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Porsche Cayman S: Das berühmte erste Mal

Der neue Porsche Cayman S ist für Männer ein Traumauto. Doch auch die Damenwelt entdeckt den "Alligator" für sich - nicht als Beifahrerin, sondern als begeisterte Gasgeberin.

Von Frauke Hansen

Wenn sich Dunkelheit über die Welt legt und der Sandmann in müden Männerköpfen Einzug hält, dann träumen die jüngeren unter ihnen von Pamela Anderson. Die Älteren hingegen lassen ein anderes wohlgeformtes Wesen in ihre Träume: den Porsche. Aber wenn er vor ihr steht, würde sich auch keine Dame einer Fahrt mit dem neuen Porsche Cayman S verwehren. Wie das erste Male so an sich haben, ist die erste Fahrt ein einschneidendes Ereignis und wird mit Spannung erwartet.

Der "Alligator", silbern glänzend, steht auffordernd vor der Sportwagenfahrerin in spe und wartet darauf, zum Schnurren gebracht zu werden. Das erste Mal im Wagen sitzen, das erste Mal Gas geben - fühlt sich gut an. Gibt sich ein "gewöhnlicher" Wagen bei Stadtgeschwindigkeit leise und unaufgeregt, schnurrt der Porsche immer lauter, fängt an zu brüllen und macht auch den unaufmerksamsten Verkehrsteilnehmer hellwach. Ein Sportwagen will nun mal im Mittelpunkt stehen. Auf der Autobahn endlich freie Fahrt - und schnell stellt sich ein Dauergrinsen ein. 295 PS sind sehr reizvoll, der Begriff "Geschwindigkeitsrausch" nimmt klarere Züge an. Langsam wird deutlich, warum ein Porsche bei so vielen Herren der Schöpfung Hauptdarsteller ihrer leidenschaftlichen Träume ist. Selbst bei romantisch-trübem Nieselregen im kalten Winter wird die Fahrt im Porsche zum Abenteuer.

Stil, Eleganz und gehobene Coolness

Mit diesem Wagen kann man Männer beeindrucken - junge wie alte. Herren im besten Alter bleiben stehen und lächeln der Fahrerin anerkennend zu, als wollten sie sagen: "Gute Wahl, meine Dame". Jungspunde, noch grün hinter den Ohren, checken Wagen und Inhalt ab und wünschen sich wohl im Stillen selbst so einen Wagen für die Führerschein-Zeit in drei oder vier Jahren.

Man kann über den Porsche sagen, was man will, eins kann niemand leugnen: Der Cayman sieht einfach gut aus. Sanft geschwungene Linien, ein schräg abfallendes Dach, Ferrari-Kotflügel und eine schwungvolle Rückansicht. Durch die mit vertikalen Streben durchzogenen Luftloch-Kiemen wirkt die Außenansicht des Caymans wie die kleine Alligator-Art, dem der Zweisitzer seinen Namen verdankt: extrem bissig. So ist er kein Wagen für impotente Herren, die die 60 schon lange überschritten haben, dies aber nicht wahrhaben wollen und auch kein Auto für zwanzigjährige Techno-Fans. Der Porsche verströmt vielmehr Stil, Eleganz und gehobene Coolness.

Das erste Mal: Eine positive Erinnerung

Das Cockpit hält sich nicht mit übertriebener Ausstattung auf, sondern präsentiert sich schlicht, aber edel. Porsche beschränkt sich auf drei ergonomisch geschwungene, miteinander verbundene Anzeigen. Überfüllter Schnickschnack würde die Aufmerksamkeit nur von der Straße ziehen - die ist bei Höchstgeschwindigkeiten von 275 km/h dringend notwendig. Die leider nicht serienmäßige Lederausstattung sieht gut aus und macht eine Menge her. Besonderes Schmankerl für Kaffee- und Getränkefans: die Becherhalter auf der Beifahrerseite. Ein Plus ist auch der vergleichsweise große Kofferraum.

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Ein Problem allerdings tut sich für die Damenwelt dann doch auf: Den Wagen mit einem Rock möglichst galant zu betreten und zu verlassen benötigt großes akrobatisches Talent. Denn der Porsche ist - wie jeder gute Sportwagen - sehr tief. Aber Übung macht bekanntlich den Meister und nach der ersten Probefahrt juckt es Frau in der Geldbörse. Für rund 58.000 Euro ist das Übungsobjekt Cayman S zu haben.

Nach dieser Demonstration von Geschwindigkeit, Antlitz und Imponierfähigkeit des Porsches fällt das Fazit eindeutig aus: Die Fahrt wird sich für immer ins Gedächtnis brennen - und zumindest dieses erste Mal wird eine positive Erinnerung bleiben.

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