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Reform bei der Kfz-Zulassung: Ein Schild reicht fürs ganze Autoleben

Wer umzieht, kann in Zukunft sein altes Kennzeichen behalten. Das spart Wege und Kosten. Die Verwaltung erledigt das Ortsamt, der bisher obligatorische Besuch beim Straßenverkehrsamt entfällt.

Autofahrer haben künftig die Möglichkeit, bei einem Umzug ihr bisheriges Nummernschild zu behalten. Das wurde nach Angaben des hessischen Verkehrsministeriums auf der Verkehrsministerkonferenz der Länder beschlossen. "Wer seine Heimatverbundenheit ausdrücken oder schlicht Geld sparen will, kann das künftig auch bei einem Umzug über Ländergrenzen hinweg tun", erklärte Hessens Verkehrsminister Dieter Posch.

Bisher musste bei einem Umzug oder einem Verkauf das Fahrzeug nicht nur umgemeldet werden, es mussten auch neue Schilder beantragt und gekauft werden. Dieser Aufwand bleibt den Autofahrern in Zukunft erspart. In Hessen funktioniert das Verfahren schon jetzt.

Das Ende der Kennzeichen-Vorurteile

Autofahrer, die in eine andere Stadt umziehen, sollen in Zukunft beim Ummelden im Einwohnermeldeamt auch den Fahrzeugschein gleich umgeschrieben bekommen. Der Autofahrer muss dann nicht mehr zum Straßenverkehrsamt. Das einmal erworbene Kennzeichen kann am Auto bleiben, auch beim Weiter-Verkauf. Allerdings erst, wenn die neue Regelung überall greift, bislang ist sie nur beschlossen. Wer dagegen sein eigenes Wunschkennzeichen haben will, muss weiterhin zum Amt, um neue Schilder zu bekommen.

Die Polizei benötigt die Zuordnung der Autos nach Landkreisen schon lange nicht mehr, um ein Fahrzeug in der Datenbank aufzuspüren. Ganz so liberal wie etwa in Frankreich ist die deutsche Regelung allerdings nicht. Im Nachbarland kann sich jeder sein Lieblingsdepartement für das Nummernschild aussuchen. Von lieb gewordenen Vorurteilen müssen sich die Autofahrer leider trennen: Die etwa in Hamburg beliebte Übersetzung des Kürzels "WL" für Winsen Luhe mit "Wilder Landwirt" hat mit der Reform wohl ausgedient.

Kra/AFP / AFP
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.