HOME

Neulich im Auto: 6 Dinge, bei denen du im Auto zur Bestie wirst (Teil 1)

Neulich im Auto. Autofahrer können ätzend sein. Vor allem die anderen. Zum Beispiel, wenn sie eine oder gleich mehrere der folgenden Dinge machen. In Teil 1 der Dinge, in denen du im Auto zur Bestie wirst, hat unser Autor die Situationen aufgeschrieben, die ihn besonders zur Weißglut bringen. Ihr seid herzlich eingeladen, eure in den Kommentaren zu ergänzen – wir werden die Einreichungen dann in den nächsten Teilen berücksichtigen.

Nicht auf die Autobahn lassen

Autobahn-Auffahrt, Beschleunigungsstreifen, Gas, 5. Gang, Blinker links – man möchte sich eigentlich nur ganz bequem in den laufenden Verkehr einordnen. Doch es gibt ihn, diesen Autofahrer, der es trotz völlig freier linker Spur nicht für nötig hält, Platz zu machen. Nein, im Gegenteil: Er gibt noch Gas, damit man keine Chance hat, flüssig in den Verkehr zu gleiten. Stattdessen muss man in Anbetracht der endenden Beschleunigungsspur abbremsen, ihn vorbeilassen und sich mit weniger Tempo hinter ihm einordnen. Schadet nicht nur den eigenen Nerven, sondern auch dem folgenden Verkehr, der ebenfalls abbremsen muss. Ein bisschen Rücksicht und Aufmerksamkeit hat hier noch niemandem geschadet!

Rechts überholen

Ich kann gut verstehen, dass man irgendwann, nach einigen Kilometern, genervt ist von jemandem, der permanent die linke Spur blockiert und nicht aus dem Quark kommt. Was ich aber nicht verstehen kann, ist, dass man auf einer dreispurigen Autobahn das Fahrzeug auf der mittleren Spur rechts überholt, wenn selbiges Fahrzeug gerade links überholt wird. Wer sich dann noch schnell zwischen Mittelspurfahrzeug und den langsamen LKW auf der rechten Spur quetscht, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Geduld ist der Schlüssel zum Glück!

Elefantenrennen

Schön, wenn man mit Vollgas dem Familientreffen entgegen düsen kann. Blöd, wenn man dabei von zwei sich überholenden Elefanten, äh, LKW ausgebremst wird. Bei Tempo 85 einen LKW mit Tempo 83 zu überholen, kann nämlich gut und gerne ein paar Minuten dauern. Ob der schnellere LKW dann am Ende wirklich einen nennenswerten Vorteil hat, weil er zwei Kilometer mehr runterreißt pro Stunde? Für den Verkehrsfluss ist das Elefantenrennen in jedem Fall ein Ärgernis.

Xenon-Blender

Ja, ich weiß: Xenon-Licht ist super. Aber nicht für die Mitmenschen in den anderen Autos. Denn wer mit Xenon fährt, kann – meinem persönlichem Empfinden nach – auch mit Fernlicht fahren. Besonders angenehm wird es, wenn die Xenon-Blender ungeduldig werden und dann noch mit der Fernlichthupe Druck machen.

Nebeneinander-Radfahrer

Das Wetter hat gerade einen kleinen, frühlingshaften Aufwind. Das freut nicht nur Auto-, sondern besonders die Radfahrer. Die düsen nämlich fortan wieder in Dreier- oder Vierertrupps über die Landstraßen. Das wäre grundsätzlich auch kein Problem, wenn sie das nicht nebeneinander machen und jeglichen Überholvorgang schon im Keim ersticken würden. Apropos: Schonmal was von Windschatten gehört?

Beschleunigungsstreifenverweigerer

Warum, lieber Autofahrer vor mir, heißt der Beschleunigungsstreifen wohl B-e-s-c-h-l-e-u-n-i-g-u-n-g-s-streifen? Richtig: Damit man darauf anhält, schaut, ob von hinten jemand kommt und dann mit Blinker rechts (!) auf die Landstraße abbiegt. Ist ja sicherlich ein Fehler der Stadt, hier keine normale Möglichkeit zum Abbiegen anzubieten, oder? Flehende Bitte an alle Beschleunigungsstreifenbenutzer: Werdet nicht zu Beschleunigungsstreifenverweigerern und gebt Gas! Ein Beschleunigungsstreifen ist schließlich dafür da, den Verkehr im Fluss zu halten.

Also: Was sind eure Weißglut-Momente im Auto? Sagt es uns unten in den Kommentaren.

Hinweis: Neulich im Auto gibt es auch auf Facebook und Twitter und kann per E-Mail abonniert werden.


Tobias Gillen würde nie zugeben, dass auch er Fehler beim Autofahren macht, weiß das aber insgeheim. Wenn er nicht gerade auf der A1 oder der A57 in NRW unterwegs ist, schreibt er über Medien und Technik – manchmal auchin Büchern. Im Netz ist er bei Twitter, Facebook und Google+ zu finden.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.