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Landrover Defender für reiche Kinder Dieses Tretauto ist teurer als ein Kleinwagen


Erwachsene Fans müssen stark sein, Landrover stellt den Bau des Defender zum Jahresende ein. Für kleine Defender-Freunde gibt es eine gute Nachricht: 2016 kommt das Kultmobil als Tretauto für Kinder.

Seifenkistenrennen sind eine ernste Sache. Mit dem Defender-Tretauto gibt es jetzt ein neues Objekt der Begierde für Nachwuchs-Bruchpiloten. Der bisherige Platzhirsch - das originale Kettler Kettcar - bekommt Konkurrenz.

Komfort vs. Alltagstauglichkeit

Der Defender im Miniaturformat setzt bei der Ausstattung auf Komfort: Luftreifen, Ledersitze, Lederlenkrad eine Federung und viele weitere Details gehören zur Standardausstattung. Auf der Rennstrecke wird das alles schnell zum unnötigen Ballast. Für junge Großgrundbesitzer hingegen ist der Landrover (vielleicht auch als Zweit-Seifenkiste) genau die richtige Wahl für den gediegenen Ausflug im heimischen Schlossgarten.

Für die Materialschlacht im Duell mit anderen Nachwuchsfahrern dürfte ein originales Kettler Kettcar nach wie vor das Mittel der Wahl bleiben. Wer im Rennen am heimischen Hügel im Park mit einem Nobelgefährt um die Ecke kommt, wird ohnehin komisch angeschaut. Die robuste Seifenkiste aus deutscher Produktion hat in diesem Bereich eine ähnliche Tradition, wie Landrover bei unverwüstlichen Geländewagen. Mit einer stattlichen Länge von 140 Zentimeter und einer Spurbreite von lediglich 57 Zentimeter kann das britische Tretauto im harten Geländeeinsatz mit dem deutschen Konkurrenten ohnehin nicht mithalten. Der Nachwuchs würde mit der schmalen Spur und einem hohen Schwerpunkt schnell aus der Kurve fliegen. Der noble Landrover hat andere Qualitäten.

Stauraum mit Lederabdeckung, eine funktionsfähige Hupe - sogar Scheinwerfer hat die Spielzeugversion vom Landrover. Gefertigt wird in Handarbeit. Mit Liebe zum Detail, wie die Engländer betonen. Das erste Kennzeichen in der Geschichte des Landrovers war "HUE 166" – bei Landrover-Fans hat diese Kombination Kultstatus. In Anlehnung daran trägt das Kennzeichen der Miniversion die Aufschrift "HUEY". Den meisten Kindern werden solche Details egal sein. Den Vätern dürfte bei einem "kindgerechten Einsatz" des vermeintlichen Spielzeugs ohnehin das Herz stehen bleiben.

Da Männer bekanntermaßen im Alter von circa 12 Jahren mit dem Erwachsenwerden aufhören, ist die eigentliche Zielgruppe kein Geheimnis. Bei einem Preis von circa 13.700 Euro wird das kleine Auto eher zur Arbeitszimmerdekoration von reichen Sammlern werden.


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