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Betriebssystem: Vista soll Raubkopierer selbst bestrafen

Microsoft will bei Windows Vista eine härtere Gangart gegen Raubkopien verfolgen als beim Vorgänger XP. Das neue Betriebssystem soll selbstständig erkennen, ob eine illegale Lizenz vorliegt - und gegebenenfalls den Nutzer bestrafen.

Mit schärferen Sanktionen als bisher will Microsoft gegen Raubkopien seines Betriebssystems Windows vorgehen. Der für Anfang 2007 angekündigte XP-Nachfolger Vista enthält nach Angaben von Microsoft-Manager Thomas Lindeman interne Mechanismen, die auch ohne Verbindung zu einem Microsoft-Server überprüfen können, ob die Lizenz für die Software rechtmäßig erworben wurde. Ist dies nicht der Fall und wird innerhalb von 30 Tagen keine Lizenz gekauft, sollen die Funktionen von Windows drastisch eingeschränkt werden.

So werde etwa der Zugang zum Browser sowie zu den Daten auf der Festplatte nach einer Stunde abgeschaltet, erklärte Lindeman. Abgestellt bleibt in diesem Fall auch die Aero-Technik für neue grafische Effekte. Bei Windows XP war bislang nur der Download von Zusatzsoftware wie dem Anti-Spyware-Programm verwehrt worden, wenn ein Microsoft-Server eine Raubkopie des Betriebssystems entdeckte.

Der Software-Experte Roger Kay von der Firma Endpoint Technologies Associates erklärte, dass Microsoft im Fall einer illegalen Nutzung das Recht habe, die Software einschränken. Er erwarte nun, dass die verschärfte Gangart einige Leute davon abhalten werde, das Update auf Windows Vista mitzumachen.

AP / AP