"CSI: New York - The Game" Wer war's? Wen interessiert's?


Tatort Big Apple: PC-Spieler schlüpfen erstmals in die Rollen von "CSI: NY"-Ermittler Detective Mac Taylor oder Stella Bonasera - und erleben eines altes Spiel im neuen Comic-Gewand.

Keine Frage: Als innovativ kann man die bisherigen Point&Click-Adventures aus der "CSI"-Reihe mit Sicherheit nicht bezeichnen. Fans der populären TV-Serien kamen zwar auf ihre Kosten, alle anderen Spieler konnten dem simplen Grundprinzip jedoch nur wenig abgewinnen. "CSI: New York - The Game" fügt sich nahtlos in dieses Schema ein.

Wer bereits einen der Vorgänger gespielt hat, dem fällt schon in der ersten Sekunde auf, dass die Entwickler zumindest optisch einen anderen Weg eingeschlagen haben. Anstatt Charaktere und Schauplätze halbwegs realistisch darzustellen, setzt "CSI: New York - The Game" auf eine comicartige Grafik. Bestimmt nicht jedermanns Sache, zumal die düstere Atmosphäre der Serie und damit auch das letzte bisschen "Realismusgehalt" flöten geht.

Insgesamt vier Kriminalfälle müssen gelöst werden. Ein fünftes Verbrechen, das bereits im Hauptmenü aufgeführt wird, will Ubisoft per Download nachreichen. Die Aufklärung der Morde folgt dem bewährten Prinzip: Schauplatz untersuchen, mögliche Beweise einsammeln und im Labor analysieren, Zeugen vernehmen und den Täter festnageln. Neu ist, dass am unteren Fensterrand Bilder aufgelistet werden. Diese Aufnahmen zeigen mögliche Beweise, die zur Klärung des Falls unerlässlich sind. Die Betonung liegt auf "mögliche", da der Großteil der Fotos nichts weiter als Blendwerk ist, das den Spieler dazu verleiten soll, wirklich jedes einzelne Objekt anzuklicken.

Bei der Untersuchung der Schauplätze greift der PC-Spurensicherer, der diesmal in die Rollen der TV-Ermittler Detective Mac Taylor (Gary Sinise) oder Stella Bonasera (Melina Kanakaredes) schlüpft, auf die typischen Werkzeuge zurück: Fotoapparat, Wattestäbchen und Luminol sind ebenso dabei wie Fingerabdruckpulver und Pinzette. Wie schnell die vorgefertigten Aufgaben langweilen können, zeigt bereits der allererste Einsatz. Der Spieler soll drei Fotos der "einzigartigen Merkmale" einer männliche Leiche, deren Oberkörper und -Arme komplett tätowiert sind, schießen: Gesicht, tätowierter Torso und blutige Hand.

Deutlich interaktiver sind eine Reihe von Mini-Games wie das Knacken von Codes, Rekonstruktionen von Briefen oder Schützen-Positionen sowie Unterhaltungen und Verhöre. Anstatt einfach nur den vorgegebenen Fragenkatalog abzuarbeiten, kann der Spieler diesmal relativ gezielte Befragungen durchführen. Dazu klickt er entweder eines der im Text markierten Wörter an. Oder er zieht eines der Beweisstücke in das Dialogfenster. Eine Fortschrittsanzeige gibt Aufschluss darüber, wie nahe der Spieler der Lösung ist.

CSI: New York - The Game

Hersteller/Vertrieb

Legacy Interactive/Ubisoft

Genre

Adventure

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Unverständlich hingegen: Das Game weigert sich, den kompletten Inhalt eines 24-Zoll-TFT-Monitors auszufüllen, sodass links und rechts schwarze Balken den Spielspaß trüben. Gespart hat sich Ubisoft auch eine deutsche Sprachausgabe. Lediglich die Bildschirmtexte wurden lokalisiert.

Artur Hoffmann/Teleschau TELESCHAU

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