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Hoversurf Scorpion-3: Dubais Polizisten jagen Verbrecher mit fliegenden Motorrädern

Gangster wollen fliehen, doch sie werden mit einem Flugmotorrad schnell eingeholt. Das hört sich nach Science Fiction an, doch Dubais Polizei trainiert bereits Beamte auf so einem Fluggerät.

Fliegende Autos, autonome Lufttaxis und Hoverbikes, die wie Motorräder aussehen, werden häufig als Konzept vorgestellt – nur mit dem Einsatz in der Praxis hapert es bisher. Das Start-up Hoversurf beschleunigte diesen Prozess: Kurzerhand wurde das erste Serienmodell des Scorpion-3 Hoverbike der Polizei von Dubai geschenkt, damit mit der Ausbildung der Polizisten begonnen werden kann. Auf dem Video weiter unten kann man die ersten Flugversuche eines Rekruten erkennen. Noch traut der Polizist der Technik nicht so ganz, der erste Flug sieht sehr zurückhaltend aus. 

Polizei-Offizier Khalid Nasser Alrazooqi, zuständig für KI und Zukunftstechnik, will bis 2020 mehrere Hoverbikes im Dienst haben. "Im Moment trainieren bereits zwei Besatzungen und wir erhöhen die Anzahl", sagte er dem Nachrichtensender "CNN". 

Die Firma Hoversurf kommt aus Russland, der Firmensitz liegt derzeit in den USA. Nun sucht Hoversurf international nach einem Produktionsstandort. Joseph Segura-Conn, CEO von Hoversurf, sagte, dass die Dubai Police ein Vorkaufsrecht habe. "Sie werden uns in den nächsten ein oder zwei Monaten Bescheid geben, wenn sie mehr Modelle haben wollen. Wenn sie 30 oder 40 wollen, werden wir sie für sie bauen."

Pilotenschein nicht nötig

In den USA besitzt das fliegende Motorrad bereits eine Zulassung. Man muss keine Pilotenlizenz besitzen, um das 150.000-Dollar-Gerät fliegen zu dürfen. Doch vor der Auslieferung an Zivilisten will die Firma überprüfen, ob der Käufer auch in der Lage ist, das Gerät zu beherrschen. Hoversurf will zudem ein größeres, zweisitziges fliegendes Auto in "vier bis fünf Monaten" vorstellen und bei 2020 verkaufen. 

Das fliegende Motorrad von Hoversurf leidet wie alle anderen Modelle dieser Art unter der Reichweite der Akkus. Das begrenzt seine Möglichkeiten im Alltag. Das 115 Kilogramm schwere Scorpion-3 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 100 km/h. Das futuristische Fahrzeug kann jedoch nur maximal 25 Minuten in der Luft bleiben. Eingesetzt als Drohne ohne Piloten sind Flüge von 40 Minuten möglich.

Auch in Dubai wird also kein Polizist mit seinem coolen Flug-Motorrad auf stundenlange Patrouillen gehen können. Denkbar wäre es, das Gerät auf einem Pick-up zu transportieren und es nur bei Bedarf zu starten. So könnte die Polizei unzugängliche Orte schnell erreichen. Scorpion-3 benötigt keine Straßen und keinen festen Grund. Es kann über dem Meer oder auch über losem Wüstensand eingesetzt werden. Geht es nur um einen Blick aus der Vogelperspektive, etwa um Flüchtige zu verfolgen, dürfte eine Kameradrohne die bessere und weit günstigere Lösung sein. 

Kra
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