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Rolls Royce Drophead: Yacht auf Rädern

Auf der Detroit Motor Show ringt der neue Rolls Royce Phantom Drophead mit dem Mercedes Ocean Drive um den Titel des schönsten Cabriolets. Vorteil Rolls: Der Phantom steht schon bald beim Händler.

Knapp drei Jahre haben sich Briten Zeit gelassen, ehe sie die Serienversion des Drophead Coupés endlich der Öffentlichkeit präsentierten. Nach verschiedenen Messeauftritten rund um den Globus kann sich die erlauchte Kundschaft nun wirklich auf das seit langem wohl exklusivste Cabriolet freuen. Aus der grandiosen Konzeptstudie 100EX, die erstmals auf dem Genfer Salon 2004 zu bestaunen war, wurde letztlich nun das Phantom Drophead Coupé.

Ein Augenschmaus sind allein schon die elitären Abmessungen, die stählerne Motorhaube und die hinten angeschlagenen Türen. Der offene Phantom ist der erste Rolls Royce in der 103jährigen Firmengeschichte, dessen Kühlergrill niedriger als die Motorhaube selbst ist.

Dicker Dampfer trotz Leichtbau

Als Plattform für den 5,61 Meter langen Viersitzer diente der geschlossene Phantom. Technik und die Konstruktion des Chassis in Leichtbauweise mit Aluminium-Rohrrahmen sind weitgehend identisch. Angetrieben wird der real geworbene Autotraum von einem 6,75 Liter großen V12, der schon jetzt die Limousine antreibt und 453 PS sowie 720 Nm Drehmoment leistet. Die Studie sah noch nach einem 9-Liter-V16-Triebwerk aus. Aber so sehr in die Vollen gehen wollten die Briten denn wohl doch nicht.

Die Spitze liegt bei abgeregelten 240 km/h. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft das über 2,5 Tonnen schwere Cabrio-Coupé in knapp sechs Sekunden. Howard Mosher, Vertriebsleiter in Goodwood: "Cabriolet-Modelle haben immer eine wichtige Rolle in der Geschichte unseres Unternehmens gespielt. Diese Tradition im 21. Jahrhundert fortzuführen, erfüllt uns mit Stolz."

Picknick-Service

Gedacht haben die Briten auch an den stilgerechten Genuß nicht nur beim Fahren. Picknick zum Beispiel. Die umlegbare hintere Kofferraumwand wird abseits des Landsitzes im Handumdrehen zu einer Sitzbank mit einer Tragfähigkeit von 150 Kilogramm. Wer in trauter Zweisamkeit Händchen halten möchte, sollte sich also vorher über das eigene Gewicht und das der Begleitung im Klaren sein. Doch die Klappe erfüllt als Ladehilfe für den 315 Liter großen Kofferraum auch einen profan praktischen Nutzen.

Gefertigt wird das Cabriolet, das auf den Codenamen RR02 hört, in den traditionsreichen Produktionshallen in Goodwood, wo seit dem Jahre 2002 kein offener Rolls mehr montiert wurde. Obwohl in der Öffentlichkeit bisher nur die seriennahe Studie bekannt war, liegen bei Rolls Royce bereits über 200 Vorbestellungen für den offenen Phantom vor. Der Preis wird mit über 400.000 Euro angegeben.

Pressinform / PRESSINFORM
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