HOME

Galaxy Tab 7.7 vs. iPad: Apple-Samsung-Streit eskaliert auf Ifa

Showdown auf der Messe: Samsung musste sein neues Galaxy Tab 7.7 von seinem Ifa-Stand entfernen, nachdem Apple eine Einstweilige Verfügung gegen das Gerät erwirkt hatte.

Samsung darf sein Android-Honeycomb-Tablet nach einer Klage von Apple und der Entscheidung des Landesgerichts Düsseldorf in Deutschland weder verkaufen noch bewerben. Nach dem Galaxy Tab 10.1 ist auch das Galaxy Tab 7.7, das auf der Ifa präsentiert wurde, von Apples Klagewut betroffen.

Da die Ifa in Berlin stattfindet, war Samsung per Gerichtsentscheid dazu verpflichtet, alle betroffenen Tablets und Werbematerialien zu entfernen.

Der südkoreanische Technologiekonzern hatte das Tablet zuvor mit einem "Kein Verkauf in Deutschland"-Aufkleber versehen, jedoch genügte das weder Apple noch dem Gericht.

Der Gerichtsentscheid von August dieses Jahres stützt Apples Vorwurf, dass Samsung mit seiner Galaxy-Tab-Reihe das iPad "offenkundig kopiert" und führte zu einem Verkaufsverbot des 10.1-Tablets in Deutschland. In anderen europäischen Ländern darf das Tablet nach wie vor verkauft werden.

Samsung-Sprecher James Chung sagte gegenüber dem Business-Nachrichtendienst "Bloomberg", dass der Konzern "den Gerichtsentscheid respektiert", wies jedoch auch darauf hin, dass diese Entscheidung "die Auswahl für die Anwender in Deutschland deutlich einschränke".

Apple und Samsung machen sich innerhalb ihrer derzeitigen Patentstreitigkeiten keinerlei Zugeständnisse. Davon unabhängig ist Samsung für Apple nach wie vor ein wichtiger Zulieferer.

TR / Tech Radar