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EU-Vorschriften: Energiespar-Reifen für alle

Elektronischer Schleuderschutz und energiesparende Reifen sollen für alle Neuwagen in Europa zur Pflicht werden. Mehrkosten von 100 und 300 Euro werden erwartet. Der Geschäftsführer des Autoclub-Verbands EAC, Matthias Knobloch, fordert weitergehende Reglementierungen.

Bei europäischen Automobilclubs stießen diese Pläne auf Kritik: Wirklich wichtigen Fragen gehe die Kommission aus dem Weg. Die Vorschläge würden die Autos sicherer und sparsamer machen, sagte ein Sprecher von EU-Industriekommissar Günter Verheugen. Die Kommission schätze, dass Autokäufer dafür je nach Modell zwischen 100 und 300 Euro mehr bezahlen müssten. Der Spareffekt beim Spritverbrauch mache das nach einiger Zeit aber wett. Bereits im Oktober hatte die Kommission vorgeschlagen, elektronische Bremsassistenten in allen Neuwagen von 2009 an vorzuschreiben.

Richtiger Luftdruck und rollwiderstandsarme Reifen zusammen sollen den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids um sieben Gramm pro Kilometer verringern. Zu geringer Reifendruck könne auch Unfälle verursachen, sagte Verheugens Sprecher Ton van Lierop. Von den Vorschriften für mehr Sicherheitstechnik für Personenwagen und Nutzfahrzeuge erhofft die Kommission, dass die Zahl der Verkehrstoten in Europa um rund 5000 pro Jahr sinkt.

Lobbyverband fordert stärkere Reglementierung

Die Brüsseler Vorgaben zu energiesparender Technik seien nur "Kleinigkeiten", sagte der Geschäftsführer des Autoclub-Verbands EAC, Matthias Knobloch. Die Kommission vermeide die Frage, ob viele Autos heutzutage nicht übermotorisiert seien. "Brauche ich ein 170-PS- Fahrzeug oder reichen auch 130 PS? Das ist auch schon eine Menge", sagte Knobloch.

"Das ist eine Diskussion, die man auch führen müsste", forderte Knobloch. Das Cars21-Programm, das die Kommission nach Beratungen mit der Autoindustrie im Februar 2007 vorlegte, weiche diesem Thema aus: "Da gehen die Cars21-Leute nicht dran." Trotzdem könnten einige Brüsseler Vorgaben zum Energiesparen beitragen und die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.

Bei geringer Komforteinbuße könnten die Hersteller den Ausstoß klimaschädlicher Abgase deutlich verringern, sagte Knobloch. "Da wundert man sich, dass die EU mit Vorschriften tätig werden muss - aber es scheint nicht anders zu gehen." Viele vorgeschriebene Kleinigkeiten machten die Autos am Ende aber teurer, warnte der EAC- Geschäftsführer, dessen Verband die fünf nationalen Automobilclubs ACE, ACV, ARBÖ, ARCD und KS angehören.

Lastwagen und Busse sollen laut Kommissionsplan von 2013 an mit einem Notbremssystem ausgerüstet werden, das per Abstandsradar vorausfahrende Fahrzeuge erkennt. Außerdem sollen sie obligatorisch einen Spurhalteassistenten erhalten. Das Europa-Parlament und die Mitgliedstaaten müssen den Vorschlägen noch zustimmen.

DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.