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Jaguar XF 2.0d AWD: Allrad für alle

Jaguar weitet sein Antriebsportfolio nach unten hin aus und bietet nun auch die Einsteigerdiesel bei XF und XE auf Wunsch mit Allradantrieb an.

Jaguar XF 2.0d AWD

Jaguar XF 2.0d AWD

Die Zahlen sprechen für sich. Unter den Oberklasselimousinen liegt der Verkaufsanteil von Allradmodellen bei 32 Prozent - bei stark steigender Tendenz. Nicht weiter überraschend, dass Jaguar nach XJ und F-Type nun auch das Allradangebot beim Jaguar XF ausweitet. War der dynamische 4x4-Vortrieb allein bei den kräftigen V6-Benzinern im 340 und 380 PS zu bekommen, so kommt nunmehr zu Preisen ab 47.660 Euro nunmehr auch der XF 2.0d AWD ins Modellprogramm. Damit will der Jaguar XF insbesondere die Volumenmodelle BMW 520d, Audi A6 2.0 TDI und Mercedes E 220d unter Druck setzen. Doch der 4,95 Meter lange Jaguar XF ist nicht der einzige, der sich über die Kombination aus sparsamem Vierzylinder-Diesel, Achtgang-Automatik und Allradantrieb freuen kann. Auch der kleine Bruder Jaguar XE bekommt mit dem 2.0d AWD den Einstieg ins Allradsegment. Auch in dieser Mittelklasse ist längst jedes vierte Modell ein Allradler.

Allrad für alle
Jaguar XF 2.0d AWD

Jaguar XF 2.0d AWD

Beiden Modellen gemein ist der Vierzylinder-Commonrail-Diesel, der 132 kW / 180 PS und zwischen 1.750 und 2.500 U/min ein maximales Drehmoment von 430 Nm liefert. Während der drehfreudige Diesel im 1.660 Kilogramm schweren Jaguar XE 2.0d AWD durch die Kombination aus Achtgang-Automatik und Allradantrieb schnell zum sparsamen Schweizer Taschenmesser avanciert, das 229 km/h schnell ist und im Normzyklus gerade einmal 4,7 Liter Diesel verbraucht, könnte der rund einen Zentner schwerere XF 2.0d AWD im flotten Fahrbetrieb durchaus mehr Zylinder, Leistung und Hubraum vertragen. "Der Mehrverbrauch des Allradantriebs liegt je nach Modell bei 0,5 bis 0,6 Litern auf 100 Kilometer", erklärt Emma Penney, Allradexpertin im Hause JLR, "das Allradsystem reagiert dabei vollvernetzt in 165 Millisekunden und kann seine Kraftverteilung so in minimaler Zeit den Gegebenheiten anpassen." Bei normaler Fahrt wird die gesamte Motorleistung des Vierzylinders an die Hinterachse gebracht. Das ist im Fahrbetrieb schnell zu spüren, denn selbst auf kurvenreichen Passstraßen lässt sich der Jaguar XE 2.0d AWD durch nichts aus der Ruhe bringen und setzt seine 430 Nm maximales Drehmoment problemlos in Vortrieb auf der Fahrbahn um.

Droht ein Rad durchzudrehen Rad, sorgt eine Öl-gekühlte Lamellenkupplung in Sekundenbruchteilen dafür, dass das überschüssige Drehmoment per Kettentrieb im Verteilergetriebe auch an die Vorderachse geleitet wird. Der Fahrer spürt von der intelligenten Technik im Hintergrund nichts und kann sich einfach nur mit dem Verkehr beschäftigen. Einen großen Anteil an der entspannten Fahrt selbst im Grenzbereich hat auch die Achtstufenautomatik aus dem Hause ZF, die sich je nach Fahrprogramm um möglichst niedrige Drehzahlen und eine perfekte Abstimmung mit dem variablen Allradantrieb bemüht.

Das trägere Fahrverhalten des größeren XF 2.0d AWD belegen auch die etwas schlechteren Fahrleistungen. Er beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 8,4 Sekunden und erreicht 222 km/h Spitze. Auch wenn der Normverbrauch mit 4,9 Litern Diesel beeindruckend gering ist, wünscht man sich in den prächtigen Jaguar XF mit dem 3.0d, der 221 kW / 300 PS und gigantische 700 Nm maximales Drehmoment bietet und dabei gerade einmal einen halben Liter mehr als der Vierzylinder verbrauchen soll. Aktuell ist der Top-Diesel jedoch noch nicht mit Allradantrieb zu bekommen.

Der Basispreis für den 180 PS starken Jaguar XE 2.0d AWD liegt bei 41.900 Euro. Die meisten Kunden dürften sich zumindest für die edlere Prestige-Variante entscheiden, die bei 44.150 Euro beginnt. Der größere Jaguar XF 2.0d AWD startet als Basisversion "Pure" bei 47.660 Euro; das besser Prestige-Modell kostet mindestens 50.620 Euro. Allemal sinnvoll für beide Modelle: das optionale Infotainmentsystem Incontrol Touch Pro mit seinem 10,2 (XE) bzw. 12,3 (XF) Touch-Bildschirm, das mindestens 2.275 bzw. 2.652 Euro kostet und ebenso wie LED-Scheinwerfer in keinem Modell fehlen sollte.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.