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"Marc Ecko's Getting Up - Contents Under Pressure": Große Dosen, weite Hosen

Von der Szene für die Szene: Der selbst ernannte Lifestyle-Papst und T-Shirt-Pimper Marc Ecko hat ein Videospiel designed, in dem geschmiert und geprügelt wird.

Der kreative Kopf hinter dem Game rund um die HipHop-Kultur kennt die Szene wie kaum ein anderer: Während sich hierzulande viele fragen dürften, "Who the... is Marc Ecko?", gilt der Namenspatron des Graffiti-Games in seiner amerikanischen Heimat als einer der angesagtesten Modeschöpfer. Unter dem Label "Ecko" entwirft der New Yorker Klamotten und Accessoires im Urban-Style und genießt das, was die Rap-Community als "Street Credibility" bezeichnet - Glaubwürdigkeit.

Von der Szene für die Szene - das Motto von Marc Eckos Modelinie gilt auch für das Game, welches der Videospiel-Freak zusammen mit Atari entworfen hat: "Getting Up" will authentische Street-Culture zum Nachspielen sein. Dazu gehören - zumindest suggeriert das Gameplay dies - Graffitis genau so wie das Dissen von Rivalen, Fassadenklettereien, Hinterhof-Schlägereien und die Flucht vor totalitären Gesetzeshütern. All dies wird originell im MTV-Stil in Szene gesetzt. Nebenbei bemerkt: Der Videoclip-Sender hat sich die Rechte gesichert und plant eine Verfilmung ...

Die Frage, ob Graffiti Kunst oder Vandalismus darstellt, beantwortet Marc Ecko in dem Game auf eine wenig überraschende Art: In der Rolle des Szene-Newcomers Trane (gesprochen vom Deutschrapper Afrob) verschönert der Spieler nicht nur die futuristische, fiktive Stadt New Radius mit seinen Tags, sondern rettet mit seiner Spraydosen-Kunst sogar die Welt, indem er eine Verschwörung aufdeckt. Das Game stilisiert den Protagonisten zum Freiheitskämpfer, dessen Waffe die große Dose in der weiten Hose ist.

Apropos: Im Nahkampf wehrt sich Trane mit Händen und Füßen. Außerdem können Gegenstände, die er am Boden findet, zur Verteidigung benutzt werden - beispielsweise Holzbretter. Die Vielzahl von Tritten, Schlägen und Special Moves, die zur Wahl stehen, kann durchaus mit reinen Beat'em up-Titeln mithalten. In diesem Punkt erinnert das Gameplay von "Getting up" durchaus an gängige Action-Spiele aus der Third-Person-Perspektive.

Die eigentliche Innovation ist der zentrale Aspekt des Games, welcher die kontroversen Diskussionen nicht nur in Australien auslöste: das Anbringen von Graffitis. Diese Aufgabe gestaltet sich wie ein Spiel im Spiel: Mit Utensilien wie Sprühdosen, Walzen, Markierstiften und Aufklebern macht sich der Nachwuchs-Writer Trane einen Namen in New Radius. Im Verlauf des Games verbessert der Spieler als Belohnung für erfolgreiche Missionen seine Techniken.

Marc Ecko's Getting Up - Contents Under Pressure

Hersteller/Vertrieb

The Collective/Atari

Genre

Action-Adventure

Plattform

PlayStation2, PC, XBox

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Auf diesen Schwerpunkt von "Getting up" ist Marc Ecko besonders stolz: "Um den Usern eine unverfälschte und authentische Interpretation des Lebensstils eines Writers zu vermitteln, haben wir einige der anerkanntesten Graffiti-Künstler aus der ganzen Welt für die Teilnahme an diesem Projekt gewinnen können." Genau in diesem Punkt aber werden die Urteile über das Gameplay so radikal auseinander gehen wie die Meinungen über das Thema Graffiti in der Realität: Kenner der Materie werden die mit viel Liebe zum Detail umgesetzte Sprayer-Technik zu schätzen wissen. Wer aber bisher mit der Treibgas-Pinsel-Szene nichts zu tun hatte, wird von der komplexen Steuerung bei der Tag-Anbringung zwar nicht überfordert, aber womöglich gelangweilt sein.

Michael Eichhammer/Teleschau / TELESCHAU
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