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Flugtaxis: Das Netz lachte über Dorothee Bär, aber: Die Autos werden schneller fliegen, als viele denken

Das Netz lachte über Dorothee Bär, als sie von "fliegenden Taxis" sprach. Dabei hat sie recht: Technisch gesehen funktioniert das Flugauto bereits. Was hemmt, ist allein die Gesetzeslage.

Kitty Hawk Cora

Kitty Hawk Cora hebt mit Google-Geld und Google-Know-How ab.

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Das ganze Netz spottete, als Dorothee Bär die Vision des "fliegenden Taxis" beschwörte. Doch vermutlich dürfte Bär in einigen Jahren recht behalten und es wird sich herausstellen, dass die Spötter von heute daneben lagen. Die Digitalkompetenz von Dorothee Bär muss sich noch beweisen, aber an das Flugauto glauben auch Größen wie Google-Gründer Larry Page.

Seine neuseeländische Firma Kitty Hawk zeigte erst vor wenigen Tagen ein neu entwickeltes Lufttaxi mit dem Namen Cora. Geleitet wird die Firma von Sebastian Thrun. Thrun hat Google X mitbegründet und dort unter anderem die Entwicklung des selbstfahrenden Autos geleitet. Flugtaxi Cora kann alles, wovon Bär schwärmt: Es besitzt eine Spannweite von elf Metern, fliegt ohne Piloten in einer Höhe von 150 bis 1000 Metern. Dabei ist Cora nicht langsam: Das Taxi kann 180 km/h erreichen und die Akkus sollen für 100 Kilometer reichen. Testflüge haben bereits stattgefunden.

"Wir werden in die dritte Dimension gehen"

Cora soll nicht an Privatkunden verkauft werden, sondern nur Fluglinien und Flugdiensten angeboten werden. "In Neuseeland wissen wir, dass wir nicht dieselben alten Ansätze nutzen können, um unsere zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen", sagte Dr. Peter Crabtree vom neuseeländischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung, "wir sehen das Potenzial als nachhaltige, effiziente und transformative Technologie, die das Leben der Menschen bereichern kann, nicht nur in Neuseeland, sondern letztlich in der ganzen Welt."

Auch Wilko Stark, bei Mercedes für die Zukunftsthemen verantwortlich, sieht die Entwicklung kommen. "Wir werden in die dritte Dimension gehen", ist er sich sicher, "wir haben den Volocopter in Dubai bereits erfolgreich getestet." Daimler ist an dem Start-up-Unternehmen Volocopter beteiligt. Als Flugtaxi sind die Modelle Volocopter 2X und 4X mit jeweils 18 Rotoren in Planung; den Warentransport soll eine Cargodrohne erledigen.

Der Großaktionär von Daimler - Geely aus China - hat bereits den Flugauto-Pionier Terrafugia gekauft. Terrafugia hat bereits eine Reihe von seriennahen Flugautos vorgestellt. Mit dem Know How und den finanziellen Mitteln von Geely soll der Durchbruch zur Serienfertigung gelingen. Derzeit arbeitet Terrafugia am hybriden TF-X, der im bis zu 320 km/h schnellen Flugbetrieb von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird, während Start und Landung rein elektrisch geschehen. TF-X soll eine maximale Reichweite von 800 Kilometern erreichen.

Großindustrie am Start

Nicht nur Daimler, auch der Volkswagen-Konzern will in die Luft. Auf dem Genfer Autosalon zeigte Tochterfirma Italdesign ein gemeinsam mit Airbus und Audi entwickeltes zweisitziges Drohnenkonzept unter dem Namen Pop Up Next. Dieses Fahrzeug kann auf vier Rädern unterwegs sein, mit einem Propelleraufsatz verwandelt es in einen Mini-Hubschrauber für die Innenstadt. Hier beträgt die Reichweite nur 50 km/h. Neben den großen Namen tummelt sich eine Vielzahl kleinerer Firmen mit Prototypen auf diesem Gebiet.

Technisch steht das Flugtaxi vor dem Durchbruch, denn die größten Schwierigkeiten wurden bereits überwunden. Woran es allerdings mangelt sind die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die halten Flugtaxis wirklich auf dem Boden. Vermutlich wird Deutschland auch mit Dorothee Bär im Kanzleramt nicht zu den Vorreitern gehören. Blickt man aber auf die Welt, wird das Genehmigungsproblem in wenigen Jahren gelöst sein. In Millionenmetropolen wie New York, Los Angeles, Tokio, Singapur, Peking, Delhi oder Schanghai dürften dann Citycopter Teil des Verkehrs werden. Allerdings werden vermutlich nur die Reichen so dem Stau am Boden entkommen können. Denn kein Hersteller verspricht, dass die dritte Dimension billig zu haben sein wird. 

Mit Pressinform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.