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Computerschach: Kasparow versucht's nochmal

Ein neues Schachduell zwischen Mensch und Maschine zieht weltweit nicht nur die Freunde des königlichen Spiels in den Bann. Der Weltranglistenerste Garri Kasparow und das Computerprogramm «Deep Junior» bestreiten in New York ein Sechs-Partien-Match.

Ein neues Schachduell zwischen Mensch und Maschine zieht von Sonntagabend an weltweit nicht nur die Freunde des königlichen Spiels in den Bann. Der Weltranglistenerste Garri Kasparow (Russland) und das Computerprogramm «Deep Junior» bestreiten in New York ein Sechs-Partien-Match, das mit einer Million Dollar dotiert ist. Allein für seine Teilnahme kassiert Kasparow 500.000 Dollar und im Falle eines Sieges noch einmal 300.000. Der Verlierer erhält 200.000 Dollar.

Kasparow mit Geldproblemen

Entwickelt wurde die Software für das Schachprogramm Junior in Israel. Dort sollte Anfang des Monats auch ein Aufwärmmatch über zwei Partien stattfinden. Kasparow hatte es aber kurzfristig abgesagt, weil eine Bank von ihm die Rückgabe eines Kredits für seine erfolglose Webseite (Kasparovchess.com) in Höhe von 1,6 Millionen Dollar fordert.

Wer gewinnt: Mensch oder Maschine?

Kasparow hat noch eine Rechnung offen

Kasparows Landsmann Wladimir Kramnik hatte im vergangenen Oktober in Bahrain gegen das deutsche Computerprogramm «Deep Fritz» in acht Spielen ein 4:4-Unentschieden erreicht. Kasparow will diese Leistung übertreffen. Das Schachgenie hat mit Computern noch eine alte Rechnung offen. 1997 verlor der sieggewohnte Kasparow in New York gegen den IBM-Rechner «Deep Blue» in sechs Partien 2,5:3,5, weil ihm im letzten Spiel die Nerven versagten.