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Computerspiele: "Auf Schulhöfen wird alles getauscht"

In einer Studie sind Frankfurter Wissenschaftler zu dem Ergebnis gekommen, dass gesetzliche Altersbeschränkungen für Online-Computerspiele keine Wirkung hätten. Die Forscher fordern stattdessen technische Maßnahmen zur Alterskontrolle.

"Der Zugang zu den Spielen ist völlig unproblematisch und leichter, als eine Flasche Wodka an der Tankstelle zu kaufen", sagte der Soziologe Klaus Allerbeck am Mittwoch bei der Vorstellung der Studie. "Alles wird auf Schulhöfen irgendwie getauscht."

In der Befragung von rund 600 Online-Spielern nannten 40 Prozent der 13- bis 15-Jährigen ein Lieblingsspiel, das für ihr Alter noch gar nicht freigegeben ist. "Die Altersgrenzen schaffen gerade die Anreize", stellte Allerbeck fest. Die Untersuchung sei repräsentativ für die Spieler interaktiver Online-Videospiele.

"Es müssten technische Verfahren eingeführt werden"

Damit die Eltern den Umgang ihres Nachwuchses, "in der Regel die Computer-Experten der Familie", mit den Spielen überhaupt kontrollieren könnten, müssten technische Verfahren eingeführt werden. Alles andere sei wirkungslos, sagte der Professor. Als Beispiele nannte Allerbeck Zugangschips wie die Geldkarten bei Zigarettenautomaten und herausnehmbare Hardware-Teile, mit denen die Eltern die Computer ausschalten könnten, "ohne die Hauptsicherung zu betätigen". Denkbar seien auch Server mit "festen Bettzeiten" für Jugendliche.

Es sei allerdings "nicht zweckmäßig, nur die Verbotsecke aufzumachen, man muss auch die neuen Möglichkeiten sehen", forderte der Soziologe. Als Beispiele nannte er das Training kognitiver Fähigkeiten, der Augen-Hand-Koordination und der Feinmotorik.

Vier Stunden täglich wird gespielt

60 Prozent der befragten Jugendlichen unter 16 Jahren spielen der Studie zufolge mehr als vier Stunden am Tag am Computer. "In dieser Altersgruppe wird so viel gespielt wie in sonst keiner", sagte Mitautor, Maurice Farrouh. Etwa jeder dritte der Befragten spielte mehr als drei Stunden pro Tag, knapp vier Prozent mehr als 70 Stunden pro Woche. Viele der über 30-Jährigen saßen bereits fast so lange wie die Schüler am PC: Ein Drittel spielte mehr als vier Stunden am Tag, obwohl das Gros von ihnen berufstätig ist. Nur sechs Prozent waren Frauen.

Das eigene Image wird von den Spielern laut Studie als schlecht eingeschätzt. 90 Prozent glauben, sie würden von Nicht-Spielern als spielesüchtige, kindische Außenseiter oder potenzielle Amokläufer angesehen. Sie haben das Gefühl, sich für ihr Hobby rechtfertigen zu müssen. Dabei schreibt die Mehrzahl der Spieler ihrer Beschäftigung selbst positive Effekte zu wie beispielsweise das Training von Reflexen oder taktischem Denken.

600 Jugendliche nahmen an Umfrage teil

"Mit dem Rücken zur Welt oder virtuelle Welten der Zukunft? Onlinespieler und ihr Hobby?" lautet der Titel der Studie. Befragt wurden Spieler von so genannten Ego-Shooter-Spielen (beispielsweise Counter-Strike) und von Rollenspielen (wie etwa World of Warcraft oder Guild Wars). Etwa 600 Jugendliche und Erwachsene hatten die in Foren platzierten Fragen aus eigener Initiative vollständig beantwortet.

DPA / DPA
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.