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Citi Golf: Rolling, rolling, rolling

Er läuft und läuft und läuft - doch jetzt gilt das alte Werbemotto nicht mehr für den legendären Käfer, sondern für dessen Nachfolger, die erste Version des VW Golf.

Er läuft und läuft und läuft - doch jetzt gilt das alte Werbemotto nicht mehr für den legendären Käfer, sondern für dessen Nachfolger, die erste Version des VW Golf. In Europa wurde das 1974 eingeführte Modell nur neun Jahre lang gebaut - in Südafrika läuft der Klassiker immer noch vom Band und gilt als preiswertes Einsteiger-Modell neben neueren Golf-Versionen. Ende 2002 hielt der als "Citi Golf" vermarktete Typ noch einen Marktanteil von 5,7 Prozent. In Europa kommt unterdessen bereits die fünfte Golf- Generation auf die Straßen.

Ein "Erfolg ohnegleichen"

Mehr als 670.000 mal verkaufte sich der Golf am Kap, seit die ersten Modelle 1978 im VW-Werk Uitenhagen vom Band liefen. "Er war ein Erfolg ohnegleichen, ein Marktführer und ein konstanter Bestseller in einem höchst umkämpften Segment", würdigte der Wolfsburger Autohersteller diese Woche seinen Erfolg. Das 25. Jubiläum feierte das Unternehmen am Kap gerade mit einer Modellpflege des Oldtimers, dem neben einem neuen Interieur einige Design- Retuschen verpasst wurden.

"Innovatives" Recycling

Auch wenn der kantige Golf im Vergleich zur 70 Jahre lang gebauten Käfer-Legende geradezu ein Jüngling ist, hat er sich doch bereits eine große Fan-Gemeinde erobert. Als "innovativ" präsentiert VW heute die Idee, nach Absatzproblemen des 1984 eingeführten Golf II den Vorgänger-Typ zu überarbeiten und mit großem Marketing-Aufwand als quasi neues "Billig-Auto für Einsteiger" unter dem jugendlich klingenden Namen "Citi" auf den Markt zu bringen.

Mehr Facelifts als Michael Jackson

"Seit 1984 musste VW jedes Jahr das Produktionsvolumen steigern, weil Popularität und Marktanteil des "Citi" stiegen", zeigt sich VW heute stolz. Ergänzt wurde die "Citi"-Palette 1995 noch um den "Chico", der mit seinem 1,4 Liter-Motor zu einem Preis von 66270 Rand (8.250 Euro) das günstigste Modell des Ur-Golf darstellt. Bei diesem Preis können nach Ansicht von Automobilhändlern nur noch italienische oder japanische Kleinwagen konkurrieren. "Während so mancher argumentieren mag, dass der Citi-Golf in den letzten Jahren mehr Facelifts erhalten hat als Michael Jackson, bleibt er noch immer so populär wie eh und je", meinte die Zeitung "Citizen".

In einem Land, in dem die Haushalts-Einkommen auch zehn Jahre nach dem Fall der Apartheid extrem ungleich verteilt sind, zieht der Golf- Urahn Frauen und Männer gleichzeitig an. "Sie sind überwiegend im Alter zwischen 25 und 34, obwohl mehr als ein Viertel der Citi-Fahrer älter als 35 Jahre alt ist", heißt es in einer VW-Erklärung. Das Durchschnittseinkommen dieser Gruppe liegt nach diesen Erkenntnissen zwischen 5.000 und 10.000 Rand (625 - 1.250 Euro).

Während VW das Jubiläum seines meistverkauften Modells in Südafrika lediglich im kleinen Kreise beging, steht für kommendes Jahr in Deutschland eine größere Feier an. Denn der inzwischen in allen Generationen mehr als 22 Millionen Mal verkaufte Golf wird im kommenden Januar 30 Jahre alt. Die Produktion begann im Januar 1974 im Stammwerk Wolfsburg.

Ralf E. Krüger, dpa / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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