"Destroy All Humans! Der Weg des Furons" Gescheiterte Invasion


Hirnlose Zerstörungsorgie: Die "Destroy All Humans!"-Reihe war mal eine witzige Alien-Persiflage, hat mit ihrem Next-Gen-Debüt "Der Weg des Furons" jedoch den Tiefpunkt erreicht.

Entwickler Sandblast reist mit seinem etwas anderen Krieg der Welten weiter durch die Zeit: Nach den 50- und 60-ern machen die Aliens Crypto und Pox diesmal in Seventies unsicher. Was als kleines Missverständnis mit dem Mob beginnt, artet im Lauf des Spiels jedoch schnell zu einer Verschwörung außerirdischen Ausmaßes aus - inklusive fieser Widersacher.

So oder so: Die Menschheit hat hier wenig zu lachen - ebenso der Gamer vor dem Schirm. Der darf zwar in Metropolen wie Las Vegas oder Paris die Bevölkerung nach Lust und Laune mit dem Todesstrahl seines UFOs drangsalieren oder einer eindringlichen Analsonden-Untersuchung unterziehen. Dafür muss er jedoch grafische Qualen auf sich nehmen, die man auf einer Next-Gen-Konsole für kaum möglich gehalten hätte. Heftige Clipping-Fehler, permanente Pop-Up-Effekte und drastische Einbrüche in der Bildwiederholungsrate sind nur ein Teil des Schreckensbildes, das sich bei der leidlich spektakulär inszenierten Zerstörungsorgie bietet. Aber auch in puncto Physik versagt Crypto auf ganzer Linie ...

Destroy All Humans! Der Weg des Furons

Hersteller/Vertrieb

Sandblast Games/THQ

Genre

Action

Plattform

PlayStation3, Xbox 360

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Das Spiel selbst? Eine Ansammlung von öden Vernichte- und Sammel-Aufgaben, angesiedelt in einer offenen Welt. Wer will, kann "Destroy All Humans!" als eine Art "Mars Attacks" im "GTA"-Stil begreifen - Begeisterung wecken die Einäscherung ganzer Landstriche, der enorme Trash-Faktor und die Vielzahl an abgedrehten Waffen und PSI-Kräften jedoch nicht. Finger weg von diesem hirnerweichenden Game.

Bernd Fetsch/Teleschau TELESCHAU

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