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BMW Gran Lusso Coupé: Wird das der neue 8er?

BMW und Pininfarina haben sich zusammengetan und einen sportlichen Ableger der 7er-Baureihe konzipiert. Ist das Gran Lusso Coupé der Vorbote einer Renaissance der 8er-Baureihe?

Zwischen all den Millionen-Euro-teuren Edel-Oldtimern beim Concorso d\'Eleganza am Comer See fällt der silbergraue BMW nicht wirklich auf. Das Riesenschiff mit der charakteristischen Doppelniere an der Front steht auch etwas abseits und wird von dem noblen Publikum bei weitem nicht so umlagert, wie der Bugatti 57SC Atlantic vom Mode-Designer Ralph Lauren. Dabei lohnt sich durchaus ein Blick in und auf das Vehikel aus München.

Schließlich könnte hier der erste Vorbote der neuen 8er-Baureihe stehen. BMW 8er, da war doch was? Richtig: Ende der 80er Jahre hat BMW schon einmal ein Oberklassen-Coupé lanciert. Das Oberklassen-Coupé mit dem internen Code E31 wurde zehn Jahre produziert und 1999 still und leise eingestellt. Jetzt könnte die mehr oder weniger erfolgreiche Tradition wieder aufgenommen werden. Schließlich sind die Münchner nicht dafür bekannt, völlig unmotivierte Prototypen zu entwerfen. Zumal bei der Oldtimer-Show die potentiellen Käufer anwesend sind.

Die Front des Konzept-Fahrzeugs ist sehr markant. Eine breite mächtige Niere, die sich gegen den Fahrwind stemmt, wird flankiert von zwei mehr als entschlossen dreinblickenden LED-Scheinwerfern. Diese Komposition der drei Elemente drückt eine eher durchdringende Aggressivität aus. Die längsgerichteten Streben der Niere, im BMW-Jargon "Haifisch-Nase" sind aus mattglänzendem Aluminium. Durch die matten Streben direkt dahinter entsteht eine dreidimensionale Tiefenwirkung. Der schmale Kühlergrill mit einer Chromspange, der den Schriftzug Pininfarina trägt, gibt dem grimmigen-entschlossenen Gesicht den nötigen Abschluss. Damit wäre Überholprestige garantiert. Dass das auch vollzogen werden kann, dafür sorgt ein mächtiger 12-Zylinder-Motor unter der langen Motorhaube.

Durch die abfallende Dachlinie bekommt der Zweitürer jene Eleganz, die man sich von einem Coupé wünscht. Wenn auch die schiere Größe des Autos dem etwas entgegensteht. Den Abschluss des Zweitürers bildet ein schmales Rückleuchten-Band im Heck des ansehnlichen Bayers. Doch bei einem Coupé kann man, was die grundlegenden Proportionen angeht, nicht viel falsch machen, wichtiger ist für die zahlungskräftigen Fahrer das "Schöner-Wohnen-Ambiente" im Innenraum.

Da haben die Pininfarina-Mitarbeiter ganz tief in die Box der edlen Materialien gegriffen. Das Highlight sind sicher die Applikationen, die aus einem Stück 48.000 Jahre alten Kauri-Holz bestehen. Das Holz kommt aus Neuseeland, lag eine Ewigkeit im Moor, ist deswegen so gut erhalten und sehr gerade gemasert. Dies Struktur soll die fließenden Linien des Interieurs unterstreichen. Eine weitere Eigenschaft, die dem Innenraum besonderen Glanz verleiht, ist die Tatsache, dass die Kauri-Einlagen je nach Blickwinkel den Farbton leicht verändern.

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Das hellbraune Leder der bequemen Sportsitze kann da natürlich nicht zurückstehen. Das Leder ist feinste Ware der italienischen Leder-Spezialisten Foglizzo, die sich schon seit 1921 auf die Bearbeitung des organischen Materials spezialisiert haben. Weiche Teppiche, ein Dach mit einem länglichen Schlitz, der Licht in den Innenraum dringen lässt und LEDs die quasi vom Himmel strahlen runden den Innenraum ab. Während die äußere Form der Studie durchaus eine Ausblick auf einen möglichen BMW Achter geben könnte, dürfte der Innenraum nicht in dieser opulenten Material-Vielfalt in Serie gehen.

Press-Inform / pressinform

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