagen und Geländewagen um die 70.000 Euro zu investieren, sollte noch genügend Spielraum für die Anschaffung eine Anhängers haben. Der Cayenne nimmt bei Bedarf eine Anhängelast von 3,5 Tonnen an den Haken.

Jochen Knecht

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