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Flugauto : Heben wir bald ab? Diese Firma will schon 2019 ein fliegendes Auto bauen

Seit Volvo der chinesischen Firma Geely gehört, geht es für die Schweden wieder voran. Jetzt hat Geely Terrafugia gekauft, den Pionier für Flugautos. Im Jahr 2019 sollen die ersten Autos starten.

Wegen Entwicklungen wie der TF-X hat Geely Terrafugia für eine unbekannte Summe gekauft.

Wegen Entwicklungen wie der TF-X hat Geely Terrafugia für eine unbekannte Summe gekauft.

Heute warten alle darauf, dass das E-Auto zum Standard wird und im nächsten Schritt das autonome Fahren von Roboterautos kommt. Aber manche denken offenbar noch weiter. Volvo hat angekündigt, ab 2019 keine neuen Modelle mit Verbrennermotor auf den Markt zu wollen. Und diese Ankündigung muss man ernst nehmen. Volvo ist ein wichtiger Player geworden, seitdem es nicht mehr die undankbare Aufgabe hat, für Ford-Teile Premiumpreise kassieren zu müssen. Seitdem der chinesische Autohersteller Geely bei Volvo das Steuer übernommen hat, geht es voran.

Und Geely ist weiter auf Einkaufstour. Im Mai wurde die Sportwagenschmiede Lotus akquiriert, nun wurde Terrafugia ins Geely-Imperium geholt. Das heißt: Geely hebt ab in die Lüfte - denn Terrafugia steht für fliegende Autos. Ein kleines Segment mit großem Wachstumspotenzial.

Die Schwenkrotoren ermöglichen den Start vom Parkplatz.

Die Schwenkrotoren ermöglichen den Start vom Parkplatz.


Terrafugia hat weltweit mit seinem Flugauto Schlagzeilen gemacht. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung von Modellen, die es bereits im 20. Jahrhundert gegeben hat. 

+++Terrafugia Transition - Bei Stau abheben  +++

Aber offenbar glauben auch andere Konzerne an diese Entwicklung. Airbus will seine Modell Vahana VTOL ernsthaft erproben. Boeing hat Aurora gekauft, die mit Uber an einem Flugauto arbeiten. Larry Page von Google ist in gleich zwei Start-Ups engagiert. "Das ist ein extrem aufregender Sektor und wir glauben, dass Terrafugia die Idee von Mobilität revolutionieren wird", sagte der Geely-Gründer und -Vorsitzende Li Shufu. "Wir glauben an diese Vision und wir werden alles dafür tun, damit das fliegende Auto zu einer Realität wird."

2019 soll es so weit sein. Das jetzige Modell von Terrafugia ist allerdings kein futuristisch schwebender Quadrocopter, sondern ein Auto mit zusammengeklappten Flügeln, das eine Start und Ladebahn benötigt. Eine ganz andere Entwicklung deutet die Studie TF-X an. Auch hier handelt es sich nicht um eine große Flug-Drohne, sondern um ein Auto, das abheben kann. Um in der Luft zu bleiben, werden weder ein großer Rotor wie beim Hubschrauber noch vier kleinere Rotoren wie bei einer Kameradrohne verwandt.

Die TF-X nutzt klappbare Stummelflügel und große Schwenkrotoren - ein System, das auch das militärische Transportflugzeug Bell Boeing V-22 Osprey nutzt. Der Vorteil: So sind Senkrechtstarts und -Landungen möglich, während des Fluges werden die Propeller nach vorn geklappt. Das ermöglicht höhere Geschwindigkeiten und einen geringeren Verbrauch als bei einem Hubschrauber. Der Energieverbrauch ist ein entscheidender Wert, schon auf mittlere Sicht muss auch das Flugauto ohne Verbrenner auskommen. Beim Einsatz als Flugauto spielt zudem die wesentlich geringere Geräuschentwicklung im Vergleich zu einem Hubschrauber eine wichtige Rolle.

Der Pendler will in die Lüfte.

Der Pendler will in die Lüfte.


Das Flugauto oder ähnliche Systeme sind keine Zukunftsmusik. In Dubai testet der chinesische Hersteller Ehang seine Drohne T 184 bereits als Luft-Taxi. Die Anforderungen für den massenhaften Einsatz sind allerdings hoch. Alle Copter verbrauchen im Flug mehr Energie, als ein vergleichbares Fahrzeug beim Rollen am Boden benötigen würde. Wird elektrisiert, ergeben sich Reichweiten, die wohl nur für Strecken in städtischen Ballungsräumen ausreichen. Wird mit Hilfe von Tragflächen geflogen, sinkt der Verbrauch pro Kilometer allerdings.

Gleichzeitig muss das Lärmproblem gelöst werden. In den meisten Großstädten sind private Hubschrauber verboten, weil sie eine ungeheure Lärmschneise produzieren. Und nicht zuletzt muss das Gerät so einfach zu bedienen sein, dass es keinen professionellen Piloten benötigt, weil der Betrieb sonst zu teuer würde und die Nutzlast stark reduziert wäre. Die Steuerung muss also autonom oder zumindest halb-autonom funktionieren. 

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.