"The Rub Rabbits!" Ein virtueller Quickie


"The Rub Rabbits!" sieht aus wie ein spielbarer Apple-Werbespot, ist aber ein weiterer Beweis dafür, wie sehr sich Männer für eine Frau zum Deppen machen. Egal, ob im echten Leben oder in der virtuellen Realität.

Nüchtern betrachtet ist "The Rub Rabbits!" wie sein Vorgänger "Project Rub" eine Ansammlung von mehr oder weniger fordernden Mini-Spielen, die sämtliche Kontroll-Features des Nintendo-Handhelds nutzt. Durch die rosa Brille zeichnet sich jedoch ein verdammt stylishes Game ab, in dem ein junger Kerl die Dame seines Herzens erobern will und dazu 35 Aufgaben zu bewältigen hat. Mal muss er ein Dutzend anderer Verehrer im Knobeln ausstechen oder sie per Blasrohr vom Himmel holen, dann seiner Liebsten ein Ständchen auf dem Klavier spielen, sie mit einer Rose betören, oder ihren Computer von lästigen Viren befreien. Um etwas Würze in den Story-Modus zu bringen, taucht irgendwann ein zweites, äußerst eifersüchtiges Mädel auf ...

Je nach Abschneiden in den Mini-Games, verdient man sich Herzen - die offizielle Währung in "The Rub Rabbits!". Damit lassen sich neue Outfits für das Objekt der Begierde freispielen, was jedoch Jacke wie Hose ist, weil das Mädel in den coolen Comic-Zwischensequenzen ohnehin anzieht, wonach ihr gerade der Sinn steht.

Zwei Stunden benötigt man in etwa, um Segas Kuschel-Game durchzuzocken - ein echter Quickie. Was dann noch bleibt, sind vor allem Multiplayer-Freuden: Wer will, kann gegen drei andere DS-Besitzer diverse Wettbewerbe bestreiten - oder mit einem von ihnen ein Baby zeugen - virtuell versteht sich. Richtig näher kommt man sich dabei jedoch nicht. Besser geeignet ist da schon der Hullabaloo-Modus, eine Art Twister, bei der das DS wie ein Joint die Runde macht und von allen befummelt wird.

The Rub Rabbits!

Hersteller/Vertrieb

Sega/Sega

Genre

Geschicklichkeit

Plattform

Nintendo DS

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Etwas abtörnender: der ewige Cancan, der aus den Boxen dröhnt, sowie diverse Anmachversuche, die aufgrund ihres unverschämten Schwierigkeitsgrades nur frusten. Ohne sie wäre "The Rub Rabbits!" jedoch gerade mal für eine Zugfahrt gut.

Gerd Hilber/Teleschau TELESCHAU

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