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Porsche Cayenne Turbo S: Wüstenschiff deluxe

Für all jene, denen sehr stark nicht stark genug ist, präsentiert Porsche den mit 521 PS stärksten Offroader der SUV-Szene. stern.de testete die sportliche S-Version des Cayenne Turbo in der Wüste Dubais.

Von Frauke Hansen, Dubai

Hand aufs Herz - steckt nicht in jedem von uns ein kleiner Abenteurer? Die Aussicht, durch eine nicht enden wollende Dünenlandschaft zu heizen, umgeben von Sand, Sand und noch mehr Sand - das lässt niemanden kalt. Porsche weiß um diese Urlust des Menschen und setzt dem Abenteuerlustigen genau das Richtige unter den Hintern: den sportlichen Cayenne Turbo S. Mit der immensen Kraft von 521 Pferden unter der Motorhaube wahrlich kein träges Karawanentier - ein spritziges Wüstenschiff deluxe.

Gnadenlos brennt die Sonne, das Thermometer in der Wüste Dubais zeigt erbarmungslose 39 Grad Celsius. Der Blick wandert über hohe Dünen aus rotem Wüstensand. Etwas flimmert am Horizont - eine Fata Morgana, denkt der verwunderte Indiana Jones in spe. Noch bevor das Flimmern Konturen annimmt, ist ein kraftvolles, tiefes Röhren zu hören, das den Adrenalinspiegel nach oben schnellen lässt. Plötzlich taucht ein glänzender Geländewagen auf der Kuppe einer Düne auf - da ist das Spielzeug, endlich kann es losgehen.

Gas und Spaß

Ab hinters Steuer, den Luftdruck verringert, das Stabilitätsprogramm ausgeschaltet. "Nie vergessen: Auf keinen Fall bremsen, immer Gas geben. Gaaaaas!", weist der zackige Wüstenguide den Hobby-Abenteurer an. Der tut wie befohlen und jetzt wird klar, warum die 450 PS des Vorgängers Cayenne Turbo (dem ohne "S") nicht reichen und es unbedingt 521 Pferdchen sein müssen: Für einen Abstecher in die Wüste kann ein Auto nicht genügend Leistung haben. Wenn es darum geht, hohe Dünen zu überwinden und sich durch tiefen weichen Sand zu arbeiten, ist jede Pferdestärke Gold wert. Mit wohldosiertem Gasfuß meistert der Turbo S diese Herausforderungen mühelos. Ist die Abenteuerlust noch nicht ganz geweckt, spätestens jetzt ist sie hellwach. Das Kraftpaket aus Stuttgart-Zuffenhausen brüllt, wirft mit brachialer Gewalt seine 2,4 Tonnen Gewicht über jede noch so hohe Düne und nimmt die Kurven so rasant, dass es Unmengen an Sand regnet. Da wird selbst die biederste Hausfrau zur potentiellen Rallye Dakar-Teilnehmerin.

In den Porsche-Ingenieuren schlagen Tuner-Herzen, dass merkt man bei jedem gefahrenen Meter. So wurde der Ladeluftkühler des Vorgängers minimal modifiziert, die Wärmetauscher bestehen nun komplett aus Aluminium und sind um 13 Millimeter größer als beim Turbo. Der Wirkungsgrad wird erhöht und der Kühler-Durchfluss verbessert. Enorme Kraft ist das Ergebnis.

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Gepfefferte Dimensionen

Nicht allein der Spaßfaktor klettert nach oben, auch der Spritverbrauch erreicht gepfefferte Dimensionen. Gibt der Hersteller einen normierten Verbrauchswert von immensen 15,7 Litern Super Plus pro 100 km an, präsentiert sich der Porsche im Praxistest sehr viel durstiger. In der Wüste kann der Verbrauch leicht die 30-Liter-Marke kratzen, auf der Autobahn meldet der Bordcomputer einen Benzinverbrauch von weit über 20 Litern pro 100 km. Reicher Ölprinz müsste man da sein.

Der neue Cayenne mit seinem 4,5 Liter großen V8-Motor ist nach dem Carrera GT der stärkste, straßenzugelassene Wagen der Stuttgarter Autobauer. Das hat seinen Preis: Um einen Cayenne Turbo S sein Eigen zu nennen, muss der gutbetuchte Interessent tief in die Tasche greifen. Für den stolzen Basispreis von 117.573 Euro ist der Porsche-Offroader ab März in Deutschland zu haben.

Ein Touch Noblesse

Der Spaß geht weiter: Nach dem Trip durch die Wüste geht es auf die Autobahn - hier merkt man, dass die Eltern des Cayenne Turbo S Sportwagenhersteller sind. Die nackten Zahlen im Informationsheftchen werden zu einem berauschenden Gefühl. Ohne Schwierigkeiten sprintet der Porsche in nur 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. In derselben Zeit schafft er es von 80 auf 120 km/h - der Überholvorgang wird zum Rallye-Erlebnis. Trotzdem schießt der SUV ziemlich cool und gelassen an langsameren Verkehrsteilnehmern vorbei. Bis 200 km/h verliert der Cayenne Turbo S kaum an Spontaneität, bei 270 Sachen allerdings ist Schluss. Der Fahrer ist fast froh darüber, denn die Fahrt über 200 km/h verlangt aufgrund des durch die riesige Stirnfläche erzeugten Luftwiderstandes höchste Konzentration.

Dass das Abenteuer "Wüstenausflug" einen Touch Noblesse erhält, liegt an der umfangreichen Serienausstattung, die bei anderen Porsche-Modellen normalerweise extra bezahlt werden muss. Das Interior präsentiert sich edel, Porsche hat fast alle Oberflächen mit Leder überzogen. Kleine Details, wie die Porsche-Symbol-Prägungen in den Kopfstützen der Vordersitze, machen eine Menge her. Die Vordersitze sind elektrisch verstellbar und allen Insassen wird viel Beinfreiheit geboten, so dass man beim Ritt über die Dünen ohne blaue Flecken davon kommt. Bei extremen Wüstentemperaturen unverzichtbar ist die automatische Klimaanlage. Lechzen Fahrer und Beifahrer nach Wasser, erweist sich der Getränke-Halter in der Mittelkonsole als Geschenk des Porsche-Himmels. Für den perfekten Sound sorgt eine Bosse-Anlage, Park-Assistent und Kommunikationssystem sind ebenfalls serienmäßig. Die Dunkelheit erhellen Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht. Auf den Straßen des reichen Wüstenstaates Dubai gehört ein teurer Geländewagen zum guten Ton, die neue Cayenne-Version fällt hier nicht weiter auf. Was daran liegen könnte, dass er nur durch den dezenten "Cayenne Turbo S"-Schriftzug am Heck und die 20 Zoll großen SportTechno-Räder zu erkennen ist, denn der Porsche gibt sich äußerlich betont zurückhaltend und ähnelt seinem großen Bruder Turbo S frappierend. Wer von außen ein wenig Extravaganz beweisen möchte, kann sich seinen Wagen in der Exklusivlackierung "Marineblau-Metallic" bestellen.

Höher, schneller, weiter

Das sechsgängige Tiptronic-Getriebe des SUVs ist selbst für Anfänger leicht zu fahren, bei Bedarf kann manuell über das Lenkrad geschaltet werden. Wenn auf einsamen Wüstenstraßen plötzlich Kamele den Weg kreuzen, ist der Fahrer für die schnell greifenden, bissigen Bremsen dankbar. Eine ungebremste Fahrt über Straßenschwellen kann dem Fahrwerk und dem Komfort des Fahrers nichts anhaben, die Luftfederung mit variablem Dämpfersystem lässt die Insassen wie in einem weichen Daunenbett dahin gleiten.

Höher, schneller, weiter - Porsche lebt dieses Motto mit dem Cayenne Turbo S voll aus. Zugegeben: Die 450 PS des Vorgängers hätten es auch getan und die hohen Preise für Wagen und Sprit tun weh. Doch wie singen die Musiker von Depeche Mode so schön? "I just can't get enough". In diesem Sinne: stark ist manchmal einfach nicht stark genug. Und mal ehrlich - was tut man nicht alles dafür, um ein kleines Abenteuer zu erleben? Vor allem, wenn es so viel Spaß macht?

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(