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"Sega Mega Drive Ultimate Collection": Früher war alles besser?

16-Bit-Nostalgie in HD: Die "Sega Mega Drive Ultimate Collection" gleicht einem Gang durchs Gaming-Museum.

Wer seine Spiel-Sozialisation nicht in den 80-ern erlebte, dem sei vorab erklärt, was der Sega Mega Drive, der dieser Kollektion ihren Namen gibt, überhaupt war. Nämlich eine Spielkonsole, die Sega 1988 in Japan veröffentlichte, bevor sie 1990 auch nach Europa kam. Die 16-Bit-Technik war damals State-Of-The-Art. Doch nachdem Videospieljahre wie Hundejahre sind, wirken die technischen Spezifikationen, die damalige Zocker in Verzückung versetzten, heute wie ein schlechter Witz: ein Prozessor mit 7,67 MHz, 1 MB ROM, 64 KB Ram, eine Auflösung von 320 mal 240 Bildpunkten, maximal 64 Farben gleichzeitig und ein Soundchip, der selbst für ein Handy eine Beleidigung wäre ...

Fragt sich also, warum man sich mit dieser Sammlung von über 40 Games aus der Pixel-Steinzeit beschäftigen soll, wo diese doch technisch hoffnungslos veraltet sind. Die Antwort: Nostalgie. Die Herzen von Oldtimerfans schlagen schließlich auch für die alten Gefährte, obwohl diese kaum PS haben. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch: Die "Sega Mega Drive Ultimate Collection" ist zwar eine Schatztruhe für Nostalgiker, wer aber am Puls der digitalen Zeit ist, wird für die meisten Games aus dieser Sammlung nicht mehr übrig haben als ein Stirnrunzeln ...

Der dargebotene Minimalismus gilt nicht nur für die Grafik, sondern auch fürs Gameplay: Bei den meisten Titeln muss irgendjemand oder irgendetwas (vom süßen Tierchen über einen kleinen Jungen bis zum kampflustigen Ninja) vom linken zum rechten Bildschirmrand bewegt werden. Auch fürs Erlernen der Steuerung braucht man keinen Abschluss an der Games Academy: Mehr als drei Tasten sind nie belegt.

Wie bei jeder Spielesammlung liegen auch hier Trüffel und Schimmelpilze nah beieinander. So machen Titel wie das "Tetris"-ähnliche "Columns", "Ecco The Dolphin" oder "Shinobi" auch heute noch Laune, während andere Games zurecht in Vergessenheit gerieten. Geboten wird für jeden Geschmack etwas - von Jump&Runs wie "Alex Kidd" über Ballerspiele wie "Alien Storm" und Beat'em Ups wie "Altered Beast" bis zu archaischen Rollenspielen wie "Shining Force". Natürlich darf die erfolgreichste Mega Drive-Serie nicht fehlen: "Sonic The Hedgehog". Ganze sechs Spiele rund um den blauen Igel sind vertreten. Vor allem die Games, die man zu zweit spielen kann, sorgen für langfristige Motivation.

Sega Mega Drive Ultimate Collection

Hersteller/Vertrieb

Backbone Entertainment/Sega

Genre

Spielesammlung

Plattform

PlayStation3, Xbox 360

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Sympathiepunkte gibt es dafür, dass Sega eigens einen optionalen "HD"-16:9-Modus, einen Weichzeichner-Filter und die Möglichkeit, Spielstände zu speichern, anbietet. Für Zocker, die mit 16-Bit-Spielmaschinen groß wurden, ist die Sammlung wie nostalgisches Stöbern in den Spielsachen auf dem Speicher. Diese freuen sich auch über freispielbare Bonusfeatures wie Interviews mit Programmierern und Spieleklassiker wie "Alien Syndrome", "Phantasy Star" oder "Space Harrier". Junge Konsolen-Greenhorns dagegen werden anhand dieses auf einen Silberling gepressten Game-Museums feststellen, dass früher eben doch nicht alles besser war.

Michael Eichhammer/Teleschau / TELESCHAU
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