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Elektromobilität Elektroautos könnten ab 2026 günstiger sein als Verbrenner – Batterien werden immer effizienter

Mitarbeiter im BMW-Werk Leipzig arbeiten in der Montage des i8.
Die Produktion europäischer Elektroautos, wie hier im Leipziger BMW-Werk, könnte bis 2026 deutlich kostengünstiger werden (Symbolbild)
© Jan Woitas / DPA
Laut einer aktuellen Bloomberg-Studie könnten Elektroautos bald weniger kosten als Diesel und Benziner. Grund dafür sind effizientere Antriebsbatterien, welche die Hersteller immer weniger kosten.

Auch wenn die Elektromobilität in Deutschland immer mehr ins Rollen kommt, hegen viele Verbraucher weiterhin Ressentiments gegenüber der neuen Antriebsstoffe beim Autokauf. So gelten Elektroautos als teuer und die Batterielaufzeiten als zu kurz. Einer neuen Studie zufolge könnte damit in wenigen Jahren Schluss sein.

Eine Studie des Bloomberg New Energy Finance im Zusammenschluss mit dem Umweltverband Transport & Environment berechnet, dass elektrische Pkws und Transporter europäischer Firmen ab 2026 weniger in der Herstellung kosten werden als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Die Analysten kommen zu dem Schluss, dass die sinkenden Kosten der Antriebsbatterien und gesonderte Produktionslinien für Elektrofahrzeuge die Preise fallen lassen. Mögliche Subventionen für die Autobauer sind in den Rechnungen nicht enthalten.

Antriebsbatterien von Elektroautos werden billiger

Die Studie führte zudem zu Tage, dass die Preise für komplette Antriebsbatterien in großen und mittelgroßen elektrischen Fahrzeugen innerhalb des vergangenen Jahres von 156 auf 137 US-Dollar pro Kilowattstunden gesunken sind. Das entspricht einer negativen Entwicklung von rund 13 Prozent. Einige chinesische Hersteller gaben sogar Kosten für Elektrobusse unter 100 US-Dollar je Kilowattstunde an.

Dieser Trend lässt sich auch bei Elektro-Pkws beobachten. Dem US-amerikanischen Online-Magazin "The Mobilist" zufolge, könnten Hersteller Elektroautos ab einem Batteriepreis von 100 US-Dollar pro Kilowattstunde zum selben Preis wie ein vergleichbares Verbrenner-Modell anbieten. Branchenriesen wie Tesla oder Volkswagen berichten allerdings bereits jetzt von möglichen Produktionskosten um die 60 US-Dollar pro Kilowattstunde.

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Umweltverband fordert strengere CO2-Richtlinien

Das US-amerikanische Energieministerium bestätigte die Ergebnisse der Studie und verkündete, dass bei den aktuellen Batteriepreisen die Betriebskosten eines Elektrofahrzeuges mittlerweile minimal niedriger seien als bei einem traditionellen Antrieb. Die Studie nimmt an, dass auch die Fahrzeugpreise von Elektroautos in den nächsten fünf Jahren sinken werden, sodass Verbraucher ab 2026 mit einem niedrigeren Kaufpreis rechnen können.

Trotzdem fordern die Autoren der Studie die Europäische Union auf, strengere Emissionsziele für die 20er-Jahre festzulegen und ein Verkaufsende für Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotoren bis spätestens 2035 auszurufen.  Nur so könnte sichergestellt werden, dass der Anteil der verkauften batteriebetriebenen Fahrzeuge auf absehbare Zeit auf 100 Prozent ansteigen wird.

Quellen:Bloomberg NEF,Transport & Environment, Efahrer.com, The Mobilist


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