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Bereifung: Ganzjahrespneus ersetzen keine Winterreifen

Mit liegengebliebenen Einsatzfahrzeugen und unbefahrbaren Straßen haben zurzeit vor allem im Norden Deutschlands Polizei und Rettungskräfte zu kämpfen.

Mit liegengebliebenen Einsatzfahrzeugen und unbefahrbaren Straßen haben zurzeit vor allem im Norden Deutschlands Polizei und Rettungskräfte zu kämpfen. Der Grund: Statt Winterreifen wählen die Behörden bereits seit Jahren Ganzjahrespneus. So sparen sie sich zweimal im Jahr den saisonalen Reifenwechsel.

Rechtlich ist dagegen nichts zu sagen. Die meisten Allwetterpneus sind juristisch "richtigen" Winterreifen gleichgestellt, zumindest wenn sie als Kennzeichnung die Schneeflocke oder das M+S-Symbol tragen. Sobald der erste Schnee fällt, sind sie aber nicht mehr unbedingt die ideale Wahl. Ihr Profil setzt sich relativ schnell mit Schnee zu, so dass die Fahrt zur Rutschpartie wird. Außerdem verfügen Winterreifen über deutlich mehr Lamellen, mit denen sie sich in den Schnee krallen können, als Ganzjahresreifen.

Für Wenigfahrer

Es gibt jedoch große Unterschiede in der Leistungsfähigkeit von Ganzjahresreifen. In den einschlägigen Winterreifentests der Automobilclubs finden sich immer mal wieder auch empfehlenswerte Allwetterpneus. Allerdings gibt es jedesmal zahlreiche Modelle, die nicht voll überzeugen können. Generell eigenen sich Ganzjahresreifen vor allem für Wenigfahrer in Regionen mit mildem Winter, die ihr Auto bei Eis und Schnee auch mal stehen lassen können. Laut dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) sind sie beispielsweise auch für Autovermieter und Taxiunternehmer eine Alternative zum Winterreifen. Das Innenministerium in Schleswig-Holstein hat jedoch bereits angekündigt, im kommenden Jahr Winterreifen an Stelle der Ganzjahrespneus aufziehen zu lassen.

mid / MID

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.