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"Empire Earth 2: The Art of Supremacy": Von Helden und Künstlern

Massai und Zulu kämpfen im Afrika der Zukunft gegen einen Ölkonzern, Russland schlägt Napoleon. Das Addon "The Art of Supremacy" bietet neue Kampagnen und Völker. Aber kann es "Empire Earth 2" auch verbessern?

Dabei treten die afrikanischen Jäger aber keineswegs so zurückhaltend und hinterwäldlerisch auf wie im letztjährigen deutschen Kinofilm "Die weiße Massai" mit Nina Hoss. Zwar haben sie auch in "The Art of Supremacy" (auf Deutsch: "Die Kunst der Überlegenheit") eine einzigartige Kultur mit Medizinmännern und bunten Kriegern. Aber auch schwere Bomber, Handfeuerwaffen und Panzer finden sich in ihrem Arsenal wieder. Ebenso wie bei ihren Nachbaren, den Zulu. Gemeinsam müssen sich beide Völker gegen den Angriff eines internationalen Ölkonzerns im Jahr 2037 erwehren. Fünf Missionen umfasst die Kampagne, in der traditionell gekleidete Schamanen neben mit Raketenwerfern bewaffneten Soldaten ins Feld ziehen.

Die beiden anderen Kampagnen spielen zur Zeit der alten Ägypter sowie in den Napoleonischen Kriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Während die Pharaonen ihre noch heute bewunderten Monumente in den Sand der Sahara setzen, ziehen die Russen unter Zar Alexander I. gegen Napoleon Bonaparte und seine europäischen Verbündeten ins Feld. Hier werden dem Spieler vor allem Belagerungen geboten.

Weiterhin darf er in zwei großen Entscheidungsschlachten jeweils eine Kriegspartei seiner Wahl übernehmen. Ein Kampf findet zwischen dem British Empire und den aufbegehrenden Zulu in Afrika statt. Die andere Schlacht wird 1943 in Kursk zwischen Russland und Deutschland geschlagen.

Insgesamt werden dem Spieler damit 17 neue Missionen angeboten, die ebenso umfangreich wie knifflig geraten sind und dem Anspruch des Hauptprogramms in nichts nachstehen. Die Vormachtstellung zu erreichen, ist hier wahrhaft eine hohe Kunst. Die Einsätze sind jedoch abwechslungsreich und vermögen es, Profis über mehr als ein Wochenende zu fesseln - zumal erfahrene Einheiten irgendwann den Helden-Status erreichen und ihre Kameraden mit dicken Boni versorgen.

Empire Earth 2: The Art of Supremacy

Hersteller/Vertrieb

Mad Doc Software/LLC/Vivendi Universal

Genre

Strategie

Plattform

PC

Preis

ca. 20 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Leider hat sich der Hersteller Mad Doc Software nicht die Mühe gemacht, die bereits im Hauptprogramm festgestellten Probleme zu beseitigen. So ist die Wegfindungsroutine immer noch fehlerhaft. Einheiten bleiben an Ecken und Kanten hängen, große Armeen blockieren sich selbst. Die 3-D-Grafik wirkt trotz netter Leucht-Effekte und gewaltiger Hardware-Anforderungen mittlerweile etwas altbacken. Damit bietet "The Art of Supremacy" zwar neues Futter an Missionen und Zivilisationen, macht aus "Empire Earth 2" aber kein besseres Spiel.

Christian Pfeiffer/Teleschau / TELESCHAU
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