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2. Fußball-Bundesliga: Fürth und Paderborn müssen mit dem Aufstieg warten

Hochspannung beim Saisonfinale: Paderborn und Fürth haben jeweils gewonnnen und kämpfen am letzten Spieltag im Fernduell um den zweiten direkten Aufstiegsplatz. Köln feierte eine kleine Meisterparty.

Paderborns Torschütze Mario Vrancic (r.) lässt sich von der Mannschaft für seinen Treffer feiern.

Paderborns Torschütze Mario Vrancic (r.) lässt sich von der Mannschaft für seinen Treffer feiern.

Nur noch 90 Minuten trennen den SC Paderborn vom märchenhaften ersten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga und künftigen Traumspielen gegen den FC Bayern, Borussia Dortmund oder Schalke 04. Die ostwestfälischen Himmelsstürmer von Trainer André Breitenreiter bewiesen am vorletzten Zweitliga-Spieltag Nervenstärke und behaupteten mit einem 2:0-Erfolg in Aue den zweiten Tabellenplatz und den Zwei-Punkte-Vorsprung auf die SpVgg Greuther Fürth. Die wichtigen Tore für den Tabellenzweiten im Erzgebirge erzielten der Albaner Alban Meha und Mario Vrancic. Der Tabellendritte aus Fürth erfüllte seine Siegpflicht am Sonntag zeitgleich mit einem 6:0-Schützenfest beim Absteiger Energie Cottbus.

Die große Party stieg in Köln: Nach dem munteren 4:0 gegen den FC St. Pauli feierten 50 000 Zuchauer im ausverkauften Stadion das team von Trainer Peter Stöger vor, während und nach der Übergabe der Zweitliga-Meisterschale. Anthony Ujah, Marcel Risse, Patrick Helmes und Sascha Bigalke erzielten die Tore für den FC bereits in den erstmals übergestreiften Heimtrikots der kommenden Erstliga-Spielzeit.

Das Fernduell um den direkten Aufstiegsbegleiter der Kölner entscheidet sich erst beim packenden Saisonfinale am kommenden Sonntag: Paderborn (59 Punkte) empfängt dann im ausverkauften eigenen Stadion den VfR Aalen. Die Fürther (57), für die in Cottbus Stephan Fürstner, Ilir Azemi mit seinen Saisontoren 12 und 13, der ebenfalls zweimal erfolgreiche Nikola Djurdjic sowie Goran Sukalo trafen, müssen gegen den SV Sandhausen antreten.

Lautern lauert vergeblich auf Patzer der Konkurrenz

"Wir müssen dadurch", sagte Fürths Präsident Helmut Hack zum nervenaufreibenden Schlussgang. Zumindest Platz drei dürfte den Franken bei einem Vorsprung von drei Zählern auf den 1. FC Kaiserslautern, der bei seinem 4:0-Heimsieg gegen Dynamo Dresden vergeblich auf Patzer von Paderborn und Fürth wartete, sicher sein. "Unsere erfolglosen Dellen in dieser Saison waren tief und zu groß", meinte FCK-Chef Stefan Kuntz schon vor der Partie beim TV-Sender "Sky".

Auch die Entscheidung über den zweiten direkten Absteiger neben Cottbus fällt erst am letzten Spieltag - und das sogar im direkten Duell zwischen Dresden und Arminia Bielefeld. Beide sind punktgleich - aber den Sachsen reicht wegen der besseren Tordifferenz schon ein Unentschieden zur Rettung im eigenen Stadion. In Kaiserslautern lief für die Dresdner vieles schief: Ein Eigentor von Toni Leistner führte zum 0:1. Und Stürmer Vincenzo Grifo sah wegen einer Notbremse die Rote Karte und ist damit im Endspiel gegen Bielefeld gesperrt.

Die Arminia wiederum verpasste eine bessere Ausgangslage durch ein unglückliches torloses Unentschieden im letzten Heimspiel gegen den FSV Frankfurt, der sich am 33. Spieltag ebenso endgültig retten konnte wie der VfL Bochum (0:2 bei 1860 München) und der FC Ingolstadt, der in Sandhausen mit 2:0 gewinnen konnte. Der Karlsruher SC und Fortuna Düsseldorf trennten sich 2:2. Aalen feierte im letzten Saison-Heimspiel einen 3:0-Erfolg gegen Union Berlin.

Klaus Bergmann/DPA / DPA

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