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Kampf um die Reichweite 700 Millionen Dollar-Investition für neue Tesla-Batterie

Ein Tesla-Auto parkt an einer Ladestelle
Eine millionenschwere Investition soll den Tesla-Autos eine effizientere Batterie bereitstellen (Symbolfoto)
© HARALD SCHNEIDER / APA / picturedesk.com | HARALD SCHNEIDER / Picture Alliance
Die Autos von Tesla könnten künftig einen ordentlichen Schub Reichweite dazu bekommen. Der japanische Elektronikkonzern Panasonic hat angekündigt, über 700 Millionen US-Dollar für die Entwicklung einer neuen Batterie zu investieren. Profitieren soll davon zunächst Tesla.

Das Rennen um die reichweitenstarke Batterie für Elektroautos geht weiter. Tesla wird bald offenbar auf eine neue Batterie setzen können, die nicht nur günstiger in der Herstellung sein, sondern auch eine größere Reichweite liefern soll.

Panasonic plant, ab kommenden Jahr mit der Massenfertigung einer neuen Lithium-Ionen-Batterie für die Fahrzeuge des US-Autobauers zu beginnen. Dafür investiert der japanische Elektronikkonzern gut 700 Millionen US-Dollar.

Die neue Batterie soll die Reichweite um mehr als 15 Prozent erhöhen. Panasonic verspricht die "weltweit größte Reichweite pro Batteriegewicht". Das wiederum soll die Umstellung auf Elektroautos beschleunigen.

Das japanische Unternehmen hatte erstmals vergangenen Oktober den neuen Akku mit der Bezeichnung "4680" vorgestellt, welcher seine Bezeichnung aufgrund seiner 4680 Batteriezellen trägt. Dieser soll eine fünffach größere Kapazität wie die derzeit von Tesla verwendeten Batteriesysteme haben soll. Somit sollen weniger Batterien nötig werden, um die gleiche Leistung zu erzielen. 

Jährliche Produktion für 150.000 Elektrofahrzeuge

Zur Produktion der neuen Batterie will Panasonic sein Werk in der Präfektur Wakayama im Westen von Japan erweitern. Der Betrieb soll in diesem Jahr teilweise aufgenommen werden, bevor er im nächsten Jahr in die Massenfertigung übergehen soll. Das Unternehmen erwartet, dass die jährliche Produktionskapazität bei etwa zehn Gigawatt liegen wird, was 150.000 Elektrofahrzeugen entsprechen soll.

"Wir untersuchen verschiedene Optionen für die Massenproduktion, einschließlich einer Testproduktionslinie, die wir in diesem Geschäftsjahr aufbauen. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir jedoch noch nichts ankündigen", sagte Panasonic in einer Erklärung, der Nachrichtenagentur Reuters zugesandt wurde.

Nach Tesla sollen auch andere Hersteller Batterie nutzen können

Den Erwartungen zufolge soll die neue Batterie eine Kostenersparnis von 10 bis 20 Prozent bringen. Laut Panasonic machen Batterien 30 Prozent der Gesamtkosten eines Elektrofahrzeugs aus.

Nach eigenen Angaben will der Elektronikkonzern die an die Batteriehersteller CATL und Batteriehersteller LG Chem verlorenen Marktanteile in der Batterieproduktion für Tesla-Fahrzeuge zurückgewinnen. Nach der Lieferung an Tesla strebt Panasonic an, die Batterie künftig auch andere Autohersteller zu liefern. Damals gab es allerdings Annahmen, wonach der neue Akku vorerst nur in teureren Tesla-Fahrzeugen zum Einsatz kommen könnte.

Quellen: Nikkei, Reuters

nk

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