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"Tom Clancy's H.A.W.X": Guten Flug!

Mit dem neuesten Streich des Tom Clancy-Brands geht die Serie neue Wege - und in die Luft.

PC-, Xbox-360- und PS3-Spieler schlüpfen hier in den Kampfanzug eines hochdekorierten Piloten der "High Altitude Warfare Experimental Squadron", kurz "H.A.W.X.". Nachdem die Air Force ihn entlässt, wird er im Jahr 2014 zum Söldner für einen potenten Privatkonzern, der für den Meistbietenden als Militärdienstleister in den Krieg zieht. Die Pointe ist absehbar und die Story dünn wie die Luft auf 80.000 Fuß. Aber wer "H.A.W.X." kauft, will ja auch keinen neuen Clancy-Roman am Bildschirm lesen, sondern den neuesten Stand der Kampfjet-Simulation hautnah erleben.

Wobei: Simulation ist nicht ganz das richtige Wort. "H.A.W.X." legt deutlich mehr Wert auf Action als auf Realismus. Die grundlegenden Manöver sind auch ohne Pilotenschein schnell erlernt. Im Verlauf der Handlung lassen sich zudem über 60 lizenzierte Vögel freispielen, die sich in Aspekten wie Luft/Luft- und Luft-/Boden-Kampf, Geschwindigkeit, Panzerung und Handling unterscheiden. Da nicht jeder Spieler über das militärische Knowhow eines Tom Clancy verfügt, wird Laien dankenswerterweise zu Beginn jeder Mission ein zum aktuellen Auftrag passendes Flugzeug empfohlen.

Clevere Lösung, um den Spieler anhaltend zu motivieren: Von Mission zu Mission erlernt man weitere Kniffe, um zum Fliegerass aufzusteigen. Erfreulicherweise werden die von anderen Genre-Vertretern bekannten Aufträge à la "Zerstören Sie alles zu Lande, zu Wasser und zur Luft, was Ihnen vor die Schnauze kommt" um originelle Missionen ergänzt. So gilt es beispielsweise, den Präsidenten mit seiner "Air Force One" wohlbehütet durch die Wolken zu eskortieren, unerkannt unter dem Radar zu fliegen oder bei einem Nachtflug durch einen engen Flugkorridor unzählige Luftabwehr-Stellungen auszutricksen.

Was bei Autos das Navi ist, ist im Stahladler von morgen das ERS (Enhanced Reality System). Dieses High-Tech-Helferlein berechnet die perfekte Flugbahn, um feindliche Ziele zu attackieren. Ist es aktiviert, muss man nur noch durch die projezierten Dreiecke fliegen. Wer jetzt die Nase rümpft und glaubt, als erfahrener Wohnzimmerpilot auf diesen Zierrat verzichten zu können, wird schnell merken, wie praktisch ERS sein kann, um beispielsweise hinter Bergen versteckte Flaks anzuvisieren, ohne selbst in den Boden zu rasen wie eine fehlgeleitete Rakete. Auch um Taktik muss der "H.A.W.X."-Pilot sich nicht wirklich Gedanken machen - die mögliche Einflussnahme auf die Flügelmänner beschränkt sich auf Befehle wie "Angriff" oder "Verteidigung".

Zur Wahl stehen mehrere Perspektiven: Verfolgerkamera, Cockpitinnenansicht und pure HUD-Anzeige. Dazu kommt die sogenannte Off-Kontrolle, bei der alle sämtliche Flughilfen ausgeschaltet werden. Die ebenso spezielle wie gewöhnungsbedürftige Außenansicht erlaubt zwar radikale Manöver, die sich vor allem beim Abwimmeln von Feindraketen anbieten, macht den eigenen Flieger aber anfälliger für einen Strömungsabriss.

Die Kommentare per Funk tragen immens zur Atmosphäre bei. Auch die von der "Ghost Recon Advanced Warfighter"-Reihe bekannte Bild-im-Bild-Funktion sorgt für deutlich mehr Actionfeeling als ein trockenes Text-Briefing in traditionellen Kampfjet-Games. Noch mehr Spaß als das Vom-Himmel-holen der Computer-Piloten macht der Luftkampf gegen echte Gegner - wahlweise als Koop-Game oder als Team-Deathmatch.

Tom Clancy's H.A.W.X

Hersteller/Vertrieb

Ubisoft/Ubisoft

Genre

Simulation

Plattform

PC, PlayStation3, Xbox 360

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Wer sich nicht am Clancy-typischen Militär-Fetisch des Games stört, freut sich über den Titel mit der Lufthoheit in Sachen schnörkelloser Action. Wer dagegen das Genre bisher mied, wird auch von "H.A.W.X." nicht bekehrt. Was auch an der ordentlichen, aber eben nicht berauschenden Grafik liegt, die trotz grobkörniger Bodentexturen und detailarmer Gebäude immer mal wieder ins Stocken gerät.

Michael Eichhammer/Teleschau / TELESCHAU
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Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.