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VW-Dieselskandal: ADAC will VW auf die Finger sehen

VW muss alle Schummel-Diesel nachbessern. Ausgerechnet die Abstimmungs-Schummler vom ADAC wollen nun sicherstellen, dass die Aktion nicht zu einem höheren Verbrauch führt. Den Kunden kann die Kontrolle nur freuen.

ADAC VW Dieselskandal

Der ADAC nimmt die Dieselumrüstung von VW unter die Lupe.

Der Countdown für den Rückruf der vom VW-Skandal betroffenen Diesel-Fahrzeuge tickt. Aber wirklich gut läuft es nicht für VW. Schon bevor das erste Auto umgerüstet wird, zeigt sich, dass der Konzern seine Kunden je nach Land unterschiedlich behandeln wird. Während in den USA Gutscheine  und andere Goodwill-Aktionen an die Kunden verteilt werden, will VW in Europa von Wiedergutmachungspräsenten nichts wissen. 

Mit einer Umrüstung sollen die Wagen zulassungsfähig gemacht werden – mehr ist nicht vorgesehen. Nun will der ADAC dem Autogiganten dabei auf die Finger sehen. Einen zweiten Schummeltrick will der Verein dem Konzern nicht durchgehen lassen. Abgesehen von dem naheliegenden Witz, dass hier ein Schummler den anderen Betrüger kontrolliert, ist das für die Kunden eine gute Nachricht.

ADAC zweifelt an einer einfachen Lösung

Denn seit dem Bekanntwerden des Skandals gibt es berechtigte Zweifel, ob eine simple Umrüstung überhaupt möglich ist. Normalerweise versuchen die Motorenentwickler einen optimalen Kompromiss zwischen Schadstoffaustaustoß, Verbrauch und Leistung hinzubekommen. Sollte VW den Schadstoffaustaustoß mit einem simplen Softwareupdate drastisch senken können, stellt sich die Frage, warum der Weg mit der Betrugssoftware überhaupt beschritten wurde. 

Der Verdacht liegt nahe, dass die Wagen nach der Nachrüstung zwar die Schadstoffnorm einhalten, aber sich die Verbrauchs- und Leistungswerte nach der Maßnahme verschlechtern können. Genau diesem Verdacht will der Verein nachgehen. Mitglieder sollen ihre betroffenen Fahrzeuge für intensive Vorher- und Nachhermessungen zur Verfügung stellen. Allerdings werden die Tests im Abgas-Testlabor des ADAC-Technikzentrums in Landsberg am Lech pro Fahrzeug bis zu drei Wochen  in Anspruch nehmen. Gesucht werden unterschiedliche Modelle, damit die Ergebnisse möglichst verschiedene Marken und Motorvarianten abdecken. Für die erste Testphase werden Fahrzeuge mit 2.0 TDI-Motor gesucht. Die Testfahrzeuge müssen unter anderem unfallfrei sein, über ein Schaltgetriebe verfügen und die Motorlaufleistung darf 140.000 Kilometer nicht übersteigen.

Kunde muss keine Verschlimmbesserung akzeptieren

Das Problem für Volkswagen: Die Kunden müssen bei der Nachbesserung keinerlei Verschlechterung hinnehmen. Stellt der ADAC Nachteile fest, fällt die ganze Nachbesserungsaktion von VW in sich zusammen. Interessant ist die Messung in jedem Fall, endlich werden so realistische Werte für den Verbrauch ermittelt.


Hier kann man sein Auto beim ADAC für den Test anmelden.


Kra
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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