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"CSI: Eindeutige Beweise": Ich gestehe alles!

Auch wenn inzwischen Serien wie "Lost", "Prison Break" und "Heroes" die Herzen der Fans erobern - "CSI" nimmt nach wie vor einen Spitzenplatz in Sachen Beliebtheit ein. Daran wird auch dieses mittelmäßige Adventure nichts ändern.

Beim ersten Mal war es cool. Beim zweiten Mal immerhin noch nett. Das dritte Mal hat schon ein wenig gelangweilt. Und der inzwischen vierte Ausflug von Ubisoft in das "CSI"-Universum ist einfach nur Massenware. Wie in den bisherigen Games zur weltweit erfolgreichsten TV-Serie müssen Grissom und sein Team mehr oder weniger verzwickte Fälle in und um Las Vegas lösen. Unterstützt werden die einzelnen "CSI"-ler vom Spieler, der sich als Neuling seine Sporen verdienen muss. Fans macht's tierisch Spaß, alle anderen Gamer dürfte das Gefühl beschleichen, sie wären in ein Wurmloch gefallen und im Jahre 1999 gelandet. Denn das Gameplay ist so was von Old School ...

Der PC- und Konsolen-Ermittler trifft am Tatort ein, schießt ein Foto und macht sich auf die Suche nach Beweisen. Diese sind jedoch meist so offensichtlich platziert, dass er nebenbei locker noch komplexe Differentialgleichungen dritten Grades im Kopf lösen kann - sofern ihn die regelmäßigen Gähnattacken nicht ablenken. Diverse Körperflüssigkeiten, Abdrücke, Dokumente und ähnliche Beweise werden im Labor analysiert, bestimmten Personen zugeordnet und abgeheftet. Dank des neuen "Garagenlabors" lassen sich erstmals auch Autos untersuchen. Wow! Anschließend steht die Befragung der Zeugen auf dem Programm. Hat der Spieler genügend Infos zusammengetragen, gibt Brass eine Runde Vorladungen und Durchsuchungsbefehle aus. Fehler kann man nicht machen, da der Spielverlauf streng linear ist.

CSI: Eindeutige Beweise

Hersteller/Vertrieb

Telltale Games/Ubisoft

Genre

Adventure

Plattform

PC, Wii, Xbox 360

Preis

ca. 30 bis 60 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Die 3-D-Grafik könnte dringend eine Überarbeitung vertragen. Zwar sehen die gerenderten Standbilder nicht gerade kriminell mies aus, doch die Interaktivität bewegt sich in etwa auf demselben Niveau wie eine im Browser angezeigte Textseite. Man kann nach oben, unten, links und rechts scrollen. Die Charaktere sprechen Englisch, deutsche Untertitel helfen beim Verstehen. Nötig wäre dies aber nicht, da sich die Fälle - wie schon erwähnt - selbst dann lösen lassen, wenn das Spiel auf die Kombination aus mongolischer Sprachausgabe und Thai-Untertitel setzen würde.

Artur Hoffmann/Teleschau / TELESCHAU
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