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Radfahrterror: Selbstjustiz mit Pfefferspray?

Wenn ein Artikel "Der Terror fährt Rad" heißt, kochen die Emotionen hoch. Engagiert diskutierten die User von stern.de das Thema und berichteten von diversen Straßenpflaster-Begegnungen und gebrochenen Gliedmaßen. Doch rechtfertigt das schon Selbstjustiz?

"Einseitigkeit" - das war noch der geringste Vorwurf, den sich der Autor des Artikel "Der Terror fährt Rad" an Kommentaren gefallen lassen musste. Im Prinzip stimmt das - jedoch wurde natürlich auch nur eine kleine, rücksichtslose Gruppe aufs Korn genommen. Im Fokus des Textes standen offensichtlich nicht gemütliche Radwanderer oder radelnde Schülerpulks.

Hauptkritikpunkt der Radfahrer ist die fehlende Infrastruktur, so mancher Drahtesel-Fan fühlt sich dadurch systematisch diskriminiert. Zugeparkte oder nicht vorhandene Radwege zwinge sie geradezu, sich regelwidrig zu verhalten. Bei der rechtlichen Eindordnung hingegen haperte es allerdings bei manchem: so gilt die Nutzungspflicht für den Radweg tatsächlich nur für auch befahrbare Radwege. Die Benutzung der Straße bei einem nicht zu passierenden Radweg ist sogar zwingend vorgeschrieben. Das Befahren des Fußgängerweges dagegen - außer für Kinder - strikt verboten.

Wer Öko ist, hat Recht?

Ein erregter Nebenschauplatz ist die Öko-Bilanz des Verkehrsmittels. Weil das Rad das Klima schone, scheinen Radfahrer geneigt zu sein, einen besonderen Status für sich zu beanspruchen. Ein Art "Vorfahrt für die Korrekten". Von den Automobilisten wird das natürlich konsequent bestritten. Sie kontern mit dem Gegenvorwurf der "Trittbrettfahrerei", weil Radfahrer nicht durch besondere Steuern zum Wegebau beitragen würden.

Dennoch scheint der Ärger der Radfahrer zwar berechtigt zu sein, aber am Kern des Übels vorbeizugehen. Von anderen Usern wird jedenfalls "offiziell" nicht bemängelt, dass Radfahrer auf der Straße fahren. Das mag im Alltag für Ärger sorgen, in der Diskussion wird zu schwerem Geschütz gegriffen: Missachtung der Vorfahrt, Ignorieren roter Ampeln, Fahren bei Nacht ohne Beleuchtung. Hinzufügen ließe sich noch: das penetrante Missachten der Fußgängervorfahrt an Zebrastreifen ist bei Radfahrern noch ausgeprägter als bei Autofahrern.

Rad-Fußgänger-Konfrontation

Vielen Postings ist dann auch das Erschrecken über die Risikobereitschaft mancher Radler anzumerken. Etwa, wenn von einem Vater berichtet wird "der mit Kleinkind auf dem Träger bei Rot die 4spurige Leipziger Str. überquert." Tatsächlich haben auch einige Autofahrer offenbar Schwierigkeiten, für sie unangenehme Entwicklungen der Straßenverkehrsordnung zu akzeptieren. Als Stichworte seien Einbahnstrassen, "beidgleisige" Radwege und die kniffligen Regeln für Radfahrer an Fußgängerampeln genannt.

Am stärksten echauffieren sich dann aber nicht die "bösen" Autofahrer, sondern die Fußgänger. Kein Wunder: Im Falle eines Falles hätte bei einem Unfall mit einem Wagen der Radfahrer die Verletzungen zu tragen, der Kraftfahrer dagegen einen Blechschaden. Bei der Rad-Fußgänger-Konfrontation liegen die Verhältnisse anders. Wenn man nicht unterstellt, dass die geschilderten Erlebnisse frei erfunden sind, ist das tatsächlich starker Tobak.

Mit Pfefferspray gegen Rad-Rowdys

"JohnSteed" schreibt, ihm sei von einem Radfahrer entgegnet worden: "Ich fahre dort, wo es mir passt und wenn ich durch eine Fußgängerzone schneller in die Firma komme, nehme ich die; und wenn die Leute mir nicht aus dem Weg gehen, fahre ich sie halt platt, dann müssen sie eben springen, wenn ich klingele." Oder "mariong" berichtet aus Köln: "So schnell kann man als Fußgänger gar nicht bei Seite springen und muss sich dann auch noch anpöbeln lassen. Meine 75 Jahre alte Mutter wurde auf dem Bürgersteig von einer Radfahrerin umgefahren, angeschrien: "pass doch auf, du blöde Alte" und mit gebrochenem Arm liegengelassen."

Dass in diesen Fällen krasses Fehlverhalten vorliegt, kann kaum abgestritten werden. Dass zudem bei Unfallflucht wegen des fehlenden Radkennzeichens keinerlei rechtliche Möglichkeiten bestehen, scheint die Wut der Fußgänger maßgeblich anzuheizen. Mancher Spaziergänger entpuppt sich dann als Rambo, etwa wenn "robuste Spazierstöcke oder Pfefferspray" als Mittel gegen Rad-Rowdys empfohlen werden.

kra/be

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?