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BMW Concept CS: Boss am Steuer

"Johann, Sie haben heute frei!" Der BMW CS könnte Chauffeure arbeitslos machen. BMW stellt die viertürige Gran Turismo-Studie jetzt in Shanghai vor. Die Konkurrenten heißen CLS, Quattroporte oder Porsche Panamera.

Es gibt Autos, die benötigen keine Lichthupe. Der Concept CS wird so ein Auto sein - falls er jemals in Serie geht. Der 5,10 Meter lange viertürige Gran Turismo scheint geradezu verwachsen mit der Straße. Selten wirkte ein BMW so breit und tief - er misst in der Höhe nur 1,36 Meter. Unter den ausgestellten Radhäusern warten Leichtmetallräder mit 21 Zoll und breiten Reifen ungeduldig auf Fahrbahnkontakt. Die Scheinwerfer setzen den grimmigen Augenaufschlag der aktuellen Modelle konsequent fort, und die BMW-Niere dürfte die größte sein, die jemals konstruiert wurde. Die breiten Rippen sehen aus, als könnten sie kleine Vögel spurlos verschlucken.

Der CS hat einen tiefen Schwerpunkt und einen extrem langen Radstand. Die sanften Rundungen der Haube fließen über das niedrige Dach in einem eleganten Bogen nach unten, bis sie durch die hohe Kofferraumkante unterbrochen werden. Am Heck lugen die Auspuffrohre durch trapezförmige Öffnungen. Für einen Schuss Leichtigkeit sorgen die filigranen Außenspiegel, die ein wenig wie kleine Flügel aussehen.

Angriff auf die Edel-Coupés

"Design ist und bleibt ein wesentliches Differenzierungsmerkmal für BMW. Unsere Kunden wollen ein Gesicht in der Menge", sagte BMW-Vorstand Norbert Reithofer auf der Automesse in Shanghai, wo die Studie jetzt präsentiert wurde: "Der CS zeigt, wie wir uns einen BMW typisch interpretierten Gran Turismo vorstellen können, der Fahrfreude und Reisekomfort zugleich bietet." Damit startet BMW einen Generalangriff auf Maserati, Mercedes oder Porsche, wo elegante viertürige Coupés schon länger bereit stehen oder (wie beim Panamera) noch in der Mache sind.

Innen geht es gediegen zu im CS Concept. Braunes Leder sorgt auf allen vier Sitzen für eine warme Atmosphäre. Die Mittelkonsole reicht von vorn bis zu den Rücksitzen. Leder kommt auch an der Instrumententafel und den Türverkleidungen zum Einsatz. Sogar die Flanken des Dachhimmels sind mit Leder bezogen. Das Einzelsitz-Konzept im Fond - übrigens mit Sportsitzen - sorgt für große Bein- und Ellenbogenfreiheit aller Passagiere. Die tiefe Sitzposition des Fahrers soll einen perfekten Kontakt zur Fahrbahn vermitteln. Details über Technik und Motoren geben die Münchner noch nicht bekannt. Eins ist aber sicher: Der Concept CS ist ein Hecktriebler.

Große Tradition

Der Name CS hat bei BMW einen besonderen Klang. Bis 1970 gab es den 2000 CS. Das elegante Coupé mit den breiten Frontscheinwerfern kam ohne B-Säule aus und hatte besonders filigrane A- und C-Säulen. Der Nachfolger kam 1971 und prägte mit den runden Doppelscheinwerfern das BMW-Gesicht für Jahrzehnte. Der 3.0 CS wurde in verschiedenen Leistungsvarianten bis 1975 gebaut. Das Coupé hatte einen Sechszylinder-Vergasermotor mit 180 PS. Nach den Vergaser-Versionen brachte BMW im Herbst 1971 den 3.0 CSi heraus. Sein Sechszylinder-Motor hatte eine elektronische Benzineinspritzung von Bosch, leistete 200 PS bei 5500 Umdrehungen und war 220 Km/h schnell. Die Beschleunigung lag bei etwa 7,3 Sekunden von 0 auf 100 - das ist selbst für heutige Verhältnisse ein beeindruckender Wert. Neben dem sportlichen Charakter setzte BMW damals alles daran, durch Luxusoptionen an den Erzfeind Mercedes heranzukommen.

Der neue CS Concept greift viele Tugenden seiner Vorgänger auf. Eines aber dürfte er garantiert nicht sein: Ein Chauffeur-Auto. So könnte CS auch für "Chef fährt selbst" stehen. "Der maximale Reiz des CS erwächst aus dem Vergnügen, eigenhändig das Lenkrad zu übernehmen", heißt es bei BMW.

Pressinform / PRESSINFORM
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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