VG-Wort Pixel

News des Tages USA fordern Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage im Iran

Polizei in Teheran geht mit Wasserwerfern gegen Demonstranten vor
Das Bild soll laut der Gruppierung Nationaler Widerstandsrat Iran zeigen, wie die Polizei in Teheran mit Wasserwerfern gegen Demonstranten vorgeht
© DPA
Berliner Eisbärenbaby stirbt nach 26 Tagen +++ Ein entflohener Häftling aus Plötzensee stellt sich +++ Hunderte Strafanzeigen gegen von Storch +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • USA fordern Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage im Iran (22.05 Uhr)
  • Schwarzweil nimmt Supermarkt auseinander (16.37)
  • Knapp 450.000 Kriegsvertriebene in Afghanistan im Jahr 2017 (16.26)
  • Eisbärenjunges stirbt im Berliner Zoo (14.42)
  • Einer der Ausbrecher der Berliner JVA Plötzensee stellt sich (12.47)
  • Mehrere hundert Strafanzeigen gegen von Storch wegen Silvester-Tweet (12.16)

Die Meldungen des Tages:

+++ 22.49 Uhr: Toter in Asylbewerberunterkunft - Polizei nimmt Verdächtigen fest +++ 

 Bei einer Auseinandersetzung in einer Asylbewerberunterkunft im hessischen Hattersheim ist am Dienstag ein 39 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Man gehe nach derzeitigem Stand der Ermittlungen von einem Gewaltdelikt aus, sagte ein Polizeisprecher in Wiesbaden. Nach Angaben der Polizei wurde am Tatort eine leblose Person auf dem Boden liegend gefunden. Der aus Afghanistan stammende Mann sei trotz notfallmedizinischer Behandlung seinen schweren, durch mehrere Messerstiche verursachten Verletzungen erlegen. Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um einen 26-jährigen Bewohner des Asylbewerberheimes aus Syrien. Er soll voraussichtlich am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ 22.05 Uhr: USA fordern Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage im Iran +++

Die USA wollen eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage im Iran beantragen. Auch der UN-Menschenrechtsrat in Genf müsse sich in den kommenden Tagen mit den seit Tagen anhaltenden Unruhen befassen, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, in New York. Die internationale Gemeinschaft müsse den Ruf der Iraner nach Freiheit unterstützen. 

Die Vorwürfe der iranischen Staatsführung, welche die USA und andere ausländische "Feinde" für die Proteste verantwortlich macht, wies Haley als "vollständigen Unsinn" zurück. 

+++ 21.24 Uhr: Nach blutiger Gefängnisrevolte in Brasilien noch hundert Häftlinge flüchtig +++

Nach einer Gefängnisrevolte in Brasilien mit neun Toten sind fast hundert Häftlinge weiter auf der Flucht. Insgesamt seien bei den Kämpfen zwischen Mitgliedern verfeindeter Gefängnisbanden in der Stadt Aparecida de Goiânia am Montag 242 Insassen geflohen, teilte die Strafvollzugsbehörde des Bundesstaats Goiás mit. Mehr als die Hälfte von ihnen sei aber schnell wieder eingefangen worden. Nach Behördenangaben wurden einige Insassen bei lebendigem Leib verbrannt, zwei wurden enthauptet. Von 14 Verletzten befanden sich demnach sechs im Krankenhaus, einer auf der Intensivstation. Hintergrund der Revolte waren den Angaben zufolge Machtkämpfe um die Kontrolle des Drogenhandels.

+++ 18.11 Uhr: Französische Gefängniszellen bekommen Festnetz-Telefone +++

Frankreich will in fast allen Gefängniszellen ein Festnetz-Telefon installieren. Das Pariser Justizministerium bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Le Monde". Der Auftrag wurde bereits ausgeschrieben.

Die Häftlinge sollen von den Telefonen nur jeweils vier Nummern anrufen können, die vorher genehmigt wurden. Ausgeschlossen sind nur Disziplinartrakte. Ziel sei, dass die Häftlinge den Kontakt zu ihrer Familie halten können. Außerdem hoffen die Behörden, dass so das Problem des Handy-Schmuggels zurückgeht und Spannungen vermieden werden.   

+++ 17.57 Uhr: Eisbärenjunges trank vor Tod nicht genug Muttermilch +++

Das Berliner Eisbärenjunge hat vor seinem Tod am Dienstag nicht genug getrunken. "Es hat 12 bis 15 Stunden lang zu wenig Milch bekommen und ist dann hinweggeschlafen", sagte Tierpark-Direktor Andreas Knieriem, der das Jungtier mit obduziert hatte. Das vor 26 Tagen geborene Eisbären-Weibchen sei ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr dehydriert. Warum das Tier nicht mehr trank, ist noch unklar. Bei weiteren Untersuchungen soll es um mögliche Infektionen gehen. Ein Fehler der Eisbärenmutter sei nicht zu erkennen. "Man kann mit allen Jungtieren Glück und Pech haben", sagte Knieriem. Der plötzliche Tod habe ihn aber auch sehr traurig gemacht. "Nach fast einem Monat hatten wir Hoffnung."

+++ 17.29 Uhr: Unbekannter schießt in Brandenburg auf zwei Besitzer von Dönerläden +++

Ein Unbekannter hat am späten Neujahrsabend im brandenburgischen Kyritz auf die Autos von zwei türkischstämmigen Besitzern von Dönerläden geschossen. Nachdem die Männer ihre Fahrzeuge gestoppt hätten, habe der unbekannte Schütze die Flucht ergriffen, teilte die Polizeidirektion West mit. Die 23 und 35 Jahre alten Männer hatten die Polizei alarmiert. Kriminaltechniker konnten mutmaßliche Einschüsse an einem der beiden Wagen, an mehreren geparkten Fahrzeugen und an Hausfassaden feststellen. Außerdem wurden Patronenhülsen gefunden. Die Mordkommission ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Nach Angaben einer Polizeisprecherin prüfen die Ermittler einen Zusammenhang mit Auseinandersetzungen zwischen Betreibern von Dönerläden in der Stadt.

+++ 16.37 Uhr: Wildschweine demolieren Supermarkt +++

Zwei Wildschweine haben in einem Einkaufsmarkt in Östringen bei Karlsruhe randaliert. Wie die Polizei am Dienstag berichtete, demolierten die Tiere Auslagen und Waren und richteten einen Schaden in zunächst unbekannter Höhe an.

Wieviele Kunden zur Zeit des Vorfalls in dem Geschäft waren, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Verletzt wurde niemand. Kurz vor dem überraschenden Auftauchen der beiden Tiere hatte sich sogar eine ganze Wildschweinrotte auf dem Parkplatz des Supermarktes getummelt. 

+++ 16.26 Uhr: Knapp 450.000 Kriegsvertriebene in Afghanistan im Jahr 2017 +++

In Afghanistan sind 2017 knapp 450.000 Menschen vor Kampfhandlungen aus ihren Dörfern und Städten geflohen. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) hervor.

Demnach wurden zwischen Januar und Dezember des vergangenen Jahres 445 335 Menschen heimatlos. Allein in der vergangenen Woche mussten landesweit rund 7428 Menschen vor Kämpfen mit den radikalislamischen Taliban oder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fliehen. 

+++ 16.10 Uhr: Rapper Kollegah zahlt für Angriff auf Fan +++

Deutschrapper Kollegah zahlt nun doch eine Geldstrafe von 18.000 Euro für den Angriff auf einen Konzertbesucher. Die Verteidigung des Musikers habe den Einspruch gegen einen entsprechenden Strafbefehl des Amtsgerichts Leipzig am Donnerstag vergangener Woche zurückgezogen, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Gründe wurden nicht genannt. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" darüber berichtet. 

+++ 14.42 Uhr: Berliner Eisbärenbaby stirbt nach 26 Tagen +++

 Nach nur 26 Tagen ist das Eisbärenjungtier im Berliner Tierpark gestorben. Das teilte der Tierpark mit. Noch am Neujahrstag hätten sich Tierpfleger gefreut, das Jungtier nach der Silvesternacht wohlbehalten zu entdecken und bei Eisbärenmutter Tonja trinken zu sehen. Beim Blick auf die Überwachungskamera am Morgen des 2. Januar fanden die Tierpfleger dann einen leblosen Körper vor.

"Wir wussten, dass die Jungtiersterblichkeit in den ersten Wochen sehr hoch ist, dennoch sind wir deprimiert und es macht uns traurig", sagte Eisbären-Kurator Florian Sicks. "Für uns heißt es nun, die Bilder der Überwachungskamera auszuwerten und das Obduktionsergebnis abzuwarten", erklärte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. Der kleine Eisbär wird im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung obduziert. 

+++ 13.55 Uhr: Fünf Gefangene in Ägypten hingerichtet +++

In Ägypten sind heute die Todesurteile gegen fünf Gefangene vollstreckt worden. Vier von ihnen hatten nach Angaben von Sicherheitsbeamten im Jahr 2015 einen Bombenanschlag in einem Stadion im Norden der Hauptstadt Kairo verübt. Bei dem Anschlag waren drei Offiziersschüler getötet worden. Den Tätern wurden Verbindungen zu den Muslimbrüdern des 2013 von der Armee gestürzten Ex-Präsidenten Mohammed Mursi vorgeworfen.

Der fünfte Gefangene wurde wegen einer nicht näher benannten Straftat hingerichtet. Bereits am 26. Dezember waren 15 Gefangene wegen "terroristischer" Angriffe auf Soldaten und Polizisten auf der Halbinsel Sinai exekutiert worden.

Nach dem Sturz Mursis gingen die Sicherheitsbehörden massiv gegen dessen Anhänger vor. In der Folge verübten Dschihadisten insbesondere auf der Halbinsel Sinai vermehrt Anschläge und Angriffe.

+++ 12.47 Uhr: Einer der Ausbrecher der Berliner JVA Plötzensee stellt sich +++

Fünf Tage nach einem aufsehenerregenden Ausbruch aus dem Berliner Gefängnis Plötzensee ist einer der vier Ausbrecher freiwillig zurückgekehrt. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) teilte auf Twitter mit: "Einer der vier Entflohenen vom 28. Dezember hat sich gerade mit seinem Anwalt gestellt. Er wird nun in eine Anstalt mit höheren Sicherheitsvorkehrungen verlegt."

Gestern waren zwei weitere Gefangene aus Plötzensee im Norden der Hauptstadt geflüchtet. Einer dieser beiden Männer meldete sich noch abends zurück. Zudem war Ende vergangener Woche bekanntgeworden, dass sich ein Mann nicht aus dem offenen Vollzug zurückgemeldet hatte.

+++ 12.34 Uhr: Gottschalk zum zweiten Mal Großvater +++

TV-Entertainer Thomas Gottschalk ist zum zweiten Mal Großvater geworden. "Wir unterbrechen das Programm für eine kurze Durchsage: Ich bin gerade Opa geworden", schrieb der 67-Jährige auf Twitter. "Der Enkel heißt Sebastian." Nähere Angaben machte Gottschalk nicht. Die Eltern sind Gottschalks Sohn Roman (35) und dessen Frau Melissa, die seit 2013 verheiratet sind. Gottschalks anderer Sohn Tristan (28) ist bereits seit 2010 Vater eines Sohnes.

+++ 12.16 Uhr: Mehrere hundert Strafanzeigen gegen von Storch wegen Silvester-Tweet +++

Wegen eines Tweets der AfD-Politikerin Beatrix von Storch an Silvester sind bei der Kölner Staatsanwaltschaft mehrere Hundert Strafanzeigen wegen möglicher Volksverhetzung eingegangen. Die Behörde habe den Fall von der Polizei übernommen und prüfe ihn gründlich, sagte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn der Deutschen Presse-Agentur.

Unter anderem hatte auch die Kölner Polizei Anzeige erstattet - die selbst im Mittelpunkt des Geschehens steht: Sie hatte am Silvesterabend ihre Neujahrsgrüße in vier Sprachen getwittert, darunter auch auf Arabisch. Die AfD-Politikerin von Storch reagierte darauf beim Internet-Kurznachrichtendienst - und wurde wegen ihres Kommentars für kurze Zeit bei Twitter gesperrt.

+++ 12.14 Uhr: Noah Becker nervt Rolle als "Dauersohn" +++

Noah Becker (23) will nicht weiter nur als "der Sohn von Boris Becker" eingeordnet werden - und kanalisiert den Frust darüber in Kunst. "Wut ist mein Motor. Zum Beispiel die Wut auf die vielen Schubladen, in die ich dauernd gedrängt werde, die nervige Rolle des Dauersohnes", sagte er in einem Interview der Zeitschrift "Emotion". "Diese Wut ist eine kreative Energie und befeuert mich, meine Grenzen immer wieder zu sprengen." Der 23-Jährige hat ein Maler-Atelier in Berlin und ist Mitglied einer Band.  

+++ 11.55: Gauland sieht Meinungsfreiheit in Gefahr +++

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland sieht nach dem gelöschten Tweet seiner Parteikollegin Beatrix von Storch die Meinungsfreiheit in Gefahr. "Das Zensurgesetz von Heiko Maas zeigt schon am ersten Tag des neuen Jahres seine freiheitsbeschneidende Wirkung. Diese Stasi-Methoden erinnern mich an die DDR", empörte sich Gauland am Dienstag. Der Parteichef ist selbst nicht auf Facebook und Twitter aktiv. Er rief dennoch alle Nutzer sozialer Medien auf, den gelöschten Kommentar der Bundestagsabgeordneten von Storch "immer und immer wieder zu veröffentlichen".

+++ 11.40 Uhr: Neun Tote bei Banden-Kämpfen in brasilianischen Gefängnis +++

Bei Kämpfen zwischen Mitgliedern verfeindeter Banden in einem brasilianischen Gefängnis sind mindestens neun Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden. Außerdem brach in der Haftanstalt im Bundesstaat Goiás ein Brand aus, wie das Nachrichtenportal "G1" am Montag unter Berufung auf die Behörden berichtete. Mehr als hundert Häftlinge konnten fliehen. 

+++ 11.34 Uhr: Bei Brand in englischen Safari-Park sterben 13 Affen +++

Bei einem Brand in einem Safari-Park im englischen Woburn, nördlich von London, sind 13 Husarenaffen ums Leben gekommen.
Das Feuer sei in den frühen Morgenstunden im Haus der Affen ausgebrochen, teilte der Park auf seiner Webseite mit.
"Mitarbeiter und Feuerwehr waren zur Stelle. Zur Bestürzung aller im Park konnte aber keines der 13 Tiere gerettet werden", hieß es in der Mitteilung. Alle anderen Tiere in dem Dschungel-Gehege, das für Durchfahrten mit dem Auto konzipiert ist, würden beobachtet. Erste Anzeichen sprächen dafür, dass sie nicht betroffen seien. Der Grund für das Feuer war zunächst nicht bekannt.

+++ 11.12 Uhr: Deutscher stirbt bei Sturz auf Mallorca +++

Ein Deutscher ist auf Mallorca bei einem Sturz im Treppenhaus ums Leben gekommen. Das mutmaßliche Unglück habe sich in den frühen Stunden des Neujahrstages ereignet, berichtete die Zeitung "Diario de Mallorca" unter Berufung auf die Behörden. Die Leiche des 57-Jährigen sei gestern von Nachbarn gegen sechs Uhr morgens auf dem Flur des Gebäudes der Inselhauptstadt Palma gefunden worden, in dem der Mann gewohnt habe, hieß es.

Es wird vermutet, dass der Deutsche bei der Rückkehr von einer Silvesterparty vom zweiten Stockwerk in die Tiefe gefallen und dabei ums Leben gekommen ist. Eine Autopsie solle aber die genaue Todesursache klären, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Woher der Mann aus Deutschland kam, wurde nicht bekannt.

+++ 10.06 Uhr: Iran-Unruhen: 450 Demonstranten in Teheran verhaftet +++

Iranische Sicherheitskräfte haben während einer Welle von Protesten gegen Führung und Klerus seit Samstag alleine in der Hauptstadt des Landes 450 Demonstranten festgenommen. Das gab Teherans Vizegouverneur Asghar Nasserbakht nach Angaben der Nachrichtenagentur Ilna bekannt. Zahlen für Verhaftungen im ganzen Land liegen noch nicht vor. Nach unbestätigten Berichten sollen aber mehrere Hundert Menschen festgenommen worden sein.

Die Proteste hatten am Donnerstag begonnen. Sie richteten sich zunächst gegen die Wirtschafts- und Außenpolitik der Regierung, wurden aber zunehmend systemkritisch. Am Samstag griffen die Proteste auch auf Teheran über. Nach Augenzeugenberichten setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein. Landesweit sind seit Beginn der Proteste mindestens 19 Menschen getötet worden. 

+++ 9.42 Uhr: Tourist in australischer Wüstenschlucht von Blitz erschlagen +++

Ein 35-jähriger Mann ist im Kings Canyon in Australien von einem Blitz tödlich getroffen worden. Er sei mit vier Familienmitgliedern auf der Oberseite der Schlucht unterwegs gewesen, als der Blitz am Nachmittag des Neujahrstages einschlug, teilte die Polizei mit.

Rangers, Mediziner und Polizisten behandelten demnach den Mann vor Ort. Die Bemühungen seien durch starken Regen und Sturzfluten erschwert worden, hieß es. Die Familienmitglieder seien unverletzt geblieben. Woher das Opfer kam, war nicht bekannt. Kings Canyon ist eine der Hauptattraktionen des Watarrka-Nationalparks in der zentralen Region Australiens.

+++ 9.25 Uhr: US-Teenager nach mutmaßlicher Ermordung eigener Familie festgenommen +++

In den USA ist ein 16-Jähriger festgenommen worden, der am Silvesterabend seine Familie erschossen haben soll. Wie die Polizei im Bundesstaat New Jersey gestern mitteilte, ließ sich der Teenager widerstandslos festnehmen. Er soll nach Erwachsenenstrafrecht unter anderem wegen Mordes angeklagt werden.

Der 16-Jährige wird beschuldigt, am Silvesterabend in der Stadt Long Branch südlich von New York seinen 44-jährigen Vater, seine 42-jährige Mutter, seine 18-jährige Schwester sowie eine 70 Jahre alte Freundin der Familie erschossen zu haben. Ein Bruder und der Großvater des Jugendlichen entkamen unverletzt. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zum Motiv für die Bluttat.

+++ 8.14 Uhr: Kuh flüchtet von Schlachthof - und stoppt ICE +++

Eine aus einem Schlachthof ausgebüxte Kuh hat einen ICE ausgebremst. Sie bewegte sich über eine Stunde lang nicht mehr von den Gleisen, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Genutzt hat es ihr am Ende nichts: Ein Jäger wurde gerufen, der das Tier erlegte. Der Vorfall ereignete sich auf der Strecke der Rheintalbahn in Baden-Württemberg. Der ICE habe gegen 5 Uhr nahe Bühl angehalten, um die Kuh nicht zu erfassen, hieß es. Die Strecke der Rheintalbahn ist eine der bedeutsamsten Nord-Süd-Verbindungen für den gesamten europäischen Schienenverkehr.

+++ 8.02 Uhr: Staatsfernsehen: Weitere neun Tote bei Protesten im Iran +++

Bei den Protesten im Iran soll es nach Angaben des staatlichen Fernsehens Irib weitere neun Tote gegeben haben. Es war jedoch zunächst unklar, ob es sich um Demonstranten, Polizisten oder Revolutionswächter handelte.

+++ 6.54 Uhr: Alarm wegen Schlangeneiern auf australischem Schulhof +++

Schlangeneier im Sandkasten haben eine Schule in Australien in helle Aufregung versetzt. Nach eingehender Suche seien auf dem Spielplatz der Schule in Laurieton knapp 400 Kilometer nördlich von Sydney binnen drei Tagen insgesamt sieben Nester aufgespürt worden, berichteten Medien am Dienstag. Alle Eier seienentfernt worden.

Tierschützer ordneten die Eier der Östlichen Braunschlange (Pseudonaja textilis) zu, die als zweitgiftigste Schlange der Welt gilt. Die Giftnatter ist für die Mehrzahl aller Todesfälle durch Schlangenbisse auf dem fünften Kontinent verantwortlich. Dank effizienter Erste-Hilfe-Methoden und Gegengiften stürben in Australien aber nur noch ein bis zwei Menschen pro Jahr an Schlangenbissen, hieß es in einer Information des Australischen Reptilienparks.

+++ 6.48 Uhr: Staatsfernsehen: Demonstranten töten Revolutionswächter im Iran +++

Bei den Protesten im Iran ist nach Angaben des staatlichen Fernsehens IRIB ein Revolutionswächter - kein Polizist - von Demonstranten getötet worden. Der Revolutionswächter der Stadt Nadschafabad im Zentraliran sei in der Nacht erschossen worden. Laut IRIB beweist die Tat, dass einige der Demonstranten bewaffnet seien. Die Revolutionswächter sind Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden, einer paramilitärischen Organisation zum Schutz des Systems.

Die Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor berichtet, dass Demonstranten in Nadschafabad einen Polizisten getötet und drei weitere verletzt hätten.

+++ 6.36 Uhr: Südkorea bietet Nordkorea Gespräche auf hoher Ebene an +++

Südkorea hat Nordkorea für kommende Woche Gespräche auf hoher Ebene angeboten. Als Termin sei der Führung in Pjöngjang der 9. Januar vorgeschlagen worden, sagte der südkoreanische Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon. Dabei könne über eine mögliche Beteiligung Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang gesprochen werden, aber auch über andere Themen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten zuletzt weiter zugenommen. Nordkorea treibt seine atomare Aufrüstung voran und richtet immer wieder Drohungen gegen Südkorea und die USA. Im September testete das international isolierte Land eine Wasserstoffbombe. Ende November brüstete sich Nordkorea mit dem Test einer Interkontinentalrakete und erklärte, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen.

+++ 6.12 Uhr: Leiter von New York City Ballet tritt wegen Belästigungsvorwürfen zurück +++

Wegen Belästigungsvorwürfen gibt der Leiter des renommierten New York City Ballet, Peter Martins, seinen Posten auf. Der 71-Jährige informierte den Vorstand des Balletts in einem Brief über seinen Entschluss, wie die "New York Times" berichtete. In dem Schreiben bestreitet der Däne die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Rund zwanzig Tänzer und Tänzerinnen haben Martins vorgeworfen, sie verbal oder körperlich angegangen oder seine Position missbraucht zu haben, um sexuelle Gefälligkeiten zu verlangen. Martins stand rund drei Jahrzehnte lang an der Spitze des New York City Ballet.

+++ 1.02 Uhr: Wieder Lokalpolitiker in Mexiko ermordet +++

In Mexiko ist erneut ein Lokalpolitiker ermordet worden. Der 35-jährige Adolfo Serna, der für das Bürgermeisteramt in der südmexikanischen Stadt Atoyac kandidieren wollte, wurde vor seinem Haus erschossen, wie die Behörden mitteilten. Serna gehörte der Regierungspartei PRI an.

In den vergangenen Tagen waren in Mexiko bereits drei Lokalpolitiker ermordet worden. Sie alle gehörten der linken Partei PRD an. In dem von Drogenkriminalität erschütterten Land werden immer wieder Politiker getötet.

+++ 0.37 Uhr: Neun Tote bei Kämpfen zwischen Bandenmitgliedern in brasilianischem Gefängnis +++

Bei Kämpfen zwischen Mitgliedern verfeindeter Banden in einem brasilianischen Gefängnis sind mindestens neun Menschen getötet worden. Außerdem brach in der Haftanstalt im Bundesstaat Goiás ein Brand aus, mehr als hundert Häftlinge konnten fliehen, wie das Nachrichtenportal "G1" gestern unter Berufung auf die Behörden berichtete.

Demnach stürmten Mitglieder einer Gang einen Gebäudeflügel, in dem Mitglieder einer verfeindeten Bande untergebracht waren. Neben den neun Toten gab es 14 Verletzte. 106 Häftlinge flohen aus dem Gefängnis, die Polizei konnte nach eigenen Angaben zunächst 29 von ihnen wieder festnehmen.

tyr AFP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker