"Battlefield 2: Special Forces" Häuserkampf im Internet


Düster und dreckig kommt das "Battlefield 2"-Addon "Special Forces" daher. Keine Frage: Hier soll Bürgerkriegsatmosphäre geschaffen werden

Durch das rund 30 Euro teure Update bietet "Battlefield 2" Zockern nun die Möglichkeit, in die Uniform eines Elite-Soldaten zu schlüpfen. Je nach Einsatzgebiet tritt man als Mitglied der US-Navy-SEALs, des britischen Special Air Service oder der russischen Speznatz an. Hinzu kommen Einheiten der fiktiven Middle Eastern Coalition sowie einer Rebellen-Gruppe. Spielerisch ändert sich durch die neuen Einheiten-Benennungen - abgesehen vom Look der Soldaten und dem coolen britischen Akzent der SAS - zuerst nichts. Wie gehabt kann zwischen verschiedenen Klassen gewählt werden, etwa Scharfschütze, Grenadier oder Sanitäter.

Wirklich neu bei "Special Forces" sind vier Dinge: Artistik und totale Finsternis. In den Taschen der Spezialeinheiten befinden sich nun Blendgranaten, Tränengas, Kletterhaken und Seile, mit denen sich Hausdächer erklimmen oder Abgründe rutschender Weise überwinden lassen. Acht neue Schlachtfelder bieten "Battlefield 2"-Veteranen genügend Platz, um sich mit dem Apache-Longbow-Helikopter, dem Combat-Quad oder dem Desert-Rider zu vergnügen. So richtig interessant wird es jedoch in den Nachteinsätzen. Hier können sich Scharfschützen prima in dunklen Ecken verbergen. Mit Restlichtverstärkern lassen sie sich zwar aufspüren, doch der Blick durch die grüne Optik schränkt das Sichtfeld stark ein.

Battlefield 2: Special Forces

Hersteller/Vertrieb

Digital Illusions/EA

Genre

Action

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

All diese Neuerungen sind durchaus sinnvoll und bringen Würze ins Geschehen - vor allem der Einsatz von Tränengas und Gasmasken. Dennoch ist "Special Forces" keine Erweiterungs-CD, die vollauf begeistert. Das liegt in erster Linie am Gesamtkonzept: Die "Special Forces"-Thematik verlagert den Schwerpunkt des Spiels weg von den beliebten Wald-und-Wüsten-Gefechten des Originals hin zum Häuserkampf im Bürgerkriegsszenario. Und genau da zeigt das Game seine Schwächen: Die Grafik ruckelt selbst auf High-End-Rechnern mit potenter Grafikkarte, die Koordination mit den Online-Kameraden wird hakelig. "Battlefield 2" lebt von seinen riesigen Arealen - und genau deshalb macht das Original immer noch mehr Spaß als das Addon.

Jan Mandler/Teleschau TELESCHAU

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