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"Asterix bei den Olympischen Spielen": Von verliebten Athleten und Wildschweinen

Noch bevor "Asterix bei den Olympischen Spielen" die Wildschweine auf deutsche Kinoleinwände loslässt, schickt Atari das gleichnamige Spiel für alle aktuellen Plattformen in die Arena.

Der nächste "Asterix"-Film ist noch nicht in den Kinos (Start: 31. Januar) und die Olympischen Spiele in Peking lassen auch noch ein Weilchen auf sich warten. Dennoch stimmt Atari heute schon auf die Leinwand- und Sportereignisse des Jahres 2008 ein: "Asterix bei den Olympischen Spielen" ist wie erwartet ein netter Spaß für zwischendurch - hat aber auch Schwächen, bei denen man ab und zu mal gern ein paar Gallier verkloppen würde ...

Wiederblix ist verliebt. Ausgerechnet in die schöne Prinzessin Irina. Der große Caesar in Rom jedoch hat verfügt, dass nur derjenige Irina bekommt, der als strahlender Sieger aus den Olympischen Spielen in Rom hervorgeht. Und teilnehmen dürfen dort nur Römer. Blöde Sache für Wiederblix, dessen größter Konkurrent um Irinas Gunst Caesars Sohn Brutus ist. Doch Wiederblix hat gute Freunde, die ihm dabei helfen, seine Seelenpein zu überwinden: Asterix und Obelix machen sich sofort auf den Weg nach Rom.

Das Spiel umfasst einen Action-Adventure-Teil, der von einer dünnen Story zusammengehalten wird, und neun verschiedene Wettkampfdisziplinen, in denen man sich allein oder mit einem Freund bewähren kann. Dabei stehen die klassischen Hammer- und Speerwerfen auf dem Programm. Dazu Weitsprung und Sprint. Aber auch Tauziehen und Krötenball. Wer gemeinsam spielt, darf Asterix und Obelix in Kooperation durch das Abenteuer steuern, während Solo-Spieler je nach Aufgabe zwischen den Helden hin und herschalten. Wenn es ums Wildschwein-Pflücken geht, schickt Obelix ab und an auch mal Idefix auf die Jagd.

Was auf Konsolen gut funktioniert, überfordert auf dem PC zumindest die jüngsten Spieler: Die Tastatursteuerung über den Ziffernblock gestaltet sich unergonomisch und zickig. Hier sollte man unbedingt zu einem Gamepad greifen. Hinzu kommt eine Kameraführung, die ständiges Nachjustieren erfordert, weil sie gerne den Blick auf das Wesentliche verdeckt.

Keine Frage: Das Spiel bringt die Atmosphäre der Comic-Vorlage wunderbar rüber. Die schönen Modelle, die netten Zwischensequenzen und die passenden Synchronsprecher versetzen den PC- oder Konsolen-Gallier von der ersten Minute an in die Welt von Uderzo und Goscinny. Gelungen sind auch die kleinen Anspielungen auf andere Games-Erfolge: Wenn Schleich-Gallier Sam Schiffer die Szene betritt, bleibt kein Auge trocken. Da sich die Action-Adventure-Handlung im Wesentlichen darauf beschränkt, den Aufhänger für (auf die Dauer eintönige) Kloppereien mit Römern und Wildschweinen zu bilden, war es eine kluge Entscheidung, die neun Wettkämpfe auch separat anwählbar zu machen.

Asterix bei den Olympischen Spielen

Hersteller/Vertrieb

Atari/Atari

Genre

Action

Plattform

PC, Nintendo DS, PSP, PlayStation3, Wii, Xbox 360

Preis

ca. 30 - 50 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Trotzdem: Als schneller, kurzfristiger Party-Spaß taugt "Asterix bei den Olympischen Spielen", ansonsten ist aus dem Titel nach dem ersten Durchzocken die Luft raus. Wenn man von den Tücken der PC-Steuerung absieht, werden sich gerade die Jüngsten gerne in den simplen Wettkämpfen messen. Insgesamt ein sympathischer Titel, aus dem man aber mehr hätte machen können.

Herbert Aichinger/Teleschau / TELESCHAU
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