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Porsche Macan 2019: Dynamische Banderole

Viel getan hat sich bei der Modellpflege des neuen Porsche Macan nicht. Äußerlich fällt allenfalls das Heckleuchtenband auf und unter der Motorhaube herrscht zunächst eine Monokultur.

Im Cockpit fällt der elf Zoll Monitor ins Auge

Im Cockpit fällt der elf Zoll Monitor ins Auge

Mit dem Macan hat Porsche einen wirtschaftlichen Volltreffer gelandet. Seit 2014 hat der Zuffenhausener Autobauer über 350.000 Stück des SUVs verkauft. Damit im Schwabenland die Kassen weiter klingeln, muss aber auch dieser rollende Goldesel einmal aufgefrischt werden. Gemäß dem altbekanntes Sportlermotto "never change a winning team", fällt die Modellpflege beim Macan vergleichsweise dünn aus, denn die Optik hat sich kaum verändert. Neben den serienmäßigen LED-Scheinwerfern hat der Macan jetzt auch das LED-Heckleuchtenband, das zunächst den Porsche 911er Allradmodellen vorbehalten war. Doch aus der Produktidentität von einst ist nun eine Markenidentität geworden. Also werden wir diese Lichtgrafik auch an anderen Porsche Fahrzeugen sehen.

Dynamische Banderole
Im Cockpit fällt der elf Zoll Monitor ins Auge

Im Cockpit fällt der elf Zoll Monitor ins Auge

Immerhin hat sich technisch einiges getan: Im Innenraum fällt sofort der größere Infotainment-Bildschirm auf, der elf Zoll misst. Mit dem Wechsel des Monitors gehen ein Update der Soft- und Hardware, aber auch größere Umbaumaßnahmen der Mittelkonsole einher, wie man an den neu platzierten Luftdüsen erkennt, die sich nun unterhalb des Bildschirms befinden. Die Infotainment-Bedienoberfläche mit der Kacheloptik gleicht jetzt der, der großen Brüder Cayenne und Panamera. Also sind auch die Sprachsteuerung und Echtzeit-Verkehrsinformationen serienmäßig. Das ist aber nicht die einzige technische Aufrüstung: Mit der Modellpflege des Crossovers gibt es auch mehr Assistenzsysteme: Der Stauassistent entlastet den Fahrer beim Kolonnenverkehr bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h, indem er das Gas geben, Bremsen sowie das Lenken selbständig übernimmt. Mit dem bekannten Drehschalter am Lenkrad wählt man die verschiedenen Fahrmodi.

Auch das Fahrwerk haben sich die Ingenieure vorgenommen und an verschiedenen Stellschrauben gedreht. Die Änderungen laufen allerdings unter dem Siegel Feintuning: Das Fahrwerk soll komfortabler sein, ohne die bislang sehr gute Agilität zu beeinflussen. Ernüchterung macht sich beim Blick unter die Motorhaube breit. Statt verheißungsvoll wummernden sechs Töpfen, findet sich nur ein Vierzylinder-Benziner. Der hat in China zunächst 185 kW / 252 PS, in Europa werden es, wenn der Macan in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommt, aufgrund des OPF-Filters etwas weniger sein. Wer auf einen Diesel zum Marktstart des überarbeiteten Macan gehofft hat, wird enttäuscht. "Ein Diesel ist vorerst nicht geplant", heißt es bei Porsche. Auch auf Sechszylinder-Benziner muss man noch eine Weile warten. Gegen Ende des Jahres ergänzt ein Dreiliter-Sechszylinder mit jetzt 260 kW / 354 PS das Triebwerks-Portfolio. Später wird ein 2.9 Liter Biturbo mit 324 kW / 440 PS, der aus dem Cayenne beziehungsweise dem Panamera stammt, folgen. Diese späte Einführung der potenten Motoren wird Porsche bei den Verkaufszahlen zu spüren bekommen. Später folgen sicher noch mehr Derivate, wobei ein GTS laut Porsche wahrscheinlicher als ein Turbo S ist. Aber da ist das letzte Wort vermutlich noch nicht gesprochen.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.