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"inFamous": Wenn es funkt ...

Vorsicht, Hochspannung: Zwischen volljährigen PS3-Spielern und "inFamous" dürfte es schnell funken. Vielleicht, weil es optisch blitzt. Vielleicht aber auch, weil es eine Ansammlung guter Konkurrenzideen darstellt.

Held oder Anti-Held - das ist bei "inFamous" die Frage. Immer wieder wird der Spieler in diesem PS3-exklusiven Abenteuer vor schwierige Entscheidungen gestellt, die ihm gutes oder schlechtes Karma bescheren. Die moralische Schwarz-Weiß-Malerei hat durchaus Folgen - und ist alles andere als neu. Das Xbox-360-Rollenspiel "Fable" basiert auf einer ähnlichen Grundidee. Aber warum sich nur von einem guten Konkurrenzprodukt inspirieren lassen? Entwickler Sucker Punch, verantwortlich für die hervorragende PS2-Reihe "Sly Racoon", bediente sich auch noch ausgiebig bei "GTA 4", "Spider-Man" und "Assassin's Creed". Das Ergebnis ist ein sogenannter Open-World-Titel, der zwar wenig neu, aber vieles richtig macht ...

Alles beginnt mit dem gewohnten Druck auf die Start-Taste des Controllers, was hier jedoch eine ebenso gewaltige wie mysteriöse Explosion in Empire City zur Folge hat. Mittendrin: Cole McGrath. Was es mit der Katastrophe auf sich hat, warum der Normalo plötzlich übermenschliche Kräfte besitzt und einer wandelnden Batterie gleicht, was der Auslöser einer grassierenden Seuche ist und was die Regierung mit all dem zu tun hat - das alles erfahren volljährige PS3-Spieler in rund 15 Stunden reiner Spielzeit, insgesamt knapp 100 Haupt- und Nebenmissionen sowie zahllosen Comic-Zwischensequenzen, die die Geschichte stetig vorantreiben.

Man darf sich Empire City als einen riesigen, frei zugänglichen, postapokalyptischen Anarcho-Spielplatz vorstellen - und Cole als eine Art Superfreak darin. Er springt von Häuserdächern, hangelt sich akrobatisch an Fassaden und Brücken entlang und röstet mit Vorliebe Reaper, die vermummten Mitglieder einer brutalen Gang, per Blitzschlag. Das alles wird mit Erfahrungspunkten belohnt, mit denen sich weitere Fähigkeiten freischalten oder bestehende ausbauen lassen.

inFamous

Hersteller/Vertrieb

Sucker Punch / Sony Computer Entertainment

Genre

Action

Plattform

PlayStation3

Preis

ca. 70 Euro

Altersfreigabe

ab 18 Jahren

Welche das sind, hängt von Coles Karma ab. An über einem Dutzend Schlüsselstellen muss er eine Gewissensentscheidung treffen: Soll er sich eine Ladung Lebensmittel für sich, seine Freundin Trish und Kumpel Zeke unter den Nagel reißen? Oder brav mit der hungernden Bevölkerung? Noch fieser: Trish retten oder Ärzte befreien, die für die Bevölkerung der Stadt lebenswichtig sind?

Je nach Wahl ändern sich nicht nur Coles Ruf bei den Menschen von Empire City und sein Aussehen - vom strahlenden Saubermann bis hin zum düsteren Schurken. Auch viele Missionen und das Finale nehmen einen komplett anderen Verlauf. "inFamous" wird also selbst bei einem zweiten Durchgang nicht langweilig - zumal die Aufträge ohnehin äußerst abwechslungsreich ausgefallen sind. Da wollen Mediziner eskortiert, Kuriere verfolgt oder Überwachungsanlagen sabotiert werden. Geht Cole bei all dem mal der Saft aus, kann er sich an Generatoren, Strommasten, Telefonzellen und Autos nachtanken. Letztere lassen sich später auch prima durch die Gegend schleudern oder zur Demonstration der schicken Explosionen verwenden.

Grafisches Effektgewitter

Überhaupt gleicht "inFamous" einem grafischen Effektgewitter. Allenfalls ein paar unschöne Pop-Up-Effekte und leichtes Kantenflimmern könnte man dem Sony-Game ankreiden. Tadellos ist dagegen die Steuerung geraten. Mit geringem Aufwand gelingen selbst ungeübten Spielern fließende Aktionen, wenngleich "inFamous" nicht gerade leicht ist. Besonders knifflig: die Duelle mit allerlei Zwischen- und Bossgegnern, um weitere Stadtteile freizuschalten.

Sucker Punch mag sich bei "inFamous" mit seinem Mix aus altbekannten Ideen nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen. Der Titel ist virtuelles Popcorn-Kino - nicht gerade tiefgründig, aber ziemlich spannungsgeladen ...

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.