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Fahrer-Assistenzsysteme: Das "denkende" Auto kommt nur langsam in Fahrt

Moderne Fahrer-Assistenzsysteme, die mit Radar und Kamera vorausschauen und Unfälle verhindern können, sind Ladenhüter. Bei Audi, BMW und Mercedes entscheidet sich nur rund jeder zehnte Neuwagenkäufer für die Abstandswarnung. Weitaus beliebter sind Einparkhilfen, Kurvenlicht und automatische Fernlichtsteuerung.

Von Christof Vieweg

Wenn es um die Sicherheit geht, setzen die Autofirmen zunehmend auf elektronische Assistenten. Sie statten ihre Modelle mit Radarsensoren und Kameras aus, die kritische Situationen erkennen und die Fahrer rechtzeitig warnen sollen. Bei akuter Gefahr können die Assistenzsysteme sogar selbsttätig eingreifen und das Auto abbremsen. Mercedes sprecht deshalb bereits vom "denkenden Auto". Es soll Karambolagen vermeiden oder die Unfallschwere reduzieren.

Das klingt gut und macht das Autofahren tatsächlich sicherer. Eine Untersuchung schwedischer und australischer Unfallforscher ergab, dass die automatische Notbremse das Risiko tödlicher Verletzungen um bis zu 40 Prozent verringern kann. Und Mercedes-Experten haben ausgerechnet, dass der Spurhalte-Assistent mehr als jeden fünften Unfall des Typs "Abkommen von der Fahrbahn" verhindern kann. Doch tatsächlich kommt die moderne Sicherheitstechnik nicht in Fahrt. Nur wenige Neuwagenkäufer ordern einen der elektronischen Copiloten, der mit Radarsensoren oder Videokameras arbeitet. Das ergab eine Umfrage bei Audi, BMW und Mercedes. So wählen nur zehn Prozent aller Käufer der neuen E-Klasse das Fahrassistenz-Paket, das Abstandradar, automatische Notbremse, Spurhalte- und Totwinkel-Assistent beinhaltet. Auch bei BMW ist die Ausstattungsquote für Abstandsradar und Spurwechselwarnung sehr gering: Nur 10 bzw. 19 Prozent aller BMW-Neuwagen fahren damit von den Montagelinien. Und Audi liefert rund neun Prozent aller weltweit verkauften Autos mit Radartechnik aus.

Spur-Assistent ist Ladenhüter

Auch die "sehenden" Assistenten, die mittels einer Kamera an der Frontscheibe erkennen, wenn das Auto von der Spur abkommt, sind Ladenhüter. Bei Audi war der Spur-Assistent 2008 nur in 8000 Neuwagen an Bord und Mercedes konnte bisher in der E-Klasse nur zehn Prozent der Neuwagen mit dem Spurpaket ausstatten. Auch die Verkehrszeichenerkennung, die das aktuelle Tempolimit im Cockpit anzeigt, überzeugte bisher nur zehn Prozent der E-Klasse-Kunden. Weniger zurückhaltend zeigen sich die BMW-Kunden: Modellübergreifend ordert mehr als jeder fünfte (22 Prozent) die Spurverlassenwarnung. Ein im Vergleich zur Konkurrenz sehr gutes Ergebnis: Im letzten Jahr wurden insgesamt rund 264.000 BMW-Modelle mit der Spurwarnung ausgestattet.

Drängler wird von Polizei überrascht.

Weitaus beliebter sind Systeme, die Autofahrer in der Dunkelheit und beim Einparken unterstützen. Durch Kurvenlicht und automatische Fernlichtsteuerung hat jeder zweite Käufer der neuen E-Klasse mehr Weitsicht, während BMW sogar rund 60 Prozent aller Modelle mit dem Kurvenlicht ausrüstet. Der Fernlicht-Assistent fährt bei jedem dritten BMW-Neuwagen mit. Audi nannte zur Beliebtheit seiner Licht-Assistenten keine Zahlen.

Teure Helferlein

Beim Rückwärtsfahren und Einparken verlässt sich inzwischen fast jeder BMW- und Mercedes-Kunde auf elektronische Unterstützung. Knapp 90 Prozent aller BMW-Modelle werden mit Einparkhilfe ausgeliefert und 63 Prozent der BMW-Kunden verschaffen sich beim Rückwärtsfahren mittels Kamera einen besseren Überblick nach hinten. Bei Mercedes beträgt die Ausstattungsquote für die Einparkhilfe 65 und für die Rückfahrkamera 40 Prozent (E-Klasse). Audi baut diese Assistenztechnik in rund elf Prozent seiner Modelle ein.

Die geringe Akzeptanz der kamera- und radarbasierten Sicherheitssysteme hat einen einfachen Grund: Sie sind viel zu teuer. Wer zum Beispiel das Basismodell der E-Klasse mit Spur- und Fahrassistenzpaket ausstatten möchte, zahlt dafür den Preis eines Kleinwagens: insgesamt 9339 Euro. Denn die Systeme liefert die Stuttgarter Marke nur in Verbindung mit Spiegelpaket (642 Euro), Automatikgetrie-be (2201 Euro) und dem teuren Comand-Gerät (3046 Euro). So wird Sicherheit zum Luxus.

Extras vielleicht auch bald in anderen Fahrzeugklassen

Bei Audi und BMW muss man die Assistenten nicht im Paket kaufen, doch die Preise sind ebenfalls happig: Spurhalte- und Spurwechsel-Assistent sowie die automatische Distanzregelung kosten für das Basismodell des Audi A6 inklusive anderer zwingend notwendiger Extras wie Fahrer-Informationssystem (400 Euro) und Multifunktionslenkrad (225 Euro) zusammen 3315 Euro. BMW bietet in der Fünfer-Reihe nur das Abstandsradar und die Spurverlassenswarnung an. Dafür werden insgesamt 6680 Euro fällig, weil das Radar nur in Verbindung mit dem 1840 Euro teuren Business-Navigationssystem und dem Automatikgetriebe (2190 Euro) geliefert wird.

Kein Wunder also, dass die nützlichen Sicherheitssysteme Extras bleiben, die sich nur Käufer großer Nobellimousinen leisten können. In dieser Fahrzeugklasse sehen die Ausstattungsquoten denn auch ganz anders aus. "In Deutschland wählt nahezu jeder zweite Käufer unseres Topmodells A8 die automatische Distanzregelung", berichtet Audi-Sprecher Eric Felber. Weltweit liefern die Ingolstädter jede fünfte A8-Limousine mit Radartechnik aus; ähnlich sehen die Zahlen auch in der Mercedes S-Klasse (25 Prozent) und beim BMW-Flaggschiff (21 Prozent) aus. "Natürlich sind solche Kunden eher zum Kauf innovativer Fahrer-Assistenzsysteme bereit", meint BMW-Experte Daniel Schmidt. Die Hoffnung, dass die Technik bald auch in anderen Fahrzeugklassen mehr Akzeptanz finden wird, hat man in München aber noch nicht aufgegeben. Schmidt: "Den Weg von oben nach unten geht jede Innovation - Stabilitätssysteme wie unser DSC (ESP) wurden auf diese Weise schließlich zur Serienausstattung."

Warnen, unterstützen, handeln:

Das können die elektronischen Copiloten

  • Abstandsradar: Hält das Auto mittels Radar automatisch im gewünschten Abstand zum Vordermann. Bei drohendem Auffahrunfall erfolgt bei Mercedes eine automatische Notbremsung.
  • Einparkhilfe: Misst die Länge der Parklücke beim Vorbeifahren und hilft beim Einparken.
  • Fernlicht-Assistent: Erkennt entgegenkommende Autos und blendet die Scheinwerfer automatisch ab.
  • Geschwindigkeitslimit-Assistent/Speed-Limit-Anzeige: Erkennt Temposchilder und zeigt das jeweilige km/h-Limit im Display an.
  • Kurvenlicht: Die Scheinwerfer folgen dem Lenkeinschlag und leuchten dadurch Kurven besser aus.
  • Night Vision/Nachtsicht-Assistent: Erkennt Fußgänger in der Dunkelheit mittels Infrarot- oder Wärmebildkamera. Rückfahrkamera: Erfasst den Bereich hinter dem Auto und überträgt das Bild ins Cockpit-Display.
  • Spurhalte-Assistent/Spurverlassenswarnung: Detektiert die Fahrbahnmarkierungen und warnt, wenn das Auto unbeabsichtigt von der Spur abkommt.
  • Spurwechsel-Assistent/Totwinkel-Assistent: Warnt beim Spurwechsel oder Überholen, wenn sich von hinten ein Auto nähert

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?