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Hight-Tech-Diebesfalle: Köderauto legt Langfinger lahm

Da schaut der Autodieb dumm aus der Wäsche: Der Wagen, der sich scheinbar so leicht klauen ließ, gibt keinen Mucks mehr von sich, die Türen sind verriegelt - und die Polizei ist im Anmarsch. In den USA erzielen die Ordnungshüter mit solchen High-Tech-Ködern beachtliche Erfolge.

Die Beamten in Arlington County in der Nähe von Washington zum Beispiel legen sich schon lange nicht mehr selbst auf die Lauer, um Autoknackern das Handwerk zu legen. Sie haben Lockwagen im Einsatz, die technisch so hochgerüstet sind, dass die Polizisten gemütlich auf der Wache warten können, bis sich das entwendete Fahrzeug bei ihnen meldet. Steigt der Dieb in ein solches Lockvogelauto ein, wird er sofort von einer versteckten Kamera gefilmt. Das Fahrzeug löst auf der Polizeiwache Alarm aus. Über einen GPS-Sender kann von dort aus die Fahrtroute verfolgt werden. Sobald eine Streife in der Nähe ist, sendet sie ein Funksignal. Der Wagen schließt automatisch sämtliche Türen und hält an, und der Autoknacker muss hilflos warten, bis ihn die Polizei aus der Falle herausholt.

Die Erfolgsquote ist bemerkenswert: In Arlington County wurden vor der Einführung der Köder-Autos im Jahr 2002 noch 676 Fahrzeuge geklaut; im vergangenen Jahr waren es nur noch 302. Zuletzt waren 1961 so wenige Autodiebstähle gemeldet worden. Von 94 Tätern, die versucht hätten, eines der Lockfahrzeuge zu entwenden, seien 92 geschnappt worden, sagt Polizeisprecher John Lisle. Und wer überführt wird, wird auch verurteilt: Wenn der Richter das Video aus der versteckten Kamera sieht, sind keine Fragen mehr offen.

High-Tech-Lockfallen in mehreren Bundesstaaten

Als Köder benutzt die Polizei solche Wagen, die von Dieben besonders gerne mitgenommen werden: einen Honda Civic zum Beispiel, einen Honda Accord oder einen Toyota Camry. Die Autos werden in Gegenden abgestellt, in denen besonders viele Fahrzeuge verschwinden.

Zahlen wie die aus Arlington County haben auch die Versicherungsgesellschaft Nationwide überzeugt: Das Unternehmen rüstet mittlerweile in mehreren Bundesstaaten die Polizei mit den High-Tech-Lockfallen aus, vor allem an besonders brisanten Orten wie Dallas und Houston in Texas oder Detroit in Michigan und Miami in Florida. "Bisher haben wir 29 Fahrzeuge spendiert", sagt Lee Herman, Vize-Präsident von Nationwide und dort zuständig für die Ermittlungsgruppe. "Wir haben schon Anfragen für 23 weitere Fahrzeuge und mussten eine Warteliste anlegen."

Wilde Verfolgungsfahrten fallen weg

Einer der vielen Vorteile des Systems ist, dass wilde Verfolgungsfahrten wegfallen. Das Lockauto bremst einfach automatisch ab, so dass sich die Polizisten alle Zeit lassen können, um den Dieb einzusammeln. Nur einmal hat das nicht funktioniert: Kürzlich fiel in einem Köderwagen in Dallas das Bremssystem aus. Der Dieb raste in ein anderes Fahrzeug, dessen 83 Jahre alter Fahrer dabei ums Leben kam. Die örtliche Polizei setzte das Programm vorübergehend aus, nahm es aber nach einer Woche wieder auf. Zu überzeugend sind die Zahlen: Seit 2004 wurden in Dallas 245 Autodiebe überführt.

Dass die Diebstahlrate so rasant gefallen ist wie in Arlington County, hat auch etwas mit der offensiven Öffentlichkeitsarbeit der Polizei zu tun: Die Behörden stellen Filme aus den Lockautos bei Youtube ein oder spielen sie in Polizei-Reality-Shows im Fernsehen vor. Zu sehen ist, wie der Dieb mit breitem Grinsen in den Wagen einsteigt und sich freut, wenn er den Wagen anlässt, und wie sein Gesichtsausdruck dann langsam entgleist, wenn sich die Türen schließen und das Fahrzeug anhält: von Alarm zu Verzweiflung und Tränen.

"Einen Dieb im Auto zu fassen, ist an sich schon eine schöne Sache", sagt der Versicherungsexperte Herman. "Aber der echte Mehrwert kam ins Spiel, als wir die Autofallen publik gemacht haben." Als nächstes seien Plakatwände geplant. "Das hat einen abschreckenden Effekt."

AFP / AFP

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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