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Niedrigere Produktionskosten erwartet Tesla: Neuer Akku-Prototyp bringt fünffache Leistung pro Zelle

Tesla-Autos sollen bald mit einer deutlich leistungsfähigeren Batterie auf den Markt kommen (Symbolfoto)
Tesla-Autos sollen bald mit einer deutlich leistungsfähigeren Batterie auf den Markt kommen (Symbolfoto)
© Tang Ke / Costfoto / Picture Alliance
Tesla-Autos sollen bald einen Akku mit fünffacher Leistung pro Batteriezelle bekommen. Der japanische Elektronikkonzern Panasonic hat einen entsprechenden Prototypen vorgestellt. Durch den neuen Akku sollen weniger Batteriezellen nötig werden.

Panasonic hat den neuen Akku mit der Bezeichnung "4680" vergangenen Montag vorgestellt. Bei einem Rundtischgespräch mit Medienvertretern zeigte Panasonic-Geschäftsführer Kazuo Tadanobu den Prototypen, welcher eine fünffach größere Kapazität wie die derzeit von Tesla verwendeten Batteriesysteme haben soll. Darüber berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur "Reuters".

Panasonic ist bislang der einzige Hersteller der Batterie mit den 4680-Zellen (46 Millimeter breit und 80 Millimeter hoch). "Wir haben dies aufgrund des starken Wunsches der anderen Partei entwickelt, und wir denken, dass dies nur zu stärkeren Beziehungen führen kann", teilte Tadanobu mit. Durch den neuen Akku sollen weniger Batterien nötig werden, um die gleiche Leistung zu erzielen. Außerdem will Tesla durch dessen Einsatz seine Produktionskosten verringern.

Panasonic nicht alleiniger Batteriehersteller von Tesla 

Im Frühjahr hatte der japanische Elektronikkonzern nach eigenen Angaben alle seine Tesla-Anteile verkauft und wollte sich unabhängiger machen, gab Panasonic bekannt. Schließlich wollten die Japaner auch andere Autobauer als Kunden aufnehmen. Die beiden Unternehmen betreiben aber nach wie vor gemeinsam Teslas Batterie-Gigafabrik im US-Bundesstaat Nevada, Panasonic entwickelt seit über einem Jahrzehnt Batterien für Tesla. Der neue Batterieprototyp ist ein Zeichen für eine weitere Zusammenarbeit zwischen Tesla und Panasonic.

Tadanobu sagte am Montag aber auch, dass Panasonic keine billigeren Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien (LFP) für preiswertere Elektrofahrzeuge entwickeln wolle. LFP-Batterien werden zu 95 Prozent in China hergestellt und gelten als billiger und sicherer als nickelbasierte Batterien, haben aber eine geringere Energiedichte und müssen häufiger aufgeladen werden. Der neue "4680"-Akku von Panasonic besteht aus einer Nickel-Kobal-Aluminium-Mischung.

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Neuer Akku kommt voraussichtlich in teureren Modellen zum Einsatz

Da Tesla weiter auch auf die LFP-Akkus setzen wird, wird der Elektroautobauer für einige in China hergestellte Model 3 und Model Y sowie für das Einstiegsmodell Model 3 in den Vereinigten Staaten weiter unter anderem mit dem chinesischen Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology kooperieren wird. 

Der neue Akku von Panasonic dürfte hingegen vorerst nur in teureren Tesla-Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Dessen Produktion soll bis März 2022 in Betrieb gehen. Bis zum Jahr 2030 will Tesla die Produktion um das Hundertfache steigern. 

Quellen:Reutersntv


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