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Skoda Citigo 1.0 G-TEC: Lauter Sparer

Der kleine Skoda Citigo 1.0 G-TEC zeigt sich erfreulich günstig auf 100 Kilometern. Dabei dröhnt sein kleiner Dreizylindermotor wie ein Großer.

Mit dem Kleinstwagen Citigo 1.0 G-TEC bringt Skoda eine 3,56 Meter kurze Benzinalternative auf den Markt. Der 12.640 Euro teure Tscheche bietet mit seinem Erdgasantrieb keinerlei Nachteile. Er zeigt, dass auch drei Zylinder richtig Spaß machen und zugleich sparsam sein können. 2,9 Kilogramm auf 100 Kilometern bedeuten aktuell einen 100-Kilometerpreis von 3,16 Euro. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 163 Kilometern pro Stunde muss er zudem auf der Autobahn nicht zwangsläufig als sparendes Hindernis gesehen werden. Der ein Liter kleine Dreizylindermotor erzeugt 68 PS und ein maximales Drehmoment von 90 Newtonmetern, das sich zugegebenermaßen auf dem Papier sehr mickrig liest, doch in Verbindung mit dem manuellen Fünfganggetriebe durchaus für einen erfreulich agilen Vortrieb sorgt.

Untermalt wird eine Fahrt im kleinen Erdgas-Stadtfloh durch ein typisches Dreizylinderorgeln, dass entweder als sportlich oder als nervend während der gesamten Fahrt zu empfinden ist. Der Fronttriebler lässt sich dank einer spielend leichten Lenkung auf seinen 14 Zoll großen Rädern perfekt durch die Innenstädte manövrieren. Wird auf einen Tempo 100-Sprint, der 16,3 Sekunden andauert, verzichtet, gerät bei Stadtfahrten auch schnell mal seine geringe Leistung in Vergessenheit. Dank seines Leergewichts von 929 Kilogramm sorgen beim Skoda Citigo 1.0 G-TEC auch vergleichsweise wenige Pferdestärken für Fahrspaß. Der 1,64 Meter breite und 1,48 Meter hohe Kleinstwagen hält für den Fall, dass während der verzweifelnden CNG-Tankstellensuche die Kilos zur Neige gehen, zehn Liter Benzin bereit. Das Zittern der Hände am Lenkrad rührt im Übrigen nicht von der Angst vor einem eventuellen Liegenbleiben, sondern vom stark vibrierenden Lenkrad selbst. Besonders im Stand fällt dies auf.

Wesentlich mehr Liter fasst sein Kofferraum. Der anfangs mit 213 Litern recht übersichtliche und mit nur wenigen Einkaufstüten zu füllende Raum lässt sich im Nu durch das Umlegen der Rückbank auf bis zu 913 Liter erweitern. Wer den Kofferraum vollends ausnutzen möchte, sollte nur die 339 Kilogramm hohe erlaubte Zuladung im Auge behalten. Der für vier Insassen ausgelegte Skoda Citigo 1.0 G-TEC steht für 480 Euro Aufpreis auch als Fünftürer zur Wahl. Ist der Citigo zu klein für die eigenen Ansprüche, darf sich auf den Skoda Octavia G-TEC gefreut werden. Mit einer Gesamtreichweite von 1.330 Kilometern, die sich aus 920 Kilometern des 150 PS starken TSI Benzinmotors und aus 410 Kilometern des Erdgasantriebs zusammensetzen, steht einer Nonstop-Fahrt vom Kölner Dom bis Barcelona nichts mehr im Wege.

Press-Inform / pressinform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.