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VW-Technik: Mein Auto denkt und lenkt

Wie viele elektronische Helfer braucht der Autofahrer? Eine ganze Menge, sagt die Konzernforschung von VW und zeigte, was früher oder später Einzug ins Auto halten könnte.

Von Michael Specht

Schon heute können manche Automodelle von allein den Abstand zum Vordermann halten oder lassen das Lenkrad vibrieren, wenn der Fahrer unbeabsichtigt die Spur verlässt. Schleudersituationen verhindert das ESP im Ansatz und selbst das automatische Rückwärtseinparken regelt die moderne Elektronik.

Sie soll, geht es nach den Forschern bei Volkswagen, in Zukunft dem Autofahrer noch viel mehr abnehmen. Beispielsweise, wenn dieser geistig unter- oder auch stark überfordert ist. Letztere wäre eine Situation (z.B. Kreuzungsunfall), bei der auch die schnellste menschliche Reaktionszeit nicht mehr ausreicht, um auf die Bremse zu treten. Hier würde "PyroBrake" zum Einsatz kommen. In den letzten 300 Millisekunden vor dem Aufprall (bei Tempo 50 wären das noch rund fünf Meter) zündet eine Sprengstoffkapsel am ABS-Steuergerät und leitet eine Notbremsung ein. Messungen ergaben, dass die Aufprallgeschwindigkeit um bis zu fünf km/h vermindert werden konnte. "Energetisch gesehen sind das Welten", sagt Dr. Mark Gonter von der VW-Forschung, "die Verletzungsschwere kann dadurch erheblich reduziert werden."

Alles im Blick: Auto lenkt selbst ums Hindernis

Unterfordert (Langeweile) ist der Autofahrer dagegen im Stau oder im monotonen Kolonnenverkehr auf der Autobahn. Auch hier soll die Elektronik helfen und den Fahrer entlasten. Das schon heute eingesetzte Abstandsradar hilft dabei. Nur bis runter auf Tempo Null funktionierte das System bislang nicht. In einem Forschungs-Passat klappt dies bereits. Von alleine fährt der Wagen wieder an, sobald auch der Vordermann dies tut. Stereo-Kameras überwachen zudem die Spurhaltung. Zwar gibt es einen Lane Assist bereits für einige Modelle bei Lexus, Citroen und VW (Passat CC) zu kaufen, doch alle haben nur stur die Spur im Blick. Ein Hindernis, wie beispielsweise ein parkendes Auto, das leicht in den rechten Fahrbahnrand ragt, erkennt das System nicht. Volkswagen hat nun den Lane Assist und das Abstandsradar zu einem neuen System kombiniert. Wie von Geisterhand bewegt "sieht" der Test-Passat den vor ihm stehenden Golf, bremst leicht ab und lenkt selbstständig um ihn herum.

Einparken per Fernbedienung

Wie gut die elektronischen Assistenzsystem vom Kunden angenommen werden, zeigt bei Volkswagen der Verkaufsanteil des "Parkassist". Über 30 Prozent wählt diese Hilfe beim Rückwärtseinparken. Parkassist funktioniert jedoch nur für Lücken parallel zur Fahrbahn. Die VW-Forscher sind dabei, ein automatisches System auch fürs Querparken zu entwickeln, wie es auf Parkplätzen vor Supermärkten üblich ist. Der Fahrer muss dafür nicht einmal im Auto sitzen, sondern kann seinen Wagen von außen, per Tastendruck auf den Zündschlüssel, selbsttätig einparken lassen. Damit lassen sich auch sehr schmale Lücken nutzen, in denen man normalerweise nicht mehr die Tür weit genug öffnen könnte, um auszusteigen. Kommt man vom Einkauf zurück, genügt wieder ein Druck auf den Schlüssel, der Motor startet und das Auto fährt aus der Lücke heraus. Eignen würde sich solch ein System auch in Parkhäusern.

Dort zeigen Lackspuren an Betonpfeilern aber auch, das viele Autofahrer den Wendekreis ihres Wagens falsch einschätzen und oft seitlich gegen den Pfeiler schrammen. Hierzu wird VW schon bald den "Parking Garage Assist" anbieten. Je acht Ultraschallsensoren vorn und hinten in den Stoßfängern übernehmen praktisch eine 360-Grad-Überwachung. Das System ist so intelligent, dass es sich die Pfeilerposition merkt, selbst wenn man mit dem Vorderwagen schon vorbei ist. Wird jetzt zu stark eingeschlagen, piept ein Warnton und auf dem Display erscheint exakt jene Stelle, wo gleich eine Schramme droht.

Autos "reden" miteinander

Fast nach Sience Fiction klingt es, wenn sich zukünftig Autos sehen können und gegenseitig aufeinander achten. Dass so etwas funktioniert, hat VW bereits vergangenes Jahr in Amerika gezeigt. Im Rahmen der "Urban Challenge" in Kalifornien fuhr ein Passat autark und fehlerfrei in einem simulierten Stadtverkehr. In reduzierter Form soll "Car-to-X-Communication" bei Volkswagen mittelfristig Einzug in die Autos halten. Durch die Vernetzung des Wagens und der Kommunikation in Echtzeit mit seiner Umgebung (Schilder, Ampeln, Kreuzungen) und anderen Autos wäre es möglich, brenzlige Situationen schon im Vorfeld zu erkennen. Der Autofahrer weiß plötzlich, was 100 Meter vor dem Lkw passiert, der ihm die Sicht versperrt oder "sieht" den Rettungswagen aus der Seitenstraße früher als er ihn hört.

Zehn Prozent sind Selbstmörder

Ob ABS, Airbag, Gurtstraffer und ESP, ob Bremsassistent, PyroBrake, Abstandsradar oder Spurhaltung, all die Elektronik und Assistenzsysteme sollen letztlich dem Autofahrer helfen, Unfälle zu vermeiden oder deren Schwere zu mindern. Geschehen ist schon viel. Die Anzahl der Getöteten im deutschen Straßenverkehr hat sich in den vergangenen 40 Jahren um rund 75 Prozent verringert. Dass man sie bei aller modernen Technik nicht auf Null bekommt, wissen natürlich auch die Forscher von VW. Dr. Mark Gonter: "Etwa zehn Prozent der im Verkehr Getöteten sind Selbstmörder."

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
  • Michael Specht