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Mini United 2012: Mini-Mania

Alle zwei Jahre treffen sich die Mini-Fans dieser Welt. Diesmal fand das Fantreffen Mini United auf der Rennstrecke Paul Ricard statt. Passte prima zum neuen Mini Topmodell, dem GP II.

So unterschiedlich können Autofans sein. Während beim europaweiten Vorzeige-Event, dem GTI-Treffen am Wörthersee, Jahr für Jahr zehntausende von Tuningjüngern an den österreichischen Wörthersee kommen und der Kult um die drei Buchstaben "GTI" seit langem messianische Züge angenommen hat, weht bei Mini United ein anderer Wind. Es geht um Minis, die Liebe zum Auto, doch die meisten kommen nach Mini United, um einfach ein paar Tage Spaß zu haben und sich die Konzerte anzuhören. So bietet der Event eher eine automobile Symbiose aus GTI-Treffen und Rock am Ring. Nicht alle Tage bekommt man auf einem Konzert Künstler wie Martin Solveig, Gossip Charlie Winston oder den wiederbelegten Iggy Pop zu sehen.

Knapp drei Tage tauchten die Mini-Jünger in eine Welt aus John Cooper, Union Jack und der Kleinwagenlegende von 1959 ein. Vom Gokart-Fahrgefühl konnten sich die Minifans nicht nur auf den kurvigen Landstraßen hin zu Hightech-Teststrecke Paul Ricard in der Nähe von Le Castellet überzeugen. Bei "Race your Mini" oder dem Programm auf der Kartbahn war drei Tage die Hölle los. Voller war es nur im Teilezelt, wo die Mini-Jünger begehrte Insignien der eigenen Automobilneigung und Mini-Devotionalien jeglicher Art erwerben konnten. Viele ließen die gerade erstandenen Zubehörteile gleich an ihrem Mini montieren. "Hier ist die Hölle los", so Pierre aus der Werkstatt, "wir hatten heute bestimmt schon 50 bis 60 Kunden hier, die Teile montieren wollten. Wir kommen kaum nach. Die meisten wollen Bonnet Stripes und Side Scuttles."

Der Mini-Anhänger an sich spricht wenn es um das eigene Traummobil geht, eine ganz eigene Sprache, die gespickt ist mit Anglizismen und Marketing-Kauderwelsch aus dem Mini-Zubehörkatalog. Ändert nichts daran, dass die Mini-Devotionalien weg gingen, wie warme Semmeln auf dem Münchner Viktualienmarkt. Tom aus Mailand ist jedenfalls zufrieden mit dem Ergebnis der Umbauaktion: "Mein Cooper Cabrio sieht mit den Streifen auf der Motorhaube und dem neuen Innenspiegel doch viel cooler aus. Ist schon mein zweiter Mini. Ich habe auch noch einen alten Ur-Mini."

Der Weg nach Südfrankreich ist weit und beschwerlich. Daher kamen die meisten der tausenden von Mini-Fans aus dem Süden und der Mitte Europas. Die Armee der historischen Minis und neuen Modelle reiste aus Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien nach Le Castellet an. Aus England, dem Heimatland des Mini kamen deutlich weniger als bei vergleichbaren Veranstaltungen in der Vergangenheit, die in Misano oder Silverstone stattfanden. Doch auch aus Griechenland, Russland oder Skandinavien fahren zahlreiche Mini-Fans auf eigener Achse an und ließen es rund um den Rennkurs von Paul Ricard krachen. Die ungewöhnlichsten Mini-Modelle gab es beim Beauty Parking zu sehen. Und wer nicht selbst dabei sein konnte, verpasste zwar die Konzerte, konnte nahezu das gesamte Mini United Festival auf Facebook verfolgen. Jedoch konnten die Daheimgebliebenen keinen Blick auf den schnellsten Serien-Mini aller Zeiten werfen. Der Mini John Cooper Works GP II feierte auf Mini United seine inoffizielle Weltpremiere. 8.23 Minuten auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Press-Inform / pressinform

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